An praktischen Beispielen lernen - das können Architekturstudenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Im Rahmen des Studienfachs Entwerfen und Gebäudelehre verbrachten sie den 19. März 2012 in unserer Stadt, um vor Ort alles über Stadtplanung und besondere Gebäude in Luckenwalde zu erfahren. Zuerst führte Architektin Katharina Feldhusen die knapp 40 Studenten durch die städtebaupreisprämierte Bibliothek im Bahnhof. Anschließend wurden sie von Ekkehard Buß und Torsten Dutschke, Mitarbeitern des Stadtplanungsamtes, im Sitzungssaal des Rathauses empfangen. Herr Buß stellte den Gästen die Stadt Luckenwalde vor. Er thematisierte die Bevölkerungsentwicklung, den Leerstand und die sich daraus ergebende Strategie der Stadtplanung: Stärkung des Zentrums, Mut zur Lücke und den langfristigen Rückbau in den äußeren Stadtrandlagen. Der prägendste Zeitabschnitt für die Architektur der Stadt waren die zwanziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts. Nach dieser theoretischen Einführung wurde Luckenwalde bei einem Stadtrundgang erkundet. Mit der ehemaligen Hutfabrik bot die Stadt den Gästen ein Stück weltbekannte Architekturgeschichte. |
Prof. Angela Mensing-de Jong hatte den Studenten die Aufgabe gestellt, in Gruppenarbeit ein konkretes Projekt in Luckenwalde zu planen und zu entwerfen. Das Untersuchungsgebiet umschließt den Bereich Busse-, Ziegel- und Käthe-Kollwitz-Straße. Möglich wäre also z. B. die Nutzung des ehemaligen Kontaktkaufhauses, der Steinschule oder den Bereich Käthe-Kollwitz-Straße 1 zu planen, durch den die Anbindung der Fläming-Skate führen soll. Während die Studenten den Vorteil haben, an realen Projekten zu lernen und sich auszuprobieren, ist das Stadtplanungsamt der Stadt Luckenwalde gespannt auf die frischen Ideen der angehenden Architekten. |
In einer Ausstellung wurden die Wettbewerbsergebnisse zum Neubau einer Feuerwache
am Standort Dessauer Straße vom 13. bis 19. Januar 2012 der
Öffentlichkeit präsentiert. Foto: Prof. Heinz Nagler (r.) von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und Vorsitzender des Preisgerichts gab Erläuterungen zu den Siegerentwürfen. |
Aus insgesamt 14 Wettbewerbsarbeiten gingen vier Preisträger hervor. Die neunköpfige Jury um Prof. Nagler ermittelte am 9. Dezember 2011 in einer zehnstündigen Preisgerichtssitzung die Siegerentwürfe. Ausschlaggebend für die Ergebnisermittlung waren die architektonischen und funktionalen Qualitäten des künftigen Gebäudes der Feuerwache.
Zu den Preisträgern gehören: Foto: Leiter der Feuerwache, Michael Schuhmacher-Gutzke, im Gespräch mit den Gewinnern des Wettbewerbs. |
| 1. Preis Pussert Kosch Architekten, 01324 Dresden | |
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| Das Gebäude behauptet sich eigenständig und selbstbewusst im Stadtraum. Die mittige Anordnung des Gebäudes auf dem Grundstück schafft Platz nach allen Seiten und vermeidet eine Einengung an der Dessauer Straße. Das Erscheinungsbild ist das einer Feuerwehr und fügt sich in seiner Architektur gut in die Gesamtentwicklung des westlichen Bahnhofsumfeldes ein. Die Architektur ist einheitlich und abwechslungsreich zugleich: Durchgehende Gestaltelemente - die roten Fassadenbänder - halten die einzelnen Bauteile zusammen. Unterschiedliche Höhen der Bauteile und Fassadenöffnungen erzeugen einen markanten und interessanten Gesamteindruck. Die Werthaltigkeit in der Kombination der Fassadenmaterialen wird jedoch kritisch hinterfragt. Durch die kompakte Bauweise ergeben sich gute Voraussetzungen für eine energieeffiziente Ausführung und Betreibung. Die Funktionsbereiche sind klar gegliedert und die Funktionsabläufe gut organisiert. Klar getrennt ist die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge von den anrückenden Einsatzkräften. | |
