Ehrenbürger der Stadt Luckenwalde

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Freudenthal Paul Hube Gerd Gebert

Hans Freudenthal

Paul Hube

Gerd Gebert

Gern würden wir Ihnen an dieser Stelle auch die u. a. genannten Ehrenbürger ausführlicher vorstellen, doch leider fehlen uns entsprechende Informationen. Haben Sie Hinweise, Informationen und Bildmaterial zu den genannten Ehrenbürgern, wenden Sie sich bitte an Ansprechpartner.


Bekannte Luckenwalder Persönlichkeiten

Carl August Wilhelm Paschen Anwandter - Vertreter der Demokratiebewegung von 1848
geb. 01.04.1801 Luckenwalde; verst. 10.07.1889 Valdivia (Chile)
Der Apotheker Anwandter war ab 1848 Mitglied der Preußischen Nationalversammlung. Enttäuscht von der politischen Entwicklung nach der Revolution wanderte er 1850 nach Chile aus. Hier baute er die erste deutsche Brauerei. Ab 1858 war er Direktor der von ihm gegründeten ersten deutschen Schule in Valdivia. Anwandter erlangte in Chile hohes Ansehen. Ihm zu Ehren erschien dort 1958 eine Briefmarke. Weitere Informationen

Gustav Bauchwitz - Stadtverordneter und Stadtrat
geb. 27.12.1861 Kloster Zinna; verst. 18.05.1929 Luckenwalde
Der Kaufmann Bauchwitz, Mitinhaber eines Bekleidungskaufhauses in der Breiten Straße, engagierte sich ehrenamtlich als Repräsentant der jüdischen Gemeinde, als Stadtverordneter (27 Jahre) und als Kreistagsabgeordneter. Wegen seiner finanzwirtschaftlichen Kompetenz, Selbstlosigkeit und Integrität wurde der bürgerlich-liberale Politiker von allen politischen Kräften geschätzt und ab 1902 mit zahlreichen kommunalen Ämtern betraut. 1923 und von 1926 bis 1929 war Bauchwitz Stadtrat.

Johann Friedrich Karl Drinkwitz - Stadtrat und Stadtältester
geb. 03.02.1834 Luckenwalde; verst. 28.07.1911 Luckenwalde
Karl Drinkwitz war Stadtverordneter und über 27 Jahre ehrenamtlicher Stadtrat für das Gemeinwohl. 1884 übernahm er den Vorsitz der Baukommission, die entscheidenden Einfluss auf den Bau kommunaler Gebäude und Anlagen in Luckenwalde ausübte. Auf seine Initiative wurde der Stadtpark angelegt.

Alfred Willi Rudi Dutschke - Anführer der 68er Studentenbewegung
geb. 07.03.1940 Schönefeld; verst. 24.12.1979 Aarhus
Rudi Dutschke trat 1957 als Luckenwalder Oberschüler gegen die Remilitarisierung der DDR auf, was seinen weiteren Bildungsweg behinderte. Seit 1961 Student in West-Berlin, führte er im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) Proteste gegen Notstandsgesetze, gegen den Vietnamkrieg und gegen autoritäre Strukturen an und wurde dadurch zur Symbolfigur der 68er Bewegung. Öffentlich als Anarchist angefeindet, wurde er 1968 durch ein Attentat schwer verletzt. Nach teilweiser Genesung war er ab 1971 Universitätsdozent in Aarhus (Dänemark). Er promovierte und bereitete die Gründung der Grünen Partei mit vor. Dutschke starb an den Spätfolgen des Attentats.

Gottfried Gustav Karl Engelbrecht - Stadtverordneter und SPD-Politiker
geb. 13.01.1898 Luckenwalde; verst. 08.06.1947 Mühlberg/Elbe
Karl Engelbrecht war in der Sozialistischen Arbeiterjugend aktiv. Aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrt und von Beruf kaufmännischer Angestellter, stieg er in SAJ und SPD in Führungspositionen auf und wurde Stadtverordneter und Kreistagsabgeordneter. In der NS-Zeit kam er 1933 und 1944 kurz in KZ-Haft. Nach dem Krieg wieder SPD-Funktionär, leitete Engelbrecht das Luckenwalder Arbeitsamt und war Mitbegründer des brandenburgischen FDGB. Noch 1945 wurde er denunziert, von der sowjetischen Geheimpolizei NKWD verhaftet und kam 1947 im Speziallager Mühlberg um.

Balthasar Handschke - Bürgermeister
geb. 1609 Luckenwalde; verst. 24.07.1692 Luckenwalde
Handschke wird der Bürgereid von 1636 zugeschrieben. Neubürger mussten schwören " ... auch einem Ehrbaren Rath zu Luckenwalde allen schuldigen Gehorsam erweisen und gebührenden Respect zu beweisen ... wie auch des Stettleins Luckenwalde Bestes suchen...". 1640, während des Dreißigjährigen Krieges, entführten die Schweden Bürgermeister Handschke, um von den Luckenwaldern ein hohes Lösegeld zu erpressen. Nach seinem Freikauf stiftete er aus Dankbarkeit die erste Orgel der St.Johanniskirche. Handschke errichtete die erste Luckenwalder Walkmühle.

Philipp Herrman Otto von Hentig - Politiker
geb.15.08.1852 Luckenwalde; verst. 24.01.1934 Berlin
Der Jurist Dr. Otto Hentig war maßgebliches Gründungs- und später Vorstandsmitglied der "Bauvereinigung Eigenhaus", die 1891 mit einer Siedlung für Arbeiter und wenigbemittelte Veteranen den Grundstein für den Berliner Stadtteil Karlshorst legte. Im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha war er von 1900 bis 1905 "Wirklicher Geheimrat" und Staatsminister und wurde dort 1901, später auch in Preußen geadelt.

Max Koppe - Mitbegründer der Wiener Kinderfreunde
geb. 24.09.1887 Luckenwalde; verst. 31.01.1968 Wien
Koppe wurde Schriftsetzer und wanderte als Geselle über Leipzig, Straßburg und Zürich 1913 nach Wien, gründete dort den sozialdemokratisch orientierten Verein der Leopoldstädter Kinderfreunde und war von 1914 bis 1934 dessen Obmann. Der Verein organisierte für die Kinder des Arbeiterviertels, deren Eltern sich nur Untermieten leisten konnten, Ausflüge und schuf Spiel- und Sportstätten. Koppes Frau Berta betrieb ehrenamtlich eine Kinderbibliothek. 1934 wurde diese Arbeit von den Nationalsozialisten unterbrochen. Ab 1945 baute das Ehepaar die Einrichtungen wieder auf. Seit 2005 gibt es in Wien eine Max-Koppe-Gasse.

Alexander Sailer - Gewerkschafter und sozialdemokratischer Politiker
geb. 29.04.1865 Meersburg; verst. 21.03.1924 Luckenwalde
Nach Aufhebung der Sozialistengesetze 1890 war Alex Sailer Vorsitzender des von ihm mitbegründeten sozialdemokratischen Wahlvereins in Luckenwalde und ab 1904 Arbeitersekretär des Gewerkschaftskartells. Er leistete kostenlose Rechtshilfe, insbesondere in sozialen Fragen. Sailer war ab 1913 Stadtverordneter, nahm 1918 am ersten Rätekongress in Berlin teil und gehörte später dem Preußischen Staatsrat an. Zu seiner Beisetzung auf dem Friedhof Vor dem Jüterboger Tor kamen Tausende Luckenwalder. Sein Grabstein trägt die ehrende Inschrift "Kinder des Volkes".


Stadt Luckenwalde aktualisiert: 02.03.2010

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