Maßnahmen

"Den Kindern zur Freude, dem Handwerk zur Ehre,
sei dieses Haus geweiht, es steht fest für alle Zeit!"
Richtfest der Kita Burg

Gäste beim Richtfest

"Mark Twain hat geschrieben: Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet. Wir in Luckenwalde experimentieren gerne." Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide zum Richtfest der Kita Burg am 21. Oktober 2011. Die Kinder der Kita hätten mit dem vorangegangenen Unterhaltungsprogramm aus Gesang und Tanz bereits den Grund für diese Experimentierfreude gezeigt. "Ein Blick auf die kleinen Burgherrinnen und -herren und es ist klar, warum wir das hier machen." Es sei beeindruckend, was die Mädchen und Jungen schon auf einer Baustelle zustande bringen. Nach der Fertigstellung werde die Kita Burg ein "Vorzeigebeispiel in Sachen Energieeffizienz" sein und gleichzeitig neue Möglichkeiten des Lernens und Spielens bieten. Nur wenig werde beim Alten bleiben. Frau Herzog-von der Heide dankte allen beteiligten Planern und Handwerksfirmen, sowie den Fördermittelgebern, die den Umbau ermöglicht hatten. Experimentierfreude bedeute für sie nicht, den Ideen freien Lauf zu lassen, Spaß zu haben und zu sehen, was am Ende dabei herauskomme. Stattdessen habe man bei der Planung der Kita Burg gute Ideen mit hoher fachlicher Kompetenz und Weitblick überprüft. Früher habe das Gebäude der Kita deren Namen optisch Rechnung getragen. Der Plattenbau sei sicher, abgeschlossen und introvertiert gewesen. Auch die neue Kita Burg solle Geborgenheit bieten, sich aber öffnen und Licht und Sonne hinein lassen. Nach Fertigstellung soll das Gebäude "ein Anker und Anziehungspunkt im Quartier Burg für alle Altersgruppen" darstellen. Das Richtfest mache schon jetzt Vorfreude auf die Eröffnung, die mit einem großen Kiezfest gefeiert wird.

Blick auf die Richtfestgäste

Rainer Bretschneider, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, freute sich, den Zwischenstand der Bauarbeiten begutachten zu können. Die Kita Burg zeige, dass man aus älteren Gebäuden etwas funktionales Neues schaffen könne, was gleichzeitig modernen Ansprüchen genüge und energetisch sinnvoll sei. "Das ist unsere Zukunft.", sagte er mit einem Blick auf die anwesenden Kinder der Kitas Burg und Vier Jahreszeiten. "Wir wollen unsere Städte mit Leben erfüllen. Wo könnte man das Geld dann besser anlegen?" Er bedankte sich bei den Luckenwalder Stadtverordneten und allen anderen, die den Umbau der Kita Burg möglich gemacht haben. Ideen dieser Größe seien nur durch Zusammenarbeit von Land, Bund und Kommunen umsetzbar.

Richtkrone

Steffen Große, Geschäftsführer des Regionalverbandes Fläming-Elster der Volkssolidarität LVB e. V., dem Träger der Kita Burg, bedankte sich im Namen aller Kinder, Eltern, Erzieher, Mitarbeiter und Anwohner. Er erinnerte sich an die ersten Treffen zur Planung des neuen Gebäudes. Damals sei er aus dem Staunen gar nicht mehr heraus gekommen. Die Freude auf die neue Kita sei schon jetzt groß.
Noch mehr Begeisterung kam auf als Marieluise Handrup und Gundula Schweizer von der Stadtumbaubeauftragten BIG-Städtebau GmbH versprachen, den Kindern ein Spielgerät zur Eröffnung zu schenken. Um herauszufinden, wie die Schaukel, Rutsche oder das Klettergerüst aussehen soll, wird die Kita einen Malwettbewerb veranstalten.