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| 2. Preis kplan AG, 93326 Abensberg | |
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| Der Entwurf präsentiert sich als kompakter kubischer
Baukörper, der sich als Solitär selbstbewusst von der umgebenden
Bebauung absetzt. Er besticht durch eine klar gegliederte, einfache und kubische
Grundform und ist damit eine angemessene Gestalt, die dem technischen Charakter
einer Feuerwache entspricht. Der abgesetzte Übungsturm steht zeichenhaft
als vertikale Dominante im spannenden Kontrast zu dem horizontal ausgerichteten
Hauptgebäude. Der auf der Ostseite angelegte Haupteingang überzeugt
wenig, weil er eher als Hintereingang empfunden wird. Optimierungswürdig
erscheint auch die Fassade im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch und die
gewählte Farbigkeit. Die Funktionalität des Grundrisses ist sehr schlüssig. Überzeugend ist die kreuzungsfreie Lösung der Wegebeziehungen. Das kompakte Gebäude birgt gute Chancen zur Umsetzung eines energieeffizienten und nachhaltigen Konzepts. |
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| 3. Preis Kauffmann, Theilig & Partner, 73760 Ostfildern | |
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| Die städtebauliche Figur ist mutig und klar. Mit einer eindeutigen Formensprache wird auf die städtebauliche Ordnung, den Hermann-Henschel-Weg, reagiert. Das Gebäude fügt sich dadurch trotz seiner Höhe gut in seine Umgebung ein. Dem Wunsch der Stadt nach einem auffallenden signifikanten Gebäude wird entsprochen. Die Ablesbarkeit der Funktion ist von der Dessauer Straße her gegeben. Aus der Entscheidung alle Funktionen auf einem Grundstück zu realisieren wird die innere Organisation entwickelt und klar durchgearbeitet. Die geplante Unterschreitung der EnEV um 20 % wird positiv gesehen und muss in der weiteren Durcharbeitung nachgewiesen werden. Die Funktionszusammenhänge sind gut abgebildet. Durch die Mehrgeschossigkeit gibt es in einem Alarmfall zum Teil ungünstig lange Zuwegungssituationen. Die Vielzahl der Ebenen unterbricht die gewünschte innere Kommunikation. Die Kreuzungsfreiheit der Wegebeziehungen ist nur teilweise gegeben. | |
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| 4. Preis Coido architects, 22767 Hamburg | |
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| Das Gebäude besteht aus einer Addition von Elementen, die einerseits die Straßenflucht aufnehmen und andererseits zurückspringen und so Hofräume schaffen. Die Verfasser reagieren damit innovativ auf die vorhandene städtebauliche Situation. Die Verfasser wählen eine klare Formensprache. Das Gebäude erscheint sachlich aber durchaus selbstbewusst. Es ist ein gut gefügter Baukörper mit klaren Strukturen entstanden, der im Zusammenhang mit dem Übungsturm nur bedingt die Typologie einer Feuerwache erkennen lässt. Der Haupteingang wird durch die Vorplatzsituation einladend gestaltet und durch eine großzügige und angemessene Foyergestaltung unterstützt. Die Funktionsbereiche sind gut gegliedert, klar voneinander getrennt und auf kurzen Wegen zu erreichen. Für die Fassadengestaltung werden hochwertige Materialien eingesetzt, die Langlebigkeit versprechen. Aus der gewählten Erschließung von Fahrzeug- und Fußgängerverkehr entstehen Konfliktsituationen. Das vorliegende Energiekonzept zeigt anspruchsvolle Ziele auf, die umsetzbar sind. | |
Am 9. Dezember 2011 hat das neunköpfige Preisgericht unter Leitung von
Herrn Prof. Heinz Nagler aus Cottbus in einer 10-stündigen Sitzung die
Preisträger des Realisierungswettbewerbs - Neubau einer Feuerwache in
Luckenwalde - ermittelt. Das Preisgericht wurde dabei von 7
Sachverständigen, darunter Experten des Brand- und Katastrophenschutzes
sowie der Feuerwehrunfallkasse, unterstützt.
