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11.01.2018

Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes Zapfholzweg

Für die Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes Zapfholzweg ist der zweite Bauabschnitt geplant. Am 8. Januar hat die Stadt Luckenwalde Ergänzungen zum Fördermittelantrag eingereicht und damit eine 90prozentige Förderung aus GRW-Mitteln beantragt. Möglich wird so eine hohe Förderung, weil Luckenwalde Regionaler Wachstumskern ist und deshalb im Rahmen der Landesförderung bevorzugt wird.

Mit Hilfe der Förderung würde auf der Fläche eine zweite Stichstraße entstehen, um weitere Grundstücke zu erschließen. Auch wenn es so aussieht, als würde schon die erste Stichstraße nur ins Nichts führen, ist die Erschließung dringend nötig. Die Fläche zwischen der B 101n und der schon bestehenden Straße hat die Stadt Ende letzten Jahres verkauft. Und auch die Flächen zwischen dem Biotechnologiepark und der geplanten neuen Erschließungsstraße sind bereits nicht mehr im Besitz der Stadt. Insgesamt hat bereits etwa ein Drittel der Gesamtfläche den Besitzer gewechselt. Darauf entstanden zum Teil Photovoltaikanlagen und zum anderen Teil haben Unternehmen bereits konkrete Bauabsichten. Nur durch die Erschließung des Gebietes wird das möglich. Weitere Interessenten sind mit der Stadt im Gespräch.

Im zweiten Bauabschnitt ist eine 290 Meter lange Stichstraße mit einseitigem Gehweg und Wendestelle geplant. Es werden neue Strom- und Gasleitungen verlegt, ein Trink-, ein Regen- und ein Schmutzwasserkanal sowie Feuerlöschbrunnen gebaut. Die neue Straße wird mit der alten über einen drei Meter breiten Wirtschaftsweg in wassergebundener Wegedecke verbunden, der parallel zur Straße Zapfholzweg führen wird. So können die Abwasser- und Trinkwasserleitungen kostensparend zu einem Ring geschlossen werden. Im südlichen Teil, der aus Naturschutzgründen nicht bebaut werden darf, entstehen Regenrückhaltebecken. Für die Entwässerung des Geländes musste ein Entwässerungskonzept erstellt werden.

Wenn im Frühjahr der Fördermittelbescheid eingehen würde und die Stadtverordneten sich in der Haushaltsdebatte dafür entscheiden, die Eigenmittel bereit zu stellen, könnte noch in diesem Jahr mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden. Nach der Ausschreibung würde der Schmutzwasserkanal und die erste Lage Asphalt für die Erschließungsstraße eingebaut werden. Im Jahr 2019 würden dann der Gehweg, die Fertigstellung der Fahrbahn, die restliche Leitungen und Kanäle sowie die Regenwasserrückhaltebecken folgen. Mit dem zweiten Bauabschnitt wäre die Erschließung der Gesamtfläche abgeschlossen. Kleinere Zuwegungen, die eventuell in Zukunft gebraucht werden, könnten abhängig von den Bedürfnissen der ansiedelnden Unternehmen ergänzt werden.

Die Stadt hatte die Flächen, die einst zum Kriegsgefangenenlager gehörten und dann militärisch genutzt wurden, gekauft und entwickelt, um große Grundstücke für Gewerbe- und Industrieansiedlungen vorhalten zu können. Diese müssen wegen Lärm und Emissionen ein Stück von der Wohnbebauung entfernt stehen und profitieren am Standort von der guten Anbindung durch die B 101n.

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 12.01.2018