Termine Ortsbeiratssitzungen:

07. Juni 2012

08. November 2012

Die Sitzungen des Ortsbeirates beginnen jeweils um 19:00 Uhr und finden im Gemeindehaus statt.

- Änderungen vorbehalten -


725 Jahre Frankenfelde - Drei erlebnisreiche "Feiertage"

Dorfrundgang mit Marianne Priemer

Im Jahr 1285 wurde das Städtchen und die Burg Luckenwalde nebst 11 dazugehörigen Dörfern, darunter auch Frankenfelde, an das Kloster Zinna verkauft.
Anlass sich an drei erlebnisreichen Feiertagen unter dem Motto: "Ein ganzes Wochenende voller Überraschungen - Frankenfelde feiert Jubiläum" dem Ereignis zu erinnern.
Am Freitag, dem 28. Mai 2010 begann es mit einem Gottesdienst mit Musik und anschließender Lagerfeuerromantik.
Samstag, der 29. Mai war der Haupttag der Feierlichkeiten.
Auftakt bildete der informative und gut erklärte Dorfrundgang mit der Verfasserin der Frankenfelder Chronikblätter Marianne Priemer. Rund 50 Zuhörer begannen am Treffpunkt: Dorfstraße 22 ihren Ausflug in die Geschichte des Dorfes. Die dortige giebelseitige Bebauung zur Straße diente dem Schutz des Dorfes. Dadurch war die Errichtung von Sperren in Kriegszeiten leicht möglich.

Hof der Familie Tietz

Familie Tietz ermöglichte den Blick in ihren Vierseithof mit Oberlaubenstall. Die heutigen Ansprüchen genügende Gestaltung eines solchen Hofes konnte bei der Ortsvorsteherin in Augenschein genommen werden.
Ein Kennzeichen von Wohlhabenheit waren Taubenhäuser auf den Innenhöfen. Sie erfüllten im unteren Teil gleichzeitig die Funktion einer Toilette. Einen Blick auf eines der wohl noch sechs existierenden Taubenhäuser gab es in der Dorfstraße Nummer 13.
Auch das Haus des ehemaligen Lehnschulzen als größtes im Dorf (Familie Michaelis, Nr. 25), konnte gut restauriert und mit der entsprechenden Geschichte betrachtet werden. Lehnschulzen mussten ein Pferd halten und beritten zum Kriegsdienst erscheinen.
Bei der Besichtigung der Kirche konnte die Funktion eines "Ausgusses" an der Altarwand geklärt werden. Er diente zur Versickerung des geheiligten gebrauchten Weihwassers. Auch die wahre Geschichte von der Außenbesteigung des Kirchturms ohne Hilfsmittel (1939) durfte nicht fehlen.
Das jetzige Spritzenhaus wurde 1949 aus der ehemaligen "Bullen- oder Viehwaage" des Dorfes umgebaut. Danach ging es zum tierreichsten Haus im Dorf. Es liegt vor der ehemaligen Mühle am Dorfausgang an der Straße nach Luckenwalde.
1884 baute der ehemalige Hofschneider Gustav Winter dieses reich mit Tierköpfen (Jagdtrophäen) verzierte Gebäude. Er war nach Walderwerb auch Jagdpächter geworden.
Am Dorfrand entlang über den Mühlberg, jetzt auch Schweineberg genannt, ging es zum "Alexanderplatz". Dort steht mit Nr. 63 das wahrscheinlich älteste Haus des Dorfes. Es diente als Hirtenhaus. Der kleine Platz davor wurde einst im Rahmen des "Mach mit-Wettbewerbes" schön gestaltet und von Alexander Suckut in Ordnung gehalten und gepflegt. So entstand aus seinem Vornamen die dörfliche Ortsbezeichnung.
Vom Alexanderplatz ging es dann auf die Festmeile. Dort gab es für kleine und große Besucher Vieles zu entdecken und auszuprobieren.
Der Kunst- & Handwerkermarkt bot Schmiedekunst, Holzhandwerk und Bioprodukte. Bogenschießen, ein Schießkino und Kegelvergnügen durften nicht fehlen. Aber auch die Ausstellung von alten Landmaschinen sowie der illustrierten Dorfchronik waren einen Besuch wert.
Die Kinder hatten viel Abwechslung mit dem riesigen Spielschiff, Gokardfahren, Kinderschminken und Bastelspaß.
Großen Zuspruch fand das von jeder Familie mit hausgemachten Kuchen bestückte Büfett im Gemeindehaus.

