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Veranstaltungsrückblicke 2008


20. November 2008 - Vorlesetag in der Bibliothek

Auf Reise mit schönen Geschichten
Jutta Pellmann (stehend l.)

begaben sich Kinder zwischen 6 und 10 Jahren zum Vorlesetag in der Stadtbibliothek.
Reiseleiter waren die Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und der Landtagsabgeordnete Sven Petke.
Als Reiseveranstalterin begrüßte Jutta Pellmann (l.) die Kinder recht herzlich zu dieser Reise in das Land der eigenen Fantasie. Dies ist spannender als Fernsehen, wo alle die gleichen Bilder sehen. Bei einer Geschichte sieht aber jeder sein eigenes "Bild". Drehbuchautor ist dabei die individuelle Vorstellungskraft und Fantasie.
Sven Petke las die Geschichte des Mädchens Stina. Diese verbringt ihre Sommerferien bei den Großeltern auf einer Insel im Meer. Stina ist Sachensucherin. Sie sammelt alles, was darauf wartet, gefunden zu werden. Eines Abends ist ein Sturm angekündigt. Da Stina ebenso wagemutig wie neugierig ist, beschließt sie, ganz allein ans Meer zu gehen ....
Das spannende Bilderbuch, nicht nur für Mädchen, heißt Sturm-Stina und wurde von Lena Anderson geschrieben.
Herr Petke schließt seine Vorlesezeit mit der Bitte an die Kinder, doch ihren Geschwistern, Eltern und den eigenen Kindern Geschichten vorzulesen. Dies dürfte den Kindern nicht schwer fallen, da fast alle anwesenden Kinder einen Leserausweis besitzen, wie er gleich zu Beginn feststellen konnte.

Bürgermeisterin liest vor

Die Bürgermeisterin brachte eine Geschichte über eine "böse" Bibliothekarin mit. Aber alle stimmten ihr zu, dass dies nicht auf Frau Pellmann zutrifft.
"Tim und das Geheimnis von Knolle Murphy" ist ein witziges, lehrreiches und unterhaltsames Buch. Hier erfährt man alles über das Verhältnis von Brüdern untereinander, den nutzlosen Versuch seine Mutter auszutricksen, das Lesen als Patentrezept gegen Langeweile und feriengestresste Eltern sowie das Anmelden und Verhalten in einer Bücherei. Auch über den Ruf einer Bibliothekarin und Methoden sie zu ärgern, nebst ihren Antworten auf die Streiche, wird ausführlich berichtet. Denn die Bibliothekarin Mrs Murphy ist wohl nicht die nette, alte Dame, für die die Erwachsenen sie halten, sondern eine verrückte Alte, die Kinder hasst und mit einem Luftgewehr Kartoffelknollen auf sie abschießt - woher sich ihr Spitzname "Knolle Murphy" ableitet.
Interessant sind die Möglichkeiten des Umgangs mit Stempeln und dessen Wirkung auf kleine Leser beschrieben. Natürlich hat die Geschichte ein Happy End. Aber lesen Sie/lest ihr es selbst. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide hat das Buch der Bibliothek zur Verfügung gestellt: "Tim und das Geheimnis von Knolle Murphy" von Eoin Colfer. Ausgezeichnet als Kinderbuch des Monats Oktober 2005.
Auf dem Weg zum eigenständigen Lesen ist das Vorlesen ein besonders schöner und wichtiger erster Schritt. Um das Lesen und Vorlesen zu fördern, wurde vor fünf Jahren die Initiative "Wir lesen vor" ins Leben gerufen. Ein besonderer Höhepunkt der Initiative ist der "Bundesweite Vorlesetag", der am 20. November unter der Beteiligung weiterer "Vorleser" für die großen und kleinen Zuhörer in der Stadtbibliothek stattgefunden hat.


