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Sanierung / Stadtumbau

Erneuerung und Umbau unserer Städte sowie Erhalt der Funktionsfähigkeit des Stadtorganismus sind zentrale Aufgaben einer nachhaltigen Stadtpolitik. Die traditionelle Stadterneuerung betraf vor allem innerstädtische Stadtteile: Im Mittelpunkt stand dabei die Beseitigung städtebaulicher Missstände. In den "förmlich festgelegten" Sanierungsgebieten ging und geht es vor allem um Modernisierung und Abriss der Gebäude, um Funktionsstärkung einzelner Gebiete sowie um die Verbesserung des Wohnumfelds.

Der zunehmend bedeutsame Stadtumbau der letzten Jahre vollzieht sich in erster Linie in Großwohnsiedlungen, hier geht es vor allem um den Abriss industriell gefertigter Plattenbauten im Osten. Hohe Bevölkerungsverluste und geänderte Wohnpräferenzen führten hier zu Wohnungsleerständen und Attraktivitätsverlusten. Die Herausforderungen können nicht mehr nur rein wohnungswirtschaftlich bewältigt werden, sondern bedürfen integrierter Stadtentwicklungskonzepte. Alle raumrelevanten Fachpolitiken müssen zudem zusammenwirken. Bedeutsamer werden Aufwertungsmaßnahmen im Wohnumfeld, die Gebäudeabrissen und Modernisierungen folgen. Wichtige Aufgaben des Stadtumbaus sind auch die zivile Nutzung von ehemals militärischen Arealen, brachliegenden Gewerbeflächen und von Infrastruktureinrichtungen, die nicht mehr der Nachfrage entsprechen.

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Städtebaupolitik von Bund, Ländern und Gemeinden dazu beigetragen, städtebauliche Missstände zu beseitigen, die Bausubstanz zu erhalten und die Stadtteile in ihren Funktionen zu stärken. Da sich die demographischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich wandeln, wird nachhaltige Stadtentwicklung als Bestand erhaltende und Funktionen stärkende Strategie immer wichtiger werden.

Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Seit Beginn der 90er Jahre führt die Stadt Luckenwalde klassische Stadterneuerungsmaßnahmen (Sanierung) durch, mit Beginn der 2000er Jahre rückte das Thema Stadtumbau in den Fokus der Stadtentwicklungspolitik.

Sanierungsgebiete

Sanierungsgebiet Innenstadt seit dem 07.03.1996

Sanierungsgebiet Petrikirchplatz seit 07.03.1996

Sanierungsgebiet Zentrum seit dem 19.01.2005

Sanierungsgebiet Dahmer Straße seit dem 17.09.2015

Genehmigungsvorbehalt

steuerliche Vorteile

Ausgleichsbeträge

Stadtumbau

Stadtumbaukonzept

Stadtumbaugebiet

Stadtumbaumaßnahmen

Bauvorhaben Sanierung Kindertagesstätte Vier Jahreszeiten

Am 19.02.2014 erfolgte die offizielle Eröffnung der Kita Vier Jahreszeiten. "Tage wie diese sind die Belohnung für harte Arbeit, die - zugegeben - weniger von mir geleistet worden ist, was mich aber in meiner Freude nicht bremst.", erklärte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide am 19. Februar, dem Tag der offiziellen Eröffnung der sanierten Kindertagesstätte Vier Jahreszeiten. 32 Gewerke wurden vergeben, zwei Drittel davon an regionale Unternehmen, um die Kita in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Respekt zollte die Bürgermeisterin der Leiterin Frau Scheibe und ihrem Team, die sich nicht nur von Anfang an in die Planung eingebracht und die strahlenden Farben gewählt hatten, sondern auch mit der Ausquartierung zurecht gekommen waren. Für insgesamt 2,3 Millionen Euro wurde die Hülle der Kita gedämmt, die Fußböden, Fenster, Türen und Sanitärbereiche erneuert. Aus dem Heiztechnikbereich ist ein Kinderrestaurant geworden und aus dem früheren Küchenbereich ein Mehrzweckraum.

Bauvorhaben Sanierung Kindertagesstätte Burg

Am 15. August 2012 fand die feierliche Einweihung der Kindertagesstätte Burg im Beisein der Bildungsministerin Dr. Martina Münch statt. Für 320 Kinder zwischen ein und zwölf Jahre wurde durch eine komplexe Sanierung ein Haus geschaffen, das neue Möglichkeiten des Lernens und des Erlebens bietet.
Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide brachte den Wandlungsprozess auf folgende Kurzformel: "Wir haben eine massive Trutzburg in ein Licht- und Luftschloss umgebaut."
Sie verwies darauf, dass es erklärter Wille der Stadtverordnetenversammlung ist, alle städtischen Kindereinrichtungen auf zeitgemäßen Standard zu bringen und zu halten. "Die Chance, die größte Einrichtung in der Stadt - ein Typenbau in WBS-70-Bauweise - nicht nur in Ordnung bringen zu können, sondern auch zu einem Vorzeigebeispiel in Sachen Energieeffizienz zu machen, tat sich vor uns auf und wir haben zugegriffen. Das konnte jedoch nur gelingen, weil wiederum das Land in Gestalt des Ministeriums für Infrastruktur und ländliche Entwicklung und des Landesamtes für Bauen und Verkehr an unserer Seite gestanden haben, und uns nicht nur mit guten Worten, sondern auch mit Bewilligungsbescheiden ermunterten, mit der Experimentierfreude fortzufahren."
Mit 1,3 Millionen EUR beteiligte sich die Stadt an dem Vorhaben. Über 3,2 Millionen wurden aus Stadtumbaumitteln, aus dem Förderpaket zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur in den Gemeinden, aus dem Programm "Rückführung städtischer Infrastruktur und aus dem Programm der Sozialen Stadt von Bund und Land beigesteuert.

Förderung

Förderprogramme

Städtebauförderantrag_B3 (PDF, 544 KB)

Städtebauförderrichtlinie_2015 (PDF, 735 KB)

 

 

Seite drucken | Autor: Ekkehard Buß | zuletzt geändert am: 19.01.2017