Von den in einem europaweit ausgeschriebenen VOF-Verfahren ausgewählten
11 und 4 von der Stadt Luckenwalde vorab gesetzten Wettbewerbsteilnehmern
haben insgesamt 14 Teilnehmer Wettbewerbsarbeiten eingereicht. Alle 14
Wettbewerbsarbeiten erfüllten die Anforderungen der Auslobung. Die mit
der Vorprüfung der Wettbewerbsarbeiten beauftragte DSK GmbH & Co.
KG empfahl dem Preisgericht deshalb, alle Wettbewerbsarbeiten zum Verfahren
zu zulassen. Dieser Empfehlung folgte das Preisgericht. Nach 2
Wertungsrundgängen des Preisgerichtes kamen 4 Wettbewerbsarbeiten in
die engere Wahl. In Würdigung der Qualität der in die engere Wahl
gekommenen Wettbewerbsarbeiten hat das Preisgericht einstimmig entschieden,
4 Preise zu vergeben. Die Preise wurden nach einer ausgiebigen Diskussion
über die architektonischen und funktionalen Qualitäten der in die
engere Wahl gekommenen 4 Wettbewerbsarbeiten wie folgt vom Preisgericht
beschlossen:
1. Preis Pussert Kosch Architekten, 01324 Dresden
2. Preis kplan AG, 93326 Abensberg
3. Preis Kauffmann, Theilig & Partner, 73760 Ostfildern
4. Preis Coido architects, 22767 Hamburg.
Am 11.08.2011 erfolgte unter Aufsicht der Notarin Frau Dr. Katrin
Brose-Preuß aus Zossen in Ihren Geschäftsräumen in Ludwigsfelde
die Auslosung der Teilnehmer des europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs
zum Neubau der Feuerwehr in Luckenwalde. 273 Interessenten, darunter u. a.
aus Österreich, Luxemburg und Frankreich, hatten die Bewerbungsunterlagen
angefordert. Bis einschließlich zum 11.08.2011 sind insgesamt 160
Bewerbungen eingereicht worden. Davon erfüllten 110 Bewerbungen die
Anforderungen der Ausschreibung und waren fristgerecht bis zum 8.08.2011
um 12.00 Uhr eingegangen. Da dieses erwartungsgemäß mehr als die
10 Bewerbungen waren, kam das Losverfahren zur Auswahl der Wettbewerbsteilnehmer
zur Anwendung. Gemäß vorgesehenem Verfahren wurden dazu 2
Lostöpfe gebildet, Lostopf A mit den Bewerbungen der erfahrenen Büros
und Lostopf B mit den Bewerbungen der jungen Büros (den Architekten,
deren Eintragung in die Listen der Architektenkammer nicht länger als
5 Jahre zurück liegt und die nicht älter als 40 Jahre sind). (Mit
dieser Festlegung soll sichergestellt werden, das auch noch nicht über
langjährige Erfahrungen und größere Büros verfügende
Architekten eine Chance zur Wettbewerbsteilnahme bekommen.) "Glücksfee", das heißt eigentlich "Glücksfeuerwehrmann", war der Ehrenstadtbrandmeister der Stadt Luckenwalde, Herr Harald Groke (Foto) (hauptamtlicher Berufsfeuerwehrmann und Schichtführer der A-Schicht der Luckenwalder Feuerwehr), der die Ziehung der Wettbewerbsteilnehmer vornahm. Aus dem Lostopf A wurden 9 Teilnehmer und 2 Nachrücker und aus dem Lostopf B 2 Teilnehmer und 1 Nachrücker gezogen. Folgende Teilnehmer wurden in der genannten Reihenfolge ausgelost:
Lostopf A
Lostopf B Unter der Voraussetzung, dass die v. g. ausgelosten Wettbewerbsteilnehmer bzw. ggf. die nominierten Nachrücker, ihre Teilnahme bestätigen, werden diese zusammen mit den von der Stadt Luckenwalde bereits gesetzten 4 Architekturbüros