Kita-Kinder mit ihrem Programm

Das Gebäude der Kita Burg wurde 1985 errichtet und wird nun dank etlicher Fördergelder umgestaltet und energetisch saniert. Der neuentstandene Bau soll für 320 Kinder Platz bieten und wesentlich geringere Betriebskosten verursachen. Der Energiebedarf wird um rund 70 Prozent und der CO2-Ausstoß um etwa 80 Prozent gesenkt. Der Umbau der größten Luckenwalder Kita war 2008 Impulsprojekt des Modellvorhabens im Rahmen des Forschungsfeldes "Energetische Stadterneuerung".


KITA Burg - geplante energetische Sanierung nimmt Gestalt an

Baustand Kita Burg

Sanierung der Kita Burg geht voran (27.09.2011)
Schritt für Schritt geht die energetische Sanierung der Kita Burg voran. Ende September wurde mit der Gestaltung der Außenanlagen begonnen. Zunächst ist dort einiges an Freistellungsarbeit zu leisten, bevor der Wegebau und die Asphaltarbeiten beginnen können. Bislang sehen große Teile der knapp 5.000 Quadratmeter Bearbeitungsfläche noch wie ein Dschungel aus. Als eine der ersten Maßnahmen soll dann der Zaun errichtet werden.
Seit 26. September 2011 kann das Kleinspielfeld im hinteren Teil der Außenanlagen nicht mehr genutzt werden. Es befindet sich im Baustellenbereich und darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden.

Kitabau-Fortschritt

Große Fortschritte an der Kita Burg

Mit großen Schritten schreitet die Sanierung der Kita Burg voran. In der elften Kalenderwoche haben die Bauarbeiter begonnen, den Zwischentrakt des Gebäudes abzureißen. Als nächstes wird dann der Küchenkomplex weichen. Ein weiterer Schritt ist die Demontage der Heizungsrohre im Kriechkeller. Schwierig wird das für die durchführende Firma Mölter aus Luckenwalde wegen der niedrigen Decken im Keller und der Dämmstoffe der Rohre. Weil diese als Gefahrstoff eingestuft wurden, müssen die Arbeiten mit Schutzanzügen und Atemschutz durchgeführt werden. Mit der Errichtung des Neubaus wird planmäßig nach Ostern begonnen.

Foto: Der Kran hebt eine Außenwand des Zwischentraktes an und setzt sie neben dem Gebäude ab.

Bautagebuch
- Straßensperrung seit 31.01.2011
- Stellung Bauzaun ab 01.02.2011
- Beginn der Abbrucharbeiten innen (Trennung Heizung, Saniär und Elektro) ab 31.01.2011
- Stellung der Container für Bauleitung und der Sanitärcontainer ab 03.02.2011
- Abbruch nichttragende Innenwände, Türen, Bodenbeläge in der Woche ab 07.02.2011
- Abbrucharbeiten Bereich Küche und Verbindungbau ab 14.02.2011
Bauvorbereitung Kita Burg (17.01.2011)

Sanierung der Kita Burg kann beginnen
Am Burgwall werden bereits die ersten Vorkehrungen getroffen, damit die energetische Sanierung der Kita Burg bald beginnen kann. Seit dem 10. Januar 2011 wurden bereits Bäume gefällt, um die Baufeldfreigabe zu gewährleisten.
Ab dem 31. Januar 2011 bis voraussichtlich 31. Juli 2012 bleibt wegen den Bauarbeiten ein Teil der Straße „Am Burgwall“ voll gesperrt. Es handelt sich aber nur um den Straßenabschnitt genau vor dem Vordereingang der Kita Burg. Die Zufahrten zu Kaufland und den Wohngebieten bleiben weiter befahrbar. Die Bushaltestelle „Am Burgwall“ wird um einige Meter in Richtung Salzufler Allee verlegt. Die Glascontainer vor der Kita Burg sind während dieser Zeit ebenfalls nicht zugänglich. Stattdessen können die Container am Markt und im Heinrichsweg genutzt werden.