Dokufilm "Heimat Luckenwalde", Pink Panther und die lange Nacht der Bibliothek im Bahnhof

Lange-Nacht-Teilnehmer

Am Samstag, den 25.10.2008 beteiligte sich erstmalig auch die neue Bibliothek im Bahnhof an der Aktion "Lange Nacht der Bibliotheken".
Ein abwechslungsreiches Programm stand zur Auswahl. Es war ein Kommen und Gehen. Mancher interessierte sich für den Heimatfilm über Luckenwalde, der den Auftakt gab, ein anderer wollte sich amüsieren und besuchte die 20.00 Uhr-Veranstaltung mit Pink Panther und Till Turnschuh. Das Interesse der Luckenwalder bei der Filmpremiere dabei zu sein, war riesengroß. Rund 150 Bürger kamen zu diesem Erlebnis. Waren hierbei die älteren Generationen in der Mehrheit, so waren beim Klassiker Pink Panther auch viele Familien vertreten.
Ab 22.00 Uhr eroberte sich die Jugend die obere Etage, wo es chillig zuging. Ein Mix aus Visuals, Electronic Music und Cocktails, die von der FREIZEIT-Lounge gereicht wurden, kam bei den jungen Leuten gut an und soll in monatlichen Abständen fortgesetzt werden.
Alles in allem bot der Abend und die Nacht für Jeden etwas. Für die Mitarbeiter der Bibliothek ein Ansporn zum Weitermachen.


Bahnhöfe im Umbruch - Luckenwalder Stadtbibliothek Modellcharakter?

4. Ortsgespräch Reisen mit dem Zug und Reisen im Kopf

Gesprächsrunde im Bahnhof

Viele historische Bahnhöfe verlieren ihre Funktion. Die Stadt Luckenwalde nutzt seit einigen Wochen ihr denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude als Bibliothek.
Das 4. Ortsgespräch "Metropole und Provinz - Provinz und Metropole" am 24.09.2008 in der Stadtbibliothek stellt den Prozess des Funktionswandels vom Verkehrsknotenpunkt zum Literatur- und Medienzentrum vor und diskutierte ihn unter architektonischen und denkmalpflegerische Aspekten.
Die Ortsgespräche sind eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischem Landesmuseum (BLDAM), der Brandenburgischen Architektenkammer und der Brandenburgischen Gesellschaft für Landesgeschichte und Denkmalpflege e.V.
Die Einführung übernahm Dr. Thomas Drachenberg vom BLDAM. Am konkreten Objekt Stadtbibliothek sollten die Beziehungen aller an der Umsetzung der Umnutzung des alten Bahnhofsgebäudes zur Stadtbibliothek dargestellt werden. Es wurde der Frage nachgegangen: Wie fügt sich die neue Baukultur in das Stadtbild ein? Ist der angefügte Anbau eine gelungene Synthese zum Denkmal Bahnhof?
Die Bauherrin Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide stellte den über 30 Zuhörern die Entwicklung des Luckenwalder Bahnhofs von der Blüte bis zum Zerfall und das Aufschlagen einer neuen Seite seiner Entwicklung bildreich dar. Die neue Bibliothek sprengt althergebrachte Vorstellungen von einem Bibliotheksbetrieb durch vielfältige Veranstaltungsangebote und -formen. Nicht zuletzt auch durch die 23 Internetarbeitsplätze wird die Welt größer.
Der Denkmalpfleger Dr. Georg Frank (BLDAM) begründete die Aufnahme des Bahnhofs 2004 in die Denkmalliste und erläuterte, warum der Abriss von Gebäudeteilen zur Herstellung der Fuge vom Denkmalschutz zuerst abgelehnt wurde. Denn durch den Abriss ging historische Bausubstanz verloren. Dies führt zu einer Reduzierung der historischen Aussage des Denkmals Bahnhofsgebäude. Die vorgesehene neue Nutzung machte letztendlich hier einen Kompromiss nötig. Er begrüßte ausdrücklich die hervorragende denkmalgerechte Sanierung der stehengebliebenen Gebäudeteile und dass es gelungen ist, die Bibliotheksfunktionen im historischen Grundriss unterzubringen. Die Anbauhöhe des Neubaus, aber nicht die Gestaltung wurde festgelegt.