1. BauTec Bauplanung und Beratung GmbH, 57299 Burbach-Holzhausen am Wettbewerb teilnehmen.
Nach Vorliegen, der von allen Teilnehmern erbetenen Teilnahmebestätigung,
werden dann die insgesamt 15 Wettbewerbsteilnehmer Ende August feststehen. |
Die Stadt Luckenwalde hat einen Realisierungswettbewerb zum Neubau einer
Feuerwache an der Dessauer Straße europaweit ausgeschrieben. Der Wettbewerb
wird als nichtoffener Wettbewerb mit 15 Teilnehmern durchgeführt. Im
Vorfeld hat die Stadt Luckenwalde 5 Teilnehmer ausgewählt, die direkt
eingeladen wurden. Der Durchführung dieses Wettbewerbs liegen die
Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2008 zugrunde. Als Teilnehmer
am Wettbewerb können sich Architekten aus den Staaten des europäischen
Wirtschaftsraums bewerben. |
Warum eine neue Feuerwache für Luckenwalde?
1994 wurden mehrere Standorte für eine leistungsfähige Feuerwehr
innerhalb der Stadt aus funktionaler und städteplanerischer Sicht
geprüft. |
Das ehemalige Konsumhaus in der Bussestraße 26/27 in Luckenwalde soll
wiederbelebt werden. In Absprache mit der Denkmalschutzbehörde und dem
Eigentümer entwickelt das Büro ff-Architekten aus Berlin in im
Auftrag der Stadt augenblicklich ein Planungskonzept. Das Vorderhaus und
das dahinter liegende Lagergebäude stammen aus den 20er Jahren und stehen
unter Denkmalschutz. Künftig sollen die Gebäude als Wohnraum genutzt
werden. Der Innenhof wird begrünt, barrieregerecht gestaltet und als
Aufenthaltsort aufgewertet. Als eine Art Rahmen könnte gegenüber
dem Lagerhaus ein eingeschossiger Neubau entstehen, der Flächen für
barrierefreies und altersgerechtes Wohnen bereit halten würde. Die Wohnungen
des Neubaus und des ehemaligen Lagerhauses würden jeweils über
einen privaten Garten verfügen. Außerdem könnte im Innenhof
ein Parkplatz angelegt werden. Wie viele Wohnungen entstehen sollen und deren
Größe steht stehen noch nicht fest, da man sich auch an der Nachfrage
orientieren möchte. Die ist besonders in Bezug auf barrierefreie Wohnungen
sehr groß. Das Projekt soll die städtebauliche Entwicklung
vorantreiben und den Standort weiterentwickeln. Gleichzeitig soll das Denkmal
in die Umgebung eingefügt und wieder erlebbar gemacht werden. |
Zu diesem Thema fand am 13. Mai 2011 im Luckenwalder Rathaus ein vom Deutschen
Städte- und Gemeindebund Brandenburg initiiertes Pressegespräch
statt. (Bildunterschrift: v. l.: Egbert Thiele, Leiter des Fachbereiches Stadtentwicklung der Stadt Cottbus; Gerald Lehmann, Bürgermeister der Stadt Luckau; Michael Knape, Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen im Land Brandenburg; Elisabeth Herzog-von der Heide, Bürgermeisterin der Stadt Luckenwalde; Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg; Peter Brand, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung der Stadt Lübbenau/Spreewald; Gerd Schmiedel, Leiter des Bau- und Planungsamtes der Stadt Spremberg und Frank Pätzig, Amtsdirektor des Amtes Dahme/Mark) |
Bereits seit Ende September 2010 werden die Türme und die Fassade der
katholischen St. Joseph-Kirche in Luckenwalde saniert. Am 27. April 2011
unterschrieben Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Pater
Anselm den Fördervertrag zur Sanierung. Zum ersten Mal sei
"Kirchturmspolitik" etwas Erfreuliches, so die Bürgermeisterin. Die
Fördermittel, die mehr als nur symbolisch seien, könnten mit
großer Zustimmung der Stadtverordneten übergeben werden. Frau
Herzog-von der Heide erinnerte an den Schriftsteller Theodor Fontane, der
Luckenwalde als eine Stadt beschrieb, die nicht mehr von Kirchtürmen,
sondern von Fabrikschornsteinen geprägt sei. Man trage mit der Sanierung