Festgelände

Natürlich darf zu solchen Höhepunkten auch ein offizieller Teil nicht fehlen. Um 14.30 Uhr erfolgte die offizielle Begrüßung durch die Luckenwalder Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide. Sie würdigte das gemeinschaftliche Zusammenstehen in der Dorfgemeinschaft als Garant aller, auch zukünftigen, Erfolge:
"Jubiläen sind erst dann lebendig und geben uns über den Geburtstag hinweg etwas mit, wenn sie die Menschen im gemeinschaftlichen Erleben eines Festes näher zusammenbringen, also ein Stück Nachbarschaft gelebt und vertieft wird.
Frankenfelde hat in seinem Werdegang das Aufeinanderzugehen von Menschen und deren Zusammenhalt jetzt über 725 Jahre einüben können. Dafür haben schon die Schicksalsschläge gesorgt, die die Menschen bei Bränden, Raubritterüberfällen, Missernten, Krankheiten und Seuchen und während vieler Kriegs- und Nachkriegsjahre - angefangen mit dem 30-jährigen Krieg - aushalten mussten. Auch die umwälzenden Veränderungen technischer und sozialer Art - vor allem im Laufe des letzten Jahrhunderts - waren zu verkraften.
Das Dorf Frankenfelde hat sich trotz oder vielleicht sogar wegen dieser Krisen über Jahrhunderte behauptet. Das konnte nur gelingen, weil seine Bewohner eine echte Schutz- und Trutzgemeinschaft bildeten, aufeinander angewiesen waren und Verantwortung füreinander und damit für die dörfliche Gemeinschaft übernommen haben.
Wir können aber auch davon ausgehen, dass nicht nur Mühe und Arbeit das ländliche Leben geprägt haben, sondern die Menschen - damals wie heute - zu feiern wussten, was wiederum auch auf sehr viel angenehmere Art den Zusammenhalt stärkt.
Am heutigen Tag bin ich sicher, dass sich das Ortsjubiläum allen Frankenfeldern zum Mitmachen geöffnet hat: den Jungen und den Alten, den Zugezogenen und allen, die schon immer Frankenfelder waren und damit der Verwurzelung und dem Zusammengehörigkeitsgefühl sehr gedient hat."
Livemusik mit der Band "Ohne Filter" und das anschließende großartige Feuerwerk setzten den Glanzpunkt dieses Tages.
Ein zünftiger Frühschoppen mit musikalischer Umrahmung der Frankenfelder Parforce- und Jagdhornbläser und der Langenlipsdorfer Jagdhornbläser "Waldesruf" beendetet am Sonntag den Festreigen.

Weitere Bilder


Neubauernhof in Frankenfelde durch Umgestaltung des Spielplatzes entstanden

Neue Doppelschaukel

Im Zuge der Sanierung des Dorfkernes im Ortsteil Frankenfelde wurde auch ein von der Firma SIK-Holz ausgestatteter Kinderspielplatz angelegt.
Der in die Jahre gekommene Spielplatz wurde nun auf Anregung von Herrn Klaus-Peter Gust und Sven Petke verschönert und umgestaltet. Dabei wurde im Rahmen eines Ausbildungsprojektes des Unternehmens SIK-Holz die vorhandenen Spielhäuser um eine Spielhaus-Scheune ergänzt und stärker als Bauernhof angeordnet. Auch die liebevoll gestalteten Hoftiere erhielten einen frischen Farbanstrich und einen neuen "Weide"standort.Als neues Spielelement wurde eine Doppelschaukel aufgebaut.
Am 17. September 2009 übernahmen nun die jüngsten Frankenfelder mit viel Schwung den umgestalteten Bauernhof in die landwirtschaftliche Nutzung. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide dankte den Initiatoren für ihr Engagement beim Aufbau des "Neubauernhofes". Unternehmerische Initiative gepaart mit Landwirtschaft und Jugend bringen Schwung in das Dorfleben. Solch liebevoll gestalteten Spielplätze sind die beste Voraussetzung für eine "Dorferneuerung".


Ortsbeirat im Ortsteil Frankenfelde der Stadt Luckenwalde - Wahlperiode 2008 - 2014

David Merten, Susanne Schöpke und Hans Wiemann

Susanne Schöpke - Ortsvorsteherin

Hans Wiemann (r.)

David Merten


Ortsteil Frankenfelde vorgestellt

Dorfansicht mit Teich

Frankenfelde wurde 1285 erstmals namentlich erwähnt. Um 1450 betrieben die Bauern Schaf- und Bienenzucht und 30 Jahre später entwickelte sich der freie Handel, das Gewerbe und das Handwerk.1584 gab es im Dorf 34 Hauswirte und einen Pfarrer. 1813 wurde auch in Frankenfelde die Landwehr aufgeboten.
1911 erfolgte die Befestigung der Straße Frankenfelde - Luckenwalde.
1934 wurde die uniformierte Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen. Im Jahr 2004 wurde das 70-jährige Bestehen der FFw mit einem Fest gefeiert. In Frankenfelde bestimmt der Anger mit der paralell verlaufenden Bebauung und seinem Altbaumbestand die räumliche Identität des Ortes. Der fast vollständig erhaltene Scheunengürtel bildet die Grenze zwischen Dorf und Landschaft.

Dorfansicht mit Spielplatz

Umgeben ist die Gemeinde Frankenfelde von landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen. Der Anger wird im Norden und Süden jeweils durch ein querstehendes Wohngebäude begrenzt. Diese Gebäude stellen den Abschluss des historischen Dorfbereiches dar. Prägend für ein Straßenangerdorf wie Frankenfelde ist der Dorfteich, umgeben von altem Baumbestand. Unter dem Motto „Spielen auf dem Bauernhof“ entstand ein neuer Spielplatz . Eine 100 qm große Spielsandfläche bildet den „Hof“ mit Bauernhaus, Stall, Traktor und Hühnerhof – Pferdekoppel mit Schwingpferden und eine mit Staketenzaun eingerahmte Weide mit Kuh und Kälbchen komplettieren die Szenerie.

Dorfansicht neue Einfamilienhäuser

Einmal jährlich finden sich Jung und Alt, Groß und Klein auf dem Anger zum Dorffest zusammen. Heute leben im Ortsteil Frankenfelde 329 (Dezember 2010) Einwohner. In den letzten Jahren entstanden neue Einfamilienhäuser rund um den Ort.
Einen Friseur, kosmetische Fußpflege, Fingernagelmodelage und eine Tagespflegestelle für Kinder bis 6 Jahre findet der Bewohner vor Ort.
Ferner gibt es in Frankenfelde eine Tierpension, bei der auch Jungpferde bzw. Reiter ausgebildet und unterrichtet werden.


Chronik des Ortsteils Frankenfelde

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Stadt Luckenwalde aktualisiert: 28.02.2012

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