Vororterläuterung zur Bibliothek

Die Architekten Martina Wronna und Ralf Fleckenstein (Arge WFF) erläuterten ihr herantasten an das Vorhaben Umgestaltung zur Bibliothek. Für die vorgesehene Funktion sahen sie eine Gebäudefreistellung als wichtige Voraussetzung an. Der Anbau hatte neben der Aufnahme der Kinder- und Jugendbibliothek auch eine äußere städtebauliche Funktion zu erfüllen. Durch die Vornahme des Baukörpers konnte eine abgeschlossene Platzsituation in diesem Bereich geschaffen werden. Farbgestaltung und Möblierung im Inneren wurden bewusst zur Schaffung von spezifischen Atmosphären in den einzelnen Nutzerbereichen eingesetzt.
Die Frage, ob man so mit einem Denkmal umgehen kann, wurde von ihnen bejaht. Es galt den Mut aufzubringen die Gebäudesubstanz weiterzuentwickeln, das Haus wieder zum Leben zu erwecken.
In der anschließenden Diskussion unter der Leitung von Dr. Jürgen Tietz (freier Journalist, Berlin) äußerte sich die Bürgermeisterin zur Signalwirkung und zur Annahme der Bibliothek durch die Bevölkerung. Die Stadtbibliothek ist ein Haus für Jedermann und steht damit in der Tradition ihrer Vorgänger (Handwerkerverein). Auch eine weitere Luckenwalder Tradition wurde fortgeführt, der Mut Neues zu wagen, auf das man später durchaus stolz ist (Stadttheater und Ebert-Schule). Auch das Thema Denkmal und Rückbau, die Formensprache und ihr Bestand in den kommenden Jahrzehnten wurde wieder aufgegriffen.
Als Resümee wurde der Einfluss des Vorhabens auf die Diskussion zum Denkmal und ihrem Schutz, eine mögliche Signalwirkung/Modellcharakter für das Problem Bahnhöfe und die Steigerung der Attraktivität der Region für die Metropole gezogen. Besonders hervorzuheben ist, dass mit der Umwandlung des Bahnhofes in eine Bibliothek ein Statement für die Kultur abgegeben wurde. Keine Selbstverständlichkeit dieser Zeit.


Scheck an Stadtbibliothek übergeben

Scheckübergabe

Rotary Club Kloster Zinna und Volksbank Luckenwalde spenden

Im Beisein von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide übergab am 17. Juli 2008 Robert Zellermann, Präsident des Rotary Club Kloster Zinna, einen Scheck in Höhe von 2500,00 Euro an Romina Matthes von der Stadtbibliothek. Die Spendenidee, getragen gemeinsam mit der Volksbank Fläming e. G., ergab sich aus den Zielen beider Institutionen - hilfreich vor Ort zu wirken. Was liegt dann näher als der Stadtbibliothek ihre Unterstützung zukommen zu lassen. "Es gehört zu unseren Aufgaben, soziale Projekte zu unterstützen, Bildung und Kultur gehören im weitesten Sinne dazu. Der gute Zulauf zeigt, dass das Projekt Bibliothek im Bahnhof gelungen ist.", so Präsident Zellermann bei der Scheckübergabe. Norbert Schmitz, Vorstandssprecher der Volksbank, ergänzte im weiteren Besuchsverlauf, dass "die VR-Bank gern die Initiative mitträgt, um Kräfte für diese gute Sache zu bündeln". Die Bürgermeisterin gab ihrer Hoffnung auf eine Beispielwirkung in Sachen Kräftebündelung für gemeinnützige Projekte Ausdruck.
Frau Matthes drückte ihre Freude über diese nicht unbeachtliche Spende aus. Mit dem Geld soll in die Medienausstattung im Bereich der Kinder- und Jugendbibliothek investiert werden.
Beim anschließenden Bibliotheksrundgang unter der fachlichen Leitung von Frau Matthes konnten sich die Gäste nicht nur von dem hohen Standard des Hauses, sondern auch von den gut angenommenen Angeboten und der fachlich ausgezeichneten Beratung und Betreuung der Gäste überzeugen. Vom Interesse an der Bibliothek zeugten auch die vielen Fragen, so zum Selbstbucherverfahren, zur Aktualität der Medien, zur Klassifizierung, zum Fernleihverkehr und zur Bibliotheksmitgliedschaft während des Rundganges.
Die neu entstandene Bibliothek zeigt, "dass Luckenwalde nicht die Kleinstadt ist, die sie von der Einwohnerzahl her eigentlich ist." so das Resümee von Frau Matthes.


Bibliothek feierlich eingeweiht

Besucher zur Eröffnung der Bibliothek

"Es ist was wunderbar Schönes geworden... Ministerpräsident Matthias Platzeck zur spannenden Eröffnung der neuen Stadtbibliothek am 19. Juni 2008