also auch zur Stadtbildpflege bei. (Foto: v. l. n. r. Pater Anselm, Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann vor der Kirche St. Joseph mit den eingerüsteten Türmen.) |
Stattdessen wird die Lebendigkeit des alten Baus erhalten bleiben. Karl-Heinz
Prib vom zuständigen Ingenieurbüro Prib GbR zeigte sich stolz,
an einem so besonderen Bau mitarbeiten zu dürfen. Überraschend
sei z. B. gewesen, dass die Kirchtürme in Wirklichkeit fünf Meter
höher sind, als in den alten Bauzeichnungen vermerkt. Verläuft
alles nach Plan, soll die Sanierung der Fassade und der Türme im Juli
fertiggestellt sein. Danach ist leider erst einmal Schluss, obwohl auch der
Rest der Kirche sanierungsbedürftig ist. Die Baukosten betragen insgesamt
rund 162.000 Euro. Die Fördermittel kamen je zu einem Drittel von Bund,
Land und der Stadt Luckenwalde. Pater Anselm bedankte sich herzlich bei allen,
die an der Sanierung beteiligt waren oder sie ermöglicht haben. |
Bevor der wirkliche Wettbewerb dafür ausgeschrieben wird, beschäftigen sich zur Zeit Architekturstudenten der Hochschule Wismar mit der Neuerrichtung der Luckenwalder Feuerwache. Zusammen mit Professor Martin Wollensak und Kollegen kamen sie am 18. März 2011 ins Rathaus, um von Herrn Mann, Leiter des Stadtplanungsamtes, Hintergrundinformationen zu diesem Projekt zu bekommen. Dann sollen die 40 Studenten im Rahmen ihres Architekturstudiums einen Plan für die neue Feuerwache entwerfen und die Stadt ist gespannt, wie die angehenden Architekten das Projekt umsetzen würden. Professor Martin Wollensak bedankte sich für die Möglichkeit: "Ein realistisches Projekt ist für uns sehr interessant. Das ist eine spannende Aufgabe mit hohem Anspruch." Herr Mann informierte die Studenten über den geplanten Standort, das Gelände des ehemaligen Gaswerkes hinter dem Bahnhof, auf dem zum Teil beträchtliche Altlasten Probleme bereiten. Außerdem erfuhren die Gäste alles über den städtebaulichen Kontext, die vorhandene technische Infrastruktur und das Umfeld mit den Verkehrswegen. Im Hinblick auf den Slogan der Stadt "WerkStadt der Moderne - Labor der Zukunft" wünschte sich der Stadtplanungsamtsleiter ein funktionales und zeitgemäßes Gebäude. "Wir sind modern. Uns kann man mit nichts schocken." Nach der thematischen Einführung im Sitzungssaal des Rathauses besichtigten die Studenten aus Wismar das Stadttheater, die Mendelsohnhalle und begutachteten den neuen Standort für die Luckenwalder Feuerwache. |
Am 17.02.2011 wurden die Bewohner des Stadtumbauquartiers "Dahmer Straße"
im Sitzungssaal des Rathauses Luckenwalde über den Ausbau der
Parkstraße informiert. Dieser wird in dem Gebiet die erste Maßnahme
in der zweiten Programmphase des Bund-Länder-Programms "Stadtumbau Ost"
sein. |
Was wird aus dem Boulevard? Die Breite Straße ist der zentrale
öffentliche Raum der Stadt. |
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Zukunftswerkstatt Boulevard Teil 2 - 28.02.2011 900 Rückantworten und eine rege Diskussion
Fast keinen leeren Sitzplatz gab es am 28. Februar 2011 im großen
Sitzungssaal des Kreishauses, als die Zukunftswerkstatt Boulevard in die
nächste Runde ging. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide
begrüßte die Anwesenden und zeigte sich beeindruckt von der
großen Resonanz. Die Umgestaltung des Boulevards sei inzwischen
Stadtgespräch. Auch die insgesamt etwa 900 Rückantworten des
Faltblattes bestätigen, dass die Luckenwalder sich ausführlich
mit dem Thema beschäftigen. Etwa zehn Prozent aller Luckenwalder Haushalte
hatten sich an der Meinungsumfrage beteiligt. Da es sich jedoch bei den
vorgestellten Varianten um "keine leichte Materie" handele, wolle man die
verschiedenen Möglichkeiten noch einmal nachvollziehbar präsentieren.