Lageplan

Nachdem Infrastrukturministerin Jutta Lieske am 21.12.2009 die ersten Förderbescheide aus dem Investitionspakt 2009 auch an Luckenwalde übergeben hatte, stellte die Stadt den Entwurf der Sanierungskonzeption energetische Sanierung "KITA Burg" in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt am 02. Februar 2010 erstmals öffentlich vor. Die Stadt erhielt im Dezember 2009 einen Förderbescheid für die energetische Sanierung der KITA "Burg" am Burgwall 15. Die umfassende Sanierung wird mit einer Million Euro gefördert.
Das Vorhaben wird in der entsprechenden Beschlussvorlage begründet:
"Die KITA ‚Burg', als größte Kindertagesstätte Luckenwaldes befindet sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Insbesondere die Fassaden mit den verschlissenen Fenstern und Türen, aber auch die technische Infrastruktur und die innere Erschließung des Gebäudes entsprechen nicht den Anforderungen an eine moderne Kindertagesstätte.
Der bauliche Zustand des Gebäudes und der daraus resultierende hohe Energieverbrauch machen eine umfassende Sanierung der Bausubstanz in Zusammenhang mit einer deutlichen Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten erforderlich.
Zur Umsetzung des ambitionierten pädagogischen Konzeptes in einer Verbindung von Natur und Technik sowie dem Anspruch einer verbesserten Multifunktionalität des Gebäudes wurde durch das IGEL-Institut der Fachhochschule Wismar in enger Abstimmung mit der Volkssolidarität und der Stadt die Sanierung der KITA geplant.
Kern des Konzeptes ist die Herausbildung eines großen, transparenten Atriums als Gartenhof mit Funktion einer Zwischenklimazone, welches sowohl energetisch-klimatische Wirkungen, als auch eine deutliche Verbesserung der Spiel- und Betreuungsmöglichkeiten ermöglicht.

Modellansicht 2

Durch das Einstellen eines verbindenden Neubauteiles wird die innere Erschließung des Gebäudes deutlich verbessert und die Multifunktionalität erreicht. Die außenliegenden Fassaden werden hoch gedämmt und durch neue Fenster die Energieverluste deutlich reduziert.
Aufgrund des Modellcharakters des Vorhabens sowie der Einbindung in den gesamtstädtischen Kontext einer Aufwertungsstrategie mit dem Fokus des Klimaschutzes wurde das Vorhaben als Impulsprojekt für das ExWoSt -Forschungsfeld ‚Energetischer Stadtumbau' in Luckenwalde vom Bundesministerium und vom Land Brandenburg ausgewählt. Es erfolgt eine Ergänzungsförderung aus dem Programm Stadtumbau Ost, RSI sowie Stadtumbau Ost, Aufwertung. Aufgrund des besonderen Landesinteresses wurden die o.g. Förderungskonditionen abgestimmt und mit Förderbescheiden untersetzt.
Die KITA ‚Burg' wird auch nach Sanierung mit einer Kapazität von ca. 280 Kindern durch den Betreiber "Volkssolidarität" betrieben. Im Rahmen der Sanierung wird eine Erweiterung für die Mehrfachnutzung, insbesondere für generationenübergreifende Nutzung der Räumlichkeiten vorgenommen. Die geplanten Investitionen sind einerseits für die Sicherung der Einrichtung, andererseits aber auch für eine deutliche Verbesserung der Qualität der Betreuung zwingend erforderlich."


"Stadtentwicklung in Luckenwalde ist erfolgreich - weitere 4,1 Millionen Euro bis 2012"