Er gratulierte zu dem Mut und der Vision für dieses Vorhaben einer Bibliothek im Bahnhof. Ein Projekt was von den Bürgern getragen wird und was die Bürgerschaft auch zusammenrücken ließ. Die letzten Jahre waren die besten in der Entwicklung des Landes seit der Wiedervereinigung, gemessen an den Wirtschaftsdaten. Aber das Leben besteht auch aus Kultur, Sport und Kunst und diese Bibliothek setzt dafür ein wichtiges kulturelles Zeichen in unserem Land als eine kulturelle Begegnungsstätte der ersten Art.
Die Eröffnung dieses URBAN-Projektes zeigt, das Luckenwalde lebt und Zukunft hat.
Herr Christopher Todd, Generaldirektor für Regionalpolitik in der Europäischen Kommission hob die Berühmtheit von Luckenwalde in Brüssel dank des URBAN-Programms hervor. Luckenwalde ist ein gutes Beispiel - auch für andere EU-Länder - für die URBAN-Entwicklung und die aktive Teilhabe der Bürger mit ihren Ideen und ihrer Kreativität. Die Bibliothek soll ein lebendiger und attraktiver Ort sein und werden - Bücher sind Nahrung für die Seele.
Der Leiter des Regionalbereiches Ost der Deutschen Bahn Uwe Marxen gratulierte zu dem entstandenen Schmuckstück und der guten und sinnvollen Nutzung des nicht mehr benutzten Bahnhofes.
Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide ging in ihrer Rede auf die verschiedenen Bezeichnungen des Volksmundes für den Anbau der Kinder- und Jugendbibliothek ein. Ihre "Lieblingsbezeichnung ist eher: Der schiefe Turm gegen PISA. Warum? PISA hat vor fünf Jahren erhebliche Leseschwächen in der deutschen Schülerschaft offenbart, die sich erneut im Jahr 2006 bestätigten. Warum Schüler eines Landes gute oder nicht so gute Leistungen im Lesen erzielen, hängt ganz entscheidend vom Leseinteresse und den Lesegewohnheiten ab. Wir wollen uns damit nicht abfinden. Denn wir wissen, dass Lesen die zentrale Voraussetzung für Bildung und Bildung wiederum zentrale Voraussetzung für den Wohlstand des Einzelnen und des Gemeinwesens ist. Diese Einschätzung hatten ja bereits die Mitglieder des Handwerkervereins, die vor 162 Jahren die erste Leihbücherei in dieser Stadt und damit die heute wahrscheinlich älteste im Land Brandenburg gründeten.
Als Stadt schreiben wir keine Lehrpläne, wir gestalten auch keinen Unterricht - was uns auch mit Sicherheit überfordern würde. Im Übrigen kann die Lesekompetenz nicht allein im Deutschunterricht erworben werden - die Übung macht´s. Die Stadt kann aber einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass ohne erhobenen Zeigefinger Lesefreude geweckt, erhalten oder gesteigert wird. Eine Bibliothek kann dafür ein idealer Ort sein, ein Ort, an dem man sich wohl fühlt; ein Ort voller Angebote, die neugierig machen; ein Ort der Verführung zum Lesen. Natürlich soll sich nicht alles nur um die eher Leseunlustigen drehen. Dieses Haus ist auch für die Menschen gedacht, die schon seit Jahren wissen, dass Lesen, wenn man erst einmal infiziert ist, sich zu einem tief sitzendem Grundbedürfnis entwickelt. Diese Leser bildeten in der Vergangenheit die große Stammkundschaft der Bibliothek am Standort Puschkinstraße. Diese Bibliotheksnutzer schätzen die dort ausleihbaren Bücher, weil sie sie als "fliegenden Teppich in das Reich der Fantasie" nutzen oder weil sie einfach mal nachschlagen, was sie wissen wollen oder weil sie Bücher als "dickere Briefe von unbekannten Freunden" (Jean Paul) empfinden.
Walter Jens sagte. "Wer liest, ist nicht einsam." - Das könnte in zweifacher Weise stimmen, jedenfalls in Zukunft, wenn Menschen, die lesen wollen, hier Menschen treffen, mit denen sie über Bücher und Literatur reden können, z. B. bei einem Becher Tee im Café "Wissensdurst" oder im Rahmen von Lesungen, Kleinkunstdarbietungen und Buchvorstellungen, also den Veranstaltungen, die nun unter weit besseren Bedingungen an die gute Tradition des bisherigen Bibliotheksbetriebs anknüpfen."
Um die Bibliothek zu einem "Ort der Verführung zum Lesen" zu machen, waren neben den Architekten, Fachplanern, Ingenieuren, den Mitarbeiter der Verwaltung und von Behörden und den Bauleuten vor allem die erfahrenen Bibliothekare mit ihren Ambitionen und Ideen von Nöten.
Aber große Ideen benötigen zu ihrer Verwirklichung auch die entsprechenden finanziellen Mittel. Dank gilt hier "dem Land und dem Bund, die dieses Vorhaben mit je ½ Mio. EUR gefördert haben. Das verdanken wir der Luckenwalder Stadtverordnetenversammlung, die aus dem Stadtsäckel 700.000 EUR bewilligte und das verdanken wir ganz entschieden der Europäischen Union, die uns zu einer URBAN-Stadt machte. Und die u. a. dieses Vorhaben ganz konkret mit 2,8 Mio EUR unterstützte.