Dazu wiederholten Prof. Axel Busch vom Büro TOPOS und Verkehrsplaner
Heinz Mazur von der PGT Umwelt und Verkehr GmbH die Ergebnisse der ersten
Veranstaltung im Dezember letzten Jahres. Sie gaben einen Rückblick
auf die damaligen Themen Entwicklungsziele, Qualitäten und Mängel
des Boulevards und machten die Unterschiede der erarbeiteten Planungsvarianten
erneut deutlich. |
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| Ergebnisse der Auftaktveranstaltung vom 15.12.2010:
1. Präsentation "ZukunftsWerkstatt Boulevard gestalten" 2. Präsentation "Luckenwalde 2020 - Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK)"
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Projekttag im Zeichen des Boulevards
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Der vorliegende Entwurf befindet sich derzeitig in der Abstimmung. Eine Trägerbeteiligung wird gesondert durchgeführt.
Die Stadt Luckenwalde plant, 4.380.000 EUR in das Gebiet "Am Röthegraben"
zu investieren. Im Rahmen des Förderprogramms "Stadtteile mit besonderem
Entwicklungsbedarf - Soziale Stadt" des Bundesministeriums für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung sowie der Länder soll dieser Bereich stark
profitieren. In der letzten Sitzung des Ausschusses für Gesundheit,
Soziales und öffentliche Ordnung am 04. November 2010 wurde das integrierte
Handlungskonzept für das Gebiet "Am Röthegraben" vorgestellt. Karin
Gansauge und Sigmar Gude vom Berliner Büro TOPOS zählten zunächst
die Schwächen des Gebietes auf, das die Bereiche Burg, Dahmer Straße,
Volksheimsiedlung und Röthegraben umfasst. In diesem Teil der Stadt
sind der Bevölkerungsrückgang, die Überalterung und die Anteile
an sozial schwachen Familien und Arbeitslosen sehr hoch. Befragungen haben
ergeben, dass die Bewohner ihr Wohnumfeld als überwiegend positiv bewerten,
aber vor allem Jugendfreizeiteinrichtungen und Spielplätze vermissen.
Auch mit dem hohen Leerstand, dem Sanierungsbedarf und dem Zustand von
Straßen und Gehwegen ist man unzufrieden. Hier gehts zum Integrierten Handlungskonzept vom Dezember 2010. |
Der Einzelhandel im Innenstadtbereich Luckenwaldes muss belebt und ausgebaut
werden. Das ist das zentrale Ziel des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes,
das am 02. November 2010 dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft
und Umwelt vorgestellt wurde. Dr. Silvia Horn und Dr. Ullrich Kollatz von
der BBE Handelsberatung GmbH präsentierten ihre Ergebnisse, die sie
anhand von Passanten- und Haushaltsbefragungen erarbeitet haben. Demnach
bevorzugen 76 Prozent der Luckenwalder als Einkaufsstandort ihren Wohnort,
zehn Prozent ziehen Berlin und acht Prozent Potsdam vor. Von den Befragten,
die im Umland wohnen, nennen immerhin 19 Prozent die Stadt als ihren
favorisierten Einkaufsstandort. Gefragt nach den beliebtesten
Einkaufsmöglichkeiten innerhalb Luckenwaldes (Mehrfachnennungen waren
möglich) benennen 38 Prozent die Innenstadt, 60 Prozent Kaufland und
49 Prozent den Marktkaufstandort. Nur 26 Prozent der Befragten, die im Umland
wohnen, kaufen bevorzugt im Innenstadtbereich Luckenwaldes ein. Beim Vergleich
der Altersgruppen fällt auf, dass die unter 40-jährigen Kaufland
noch stärker bevorzugen, wohingegen in der Altersgruppe ab 66 Jahren
die Nennungen der Innenstadt leicht zunehmen. Die BBE Handelsberatung GmbH
ermittelte 101,1 Millionen Euro als aktuelle Nachfrage in der Stadt Luckenwalde.