Fördermittelübergabe vor der Kita Burg

Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider überbrachte am 19. September 2008 in Luckenwalde Förderbescheide aus den Programmen "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen", Stadtumbau und "Aktive Stadtzentren". Damit stehen weitere 4,1 Millionen Euro bis 2012 zur Verfügung. Seit 1991 wurde die Stadtentwicklung/Stadterneuerung einschließlich der EU-Mittel des Programms URBAN II mit rund 41 Millionen Euro unterstützt.
Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider sagte bei der Übergabe der Förderbescheide an die Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, dass Luckenwalde als einzige brandenburgische und mit Abstand kleinste unter den zwölf deutschen Städten, die aus dem EU-Programm "URBAN II" (2000 bis 2006) gefördert wurden, die Riesenchance zur Verbesserung der Lebensverhältnisse gut genutzt habe. "Das ist überall im Stadtbild zu sehen. Nun gilt es diese positive Entwicklung zu stabilisieren und fortzusetzen. Deshalb wird die Stadt in das neue Programm "Aktive Stadtzentren" aufgenommen und wir stellen insgesamt 4,1 Millionen Euro Städtebaufördermittel zur Verfügung.", so Bretschneider.
Im Programm "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" werden 300.000 Euro bewilligt. Es stehen für die Sanierungsgebiete Innenstadt, Petrikirchplatz und Zentrum je 100.000 Euro zur Verfügung. Im Mittelpunkt der Sanierung steht die Erneuerung des öffentlichen Raumes.
Der Schwerpunkt der zukünftigen Entwicklung wird in den Sanierungsgebieten Innenstadt und Zentrum liegen. Hier werden auch Mittel aus dem neuen Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" eingesetzt. Das Programm wurde 2008 erstmals vom Bund aufgelegt, um gezielt die Innenstädte zu stabilisieren und in ihrer Funktion zu stärken sowie die Stadtstrukturen den heutigen Nutzungsanforderungen anzupassen. Das Ziel der Förderung ist die Erhaltung und Entwicklung der Innenstädte als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Luckenwalde erhält hierfür 503.000 Euro.
Im Programm "Stadtumbau-Ost, Rückbau" werden 100.000 Euro für den Abriss von weiteren Wohnungen bewilligt. Bis 2010 sollen 955 Wohnungen abgerissen werden. Bisher wurden 803 Wohnungen zurückgebaut.

Sanierungsvorhaben
Im Teilprogramm "Rückführung der städtischen Infrastruktur" konnte die Leiterin der Kita "Burg" der Volkssolidarität, Gerlinde Schnittker (r.), 1,5 Millionen Euro für die energetische Sanierung und Erweiterung der Kita - mit der Einrichtung einer integrierten Ganztagsbetreuung als Modellvorhaben - entgegen nehmen. Die Einrichtung mit 282 Kindern wird während der Baumaßnahmen ausziehen, auch um einen zügigen Bauablauf zu sichern.
Neben der Hüllensanierung wird auch der Mittelteil des Gebäudekomplexes ein vollkommen neues Aussehen erhalten. Hier die Vorentwurfsansicht.
Wie der Leiter des Stadtplanungsamtes Peter Mann (l.) betonte, gehen 2/3 der Fördermittel in das Wohngebiet Burg. Hier sollen 1/3 der Wohnungen barrierefrei umgebaut werden.
Im Programmteil "Stadtumbau-Ost, Aufwertung" werden 1,7 Millionen Euro bewilligt. Die Fördermittel sollen für die Sanierung von Wohngebäuden in Kombination mit der Wohnraumförderung, z. B. im Gründerzeit-Viertel Dahmer Straße, eingesetzt werden. Außerdem ist die weitere Sanierung im öffentlichen Straßenraum vorgesehen.


Im Auftrag des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung eine Datenbank "Werkstatt-Stadt" für innovative Projekte im Städtebau veröffentlicht."Werkstatt-Stadt" informiert über Projekte, die noch nicht verbreitete Selbstverständlichkeit in der städtebaulichen Praxis sind.
Das Projekt Luckenwalde-Innenstadt "Zwischennutzung einer Baulücke" ist in dieser Datenbank aufgenommen und veröffentlicht worden.

Zwischennutzung einer Baulücke - Breite Straße 12/13


Stadtplanungsamt Ansprechpartner

Stadtumbauträger
BIG-STÄDTEBAU GmbH
Fr. Handrup / Hr. Esch
Büro bei der Stadt Luckenwalde
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Regionalbüro Berlin
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Fax. 03371 / 672-282
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030 / 21 23 379-0
030 / 21 23 379 20
E-Mail: berlin@big-bau.de


Stadt Luckenwalde aktualisiert: 26.10.2011

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