beim Banddurchschnitt

Die Bibliothek im Bahnhof ist Schlusspunkt und auch Höhepunkt in unserem URBAN-Programm. Es besteht aus über 50 erfolgreich abgeschlossenen Maßnahmen, die die Entwicklung dieser Stadt auf den Feldern "Wirtschaft", "Stadtgestalt" und "Soziales" deutlich nach Vorne brachte und ihr nachhaltige Entwicklungsimpulse verliehen. Es unterstreicht den integrativen Ansatz, dass das Projekt "Bibliothek im Bahnhof" auf allen drei Feldern Wirkung entfalten wird. Ich bin stolz darauf, dass Luckenwalde als die bei weitem kleinste deutsche URBAN-Stadt die Chancen dieses Programms begriffen, ergriffen und das Beste zum Wohle der Stadt daraus gemacht hat. Zu verdanken haben wir dies ganz wesentlich unserer URBAN-Stabsstelle, den externen Beratern und unserem "Coach", den Vertretern des MIR, die sich als Förderer und Forderer verstanden haben."
Nachdem das Band mit dem Motto des großen kirgisische Schriftsteller Tschingis Aitmatov: "Du öffnest die Bücher und sie öffnen Dich." durchschnitten, ergriffen die Luckenwalder neugierig Besitz von ihrer neuen Bücherschatzkiste.

Kinderbibliothek von Kindern eingenommen

Besonders viele Kindergruppen fühlten sich sichtlich wohl in ihrem Domizil, während die Erwachsenen sich eher von der gelungenen Innengestaltung beeindruckt zeigten.

Die Wartezeit auf die Führungen der Architekten und Bibliothekarinnen durch das Haus wurde musikalisch und kulinarisch auf dem Vorplatz verkürzt.

Scheckübergabe von Peter Voigtländer

Die Leiterin der Stadtbibliothek, Elka Freudenberger, erhielt großen Zuspruch von den Besuchern: "Alle waren sehr angetan und gratulierten zu dem gelungenen Konzept."
Besonders freute sie sich auch über die Zuwendung von Peter Voigtländer (Bildmitte), der einen Scheck über 600 EUR für Kinderbücher überreichte. Sie dankte ihm ganz herzlich, wie auch allen anderen Gratulanten.

Büchertrödelmarkt vor der Biblitothek

Beim Tag der offenen Tür am 21. Juni präsentierte der Förderverein der Stadtbibliothek einen Bücher-Markt, an dem sich Bücherfreunde und -sammler mit eigenen Ständen beteiligten. Sogar ein Berliner Buchliebhaber wartete mit themenbezogenen Publikationen auf, wie Lektüre rund um die Eisenbahn als Bezug zum Bahnhof, Fachliteratur über das Land Brandenburg in dem die Stadt Luckenwalde liegt und Fußballbücher passend zur EM 2008.

Führung durch das Gebäude

Großer Andrang herrschte nach wie vor auch an diesem Tag bei den Führungen durch das Bibliotheksgebäude. Zwischen 10 und 17:40 Uhr besichtigten alle 20 Minuten Besuchergruppen den verschmolzenen Alt- und Neubau. Zur Überbrückung der Wartezeit gab es für alle großen und kleinen Gäste ein buntes Programm aus Musik sowie Interviews rund ums Buch und die Bibliothek. Mitglieder des Fördervereins für die Stadtbibliothek boten selbstgebackenen Kuchen sowie Kaffee an, aber auch Eis und Grillwurst schmeckten den Besuchern zwischendurch.
Viele Besucher der beiden Einweihungstage versprachen Leser zu werden und haben das auch schon eingelöst, resümierte Bibliotheksleiterin Freudenberger. Der erste Öffnungstag war erfolgreich und die Bibliotheksmitarbeiterinnen nahmen von Bürgern viele Neuanmeldungen entgegen.


Stadt Luckenwalde aktualisiert: 19.11.2009

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