Maßnahmen

KITA Burg - geplante energetische Sanierung nimmt Gestalt an

Modellansicht 1

Nachdem Infrastrukturministerin Jutta Lieske am 21.12.2009 die ersten Förderbescheide aus dem Investitionspakt 2009 auch an Luckenwalde übergeben hatte, stellte die Stadt den Entwurf der Sanierungskonzeption energetische Sanierung "KITA Burg" in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt am 02. Februar 2010 erstmals öffentlich vor. Die Stadt erhielt im Dezember 2009 einen Förderbescheid für die energetische Sanierung der KITA "Burg" am Burgwall 15. Die umfassende Sanierung wird mit einer Million Euro gefördert.
Das Vorhaben wird in der entsprechenden Beschlussvorlage begründet:
"Die KITA ‚Burg', als größte Kindertagesstätte Luckenwaldes befindet sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Insbesondere die Fassaden mit den verschlissenen Fenstern und Türen, aber auch die technische Infrastruktur und die innere Erschließung des Gebäudes entsprechen nicht den Anforderungen an eine moderne Kindertagesstätte.
Der bauliche Zustand des Gebäudes und der daraus resultierende hohe Energieverbrauch machen eine umfassende Sanierung der Bausubstanz in Zusammenhang mit einer deutlichen Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten erforderlich.
Zur Umsetzung des ambitionierten pädagogischen Konzeptes in einer Verbindung von Natur und Technik sowie dem Anspruch einer verbesserten Multifunktionalität des Gebäudes wurde durch das IGEL-Institut der Fachhochschule Wismar in enger Abstimmung mit der Volkssolidarität und der Stadt die Sanierung der KITA geplant.
Kern des Konzeptes ist die Herausbildung eines großen, transparenten Atriums als Gartenhof mit Funktion einer Zwischenklimazone, welches sowohl energetisch-klimatische Wirkungen, als auch eine deutliche Verbesserung der Spiel- und Betreuungsmöglichkeiten ermöglicht.

Modellansicht 2

Durch das Einstellen eines verbindenden Neubauteiles wird die innere Erschließung des Gebäudes deutlich verbessert und die Multifunktionalität erreicht. Die außenliegenden Fassaden werden hoch gedämmt und durch neue Fenster die Energieverluste deutlich reduziert.
Aufgrund des Modellcharakters des Vorhabens sowie der Einbindung in den gesamtstädtischen Kontext einer Aufwertungsstrategie mit dem Fokus des Klimaschutzes wurde das Vorhaben als Impulsprojekt für das ExWoSt -Forschungsfeld ‚Energetischer Stadtumbau' in Luckenwalde vom Bundesministerium und vom Land Brandenburg ausgewählt. Es erfolgt eine Ergänzungsförderung aus dem Programm Stadtumbau Ost, RSI sowie Stadtumbau Ost, Aufwertung. Aufgrund des besonderen Landesinteresses wurden die o.g. Förderungskonditionen abgestimmt und mit Förderbescheiden untersetzt.
Die KITA ‚Burg' wird auch nach Sanierung mit einer Kapazität von ca. 280 Kindern durch den Betreiber "Volkssolidarität" betrieben. Im Rahmen der Sanierung wird eine Erweiterung für die Mehrfachnutzung, insbesondere für generationenübergreifende Nutzung der Räumlichkeiten vorgenommen. Die geplanten Investitionen sind einerseits für die Sicherung der Einrichtung, andererseits aber auch für eine deutliche Verbesserung der Qualität der Betreuung zwingend erforderlich."


"Stadtentwicklung in Luckenwalde ist erfolgreich - weitere 4,1 Millionen Euro bis 2012"

Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider überbrachte am 19. September 2008 in Luckenwalde Förderbescheide aus den Programmen "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen", Stadtumbau und "Aktive Stadtzentren". Damit stehen weitere 4,1 Millionen Euro bis 2012 zur Verfügung. Seit 1991 wurde die Stadtentwicklung/Stadterneuerung einschließlich der EU-Mittel des Programms URBAN II mit rund 41 Millionen Euro unterstützt.
Infrastrukturstaatssekretär Rainer Bretschneider sagte bei der Übergabe der Förderbescheide an die Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, dass Luckenwalde als einzige brandenburgische und mit Abstand kleinste unter den zwölf deutschen Städten, die aus dem EU-Programm "URBAN II" (2000 bis 2006) gefördert wurden, die Riesenchance zur Verbesserung der Lebensverhältnisse gut genutzt habe. "Das ist überall im Stadtbild zu sehen. Nun gilt es diese positive Entwicklung zu stabilisieren und fortzusetzen. Deshalb wird die Stadt in das neue Programm "Aktive Stadtzentren" aufgenommen und wir stellen insgesamt 4,1 Millionen Euro Städtebaufördermittel zur Verfügung.", so Bretschneider.
Im Programm "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" werden 300.000 Euro bewilligt. Es stehen für die Sanierungsgebiete Innenstadt, Petrikirchplatz und Zentrum je 100.000 Euro zur Verfügung. Im Mittelpunkt der Sanierung steht die Erneuerung des öffentlichen Raumes.
Der Schwerpunkt der zukünftigen Entwicklung wird in den Sanierungsgebieten Innenstadt und Zentrum liegen. Hier werden auch Mittel aus dem neuen Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" eingesetzt. Das Programm wurde 2008 erstmals vom Bund aufgelegt, um gezielt die Innenstädte zu stabilisieren und in ihrer Funktion zu stärken sowie die Stadtstrukturen den heutigen Nutzungsanforderungen anzupassen. Das Ziel der Förderung ist die Erhaltung und Entwicklung der Innenstädte als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Luckenwalde erhält hierfür 503.000 Euro.
Im Programm "Stadtumbau-Ost, Rückbau" werden 100.000 Euro für den Abriss von weiteren Wohnungen bewilligt. Bis 2010 sollen 955 Wohnungen abgerissen werden. Bisher wurden 803 Wohnungen zurückgebaut.
Im Teilprogramm "Rückführung der städtischen Infrastruktur" konnte die Leiterin der Kita "Burg" der Volkssolidarität, Gerlinde Schnittker (r.), 1,5 Millionen Euro für die energetische Sanierung und Erweiterung der Kita - mit der Einrichtung einer integrierten Ganztagsbetreuung als Modellvorhaben - entgegen nehmen. Die Einrichtung mit 282 Kindern wird während der Baumaßnahmen ausziehen, auch um einen zügigen Bauablauf zu sichern.
Neben der Hüllensanierung wird auch der Mittelteil des Gebäudekomplexes ein vollkommen neues Aussehen erhalten. Hier die Vorentwurfsansicht.


Wie der Leiter des Stadtplanungsamtes Peter Mann (l.) betonte, gehen 2/3 der Fördermittel in das Wohngebiet Burg. Hier sollen 1/3 der Wohnungen barrierefrei umgebaut werden.
Im Programmteil "Stadtumbau-Ost, Aufwertung" werden 1,7 Millionen Euro bewilligt. Die Fördermittel sollen für die Sanierung von Wohngebäuden in Kombination mit der Wohnraumförderung, z. B. im Gründerzeit-Viertel Dahmer Straße, eingesetzt werden. Außerdem ist die weitere Sanierung im öffentlichen Straßenraum vorgesehen.


Im Auftrag des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung eine Datenbank "Werkstatt-Stadt" für innovative Projekte im Städtebau veröffentlicht."Werkstatt-Stadt" informiert über Projekte, die noch nicht verbreitete Selbstverständlichkeit in der städtebaulichen Praxis sind.
Das Projekt Luckenwalde-Innenstadt "Zwischennutzung einer Baulücke" ist in dieser Datenbank aufgenommen und veröffentlicht worden.

Zwischennutzung einer Baulücke - Breite Straße 12/13


Fördermittelübergabe vor der Kita Burg












































Sanierungsvorhaben      

 

Stadtplanungsamt Ansprechpartner

Stadtumbauträger
BIG-STÄDTEBAU Mecklenburg-Vorpommern
Fr. Handrup / Hr. Esch
Büro bei der Stadt Luckenwalde
Markt 10  
Regionalbüro Potsdam
Mangerstraße 29

Tel.  03371 / 672-354
Fax. 03371 / 672-282
14467 Potsdam
0331 / 2012 18 01
0331 / 2007 79 50
E-Mail: potsdam@big-bau.de


Stadt Luckenwalde aktualisiert: 16.02.2010

zurück zur Homepage der Stadt Luckenwalde