Laut den Prognosen wird die Nachfrage bis zum Jahr 2020 um etwa 7,3 bis 10,1
Prozent abnehmen. Aktuell umfasst das Angebot in Luckenwalde 188 Anbieter
mit insgesamt 48.581 m² Verkaufsfläche und einem Umsatz von 117,1
Millionen Euro. Nur acht Prozent der Verkaufsfläche und 13 Prozent des
Umsatzes entfallen auf den Einzelhandel in der Innenstadt. Der Standort Marktkauf
zum Beispiel verfügt im Vergleich über fünf mal so viel
Fläche und erwirtschaftet mehr als den doppelten Umsatz.
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept betrachtet neben dem A-Zentrum Innenstadt,
die so genannten B-Zentren Einkaufszentrum Elsthal, die Beelitzer Straße
und die Käthe-Kollwitz-Straße. Diese stehen in Wechselbeziehung
mit den Ergänzungsstandorten im Bereich Burg und der Frankenfelder Chaussee
sowie einigen Nahversorgungslagen wie z. B. in der Fontane- und der
Pestalozzistraße. Das A-Zentrum Innenstadt soll idealer Weise über
einen umfassenden Branchenmix für spezialisierten und höheren Bedarf
verfügen. Mittel- und langfristig soll hier die Verkaufsfläche
um bis zu 5.000 m² erweitert werden. Das Angebot muss ergänzt werden,
denn bisher wird es von den Befragten nur als durchschnittlich bewertet.
Die B-Zentren sind für die Grundversorgung zuständig. Vor allem
in der sanierungsbedürftigen Käthe-Kollwitz-Straße wird starker
Handlungsbedarf gesehen. Die Verkaufsfläche soll hier auf insgesamt
ca. 3.500 m² vergrößert werden.
Ziele des Einzelhandels- und Zentrenkonzept sind die Stärkung
innerstädtischer Strukturen und eine gleichzeitige regionale Ausstrahlung,
die Gewährleistung der wohnungsnahen Versorgung, die Erschließung
touristischer Potenziale und eine Verbesserung des Stadtbildes.
Herr Peter Mann, Leiter des Stadtplanungsamtes, betonte, das Einzelhandels-
und Zentrenkonzept sei bislang ein erster Ansatz, der mit der breiten
Öffentlichkeit diskutiert werden soll.
Am 07. Oktober 2010 wurde die Luckenwalder Bibliothek im Bahnhof bei der
Vergabe des Deutschen Städtebaupreises in Essen mit dem Sonderpreis
für herausragende Projekte und Orte des Wissens und der Bildung
ausgezeichnet. Der Sonderpreis zum diesjährigen Thema "Stadt und Wissen"
ist mit 5.000 Euro dotiert. |
Der Deutsche Städtebaupreis ging in diesem Jahr nach Münster. Beide
Preise werden von der Deutschen Akademie für Städtebau und
Landesplanung vergeben, um eine zukunftsorientierte Planungskultur und
Stadtbaukunst zu fördern. Seit 1979 werden Projekte ausgezeichnet, die
wegweisend für die Stadtbaukultur und die räumliche Entwicklung
sind. Wichtige Kriterien bei der Auswahl der Preisträger sind
Nachhaltigkeit, Innovation, Berücksichtigung des Umweltschutzes und
der Stadtbildpflege. Zum diesjährigen Wettbewerb wurden 65 Projekte
für den Städtebaupreis und 19 Projekte für den Sonderpreis
eingereicht. |
"Ein schönes Städtchen haben Sie hier", war das Urteil von Michael
Jungclaus, Landtagsabgeordneter und Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Die
Grünen, bei seinem Besuch in Luckenwalde am 22. September 2010. Im Rahmen
einer Städtetour durch Brandenburg wurde er im Luckenwalder Rathaus
von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Peter Mann,
Amtsleiter des Stadtplanungsamtes, empfangen. Hier wollte er sich vor Ort
darüber informieren, welche Konsequenzen die geplanten Kürzungen
der Städteförderung in den Kommunen haben werden. "Damit man noch
besser weiß, für was man in den Ausschüssen kämpft."
Nach einem Stadtrundgang erläuterte Herr Mann in einem Vortrag, wie
gut die Städtebauförderung Luckenwalde in der Vergangenheit getan
hat und wie sehr sie auch in Zukunft benötigt wird. Besonders beeindruckt
haben Michael Jungclaus die Solaranlage auf der ehemaligen Deponie und die
geplante Sanierung der Kita Burg. Solche Beispiele seien viel anschaulicher
als Zahlenkolonnen und er könne nun noch nachdrücklicher fordern,
die Städteförderung möglichst zu erhalten, so Jungclaus. |
Gesamtmaßnahmenberatung mit dem Landesamt für Bauen und Verkehr
Am 17. September 2010 waren Vertreter des Landesamtes für Bauen und
Verkehr zu einer Gesamtmaßnahmenberatung ins Luckenwalder Rathaus gekommen.
Ziel des Gespräches war die Abstimmung zu den Schwerpunktsetzungen in
der Stadtentwicklung und der Unterstützung dieser durch die Bereitstellung
von Städtebaufördermitteln durch das Land Brandenburg in den
nächsten Jahren. (r. im Bild: Dr. Dieter Freudenberg, Dezernat Stadtentwicklung im Landesamt für Bauen und Verkehr) |
Im Luckenwalder Elsthal wird das Nuthe-Wehr umgebaut. Nachdem das rund 80
Jahre alte Wehr z. T. schon abgerissen wurde, war am 23. September 2010 der
offizielle Baubeginn. |
Ausstellung von rund 300 Modellen und 80 Projekten zum städtischen Leben
Vom 02.10.2010 bis zum 28.11.2010 (Eröffnung am 01.10.2010, 18:00 Uhr) ist im ehemaligen Kraftwerk Mitte in Berlin die Ausstellung "Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit" zu sehen.
Wünsche aus ganz Deutschland fügen sich in der Ausstellung "REALSTADT.
Wünsche als Wirklichkeit" zu einer Stadt auf Zeit zusammen. Rund 300
Modelle in allen Maßstäben und 80 beispielhafte Projekte in Wort
und Bild erzählen vom Wunsch nach Veränderung und Bereicherung
des städtischen Lebens - und von den menschlichen Energien, die dafür
nötig sind. Ausgewählt wurden die Modelle nach einem bundesweiten
Aufruf aus den Einreichungen von Kommunen, Planungsbüros und Hochschulen,
aber auch von Initiativen und Einzelpersonen. Großflächige
Stadtumbauten gehören ebenso dazu wie punktuelle Interventionen, realisierte
Konzepte und gescheiterte Wettbewerbe, Partizipationsprozesse oder kühne
Einzelthesen.
Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit Ausstellungsdauer: 2. Oktober bis 28. November 2010 täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr Führungen: Öffentliche Führungen donnerstags 18:00 Uhr ohne Voranmeldung. Informationen und Anmeldung für Gruppenführungen auf www.realstadt.de. |
Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Stadtplanungsamtsleiter
Peter Mann nahmen an der Verkündungsveranstaltung in Potsdam teil und
hörten die Botschaft live.
Quelle-Text: Auszug aus der Pressemitteilung des Ministeriums für
Infrastruktur und Landwirtschaft |
Unter dem Titel "Brandenburger Städte 2020 - Landesentwicklung ist
integrierte Stadtentwicklung!" werden drei zentrale Herausforderungen formuliert,
die in der Landespolitik Beachtung finden müssen:
1. Priorität für die Städte = Stärkung des Landes!
2. Städtebauförderung ist als erfolgreiches Schlüsselinstrument
unverzichtbar!
3. Chance zur Verzahnung von Stadtentwicklung und Entwicklung der
ländlichen Räume aktiv nutzen!
Die Stadt Luckenwalde ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Innenstadtforum Brandenburg" und der AG "Städtekranz Berlin-Brandenburg" und befürwortet das gemeinsame Positionspapier der drei kommunalen Arbeitsgemeinschaften, dass am 15. April 2010 von Michael Knape, Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg, Frank Szymanski, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Städtekranz Berlin-Brandenburg" und Friedhelm Boginski, Bürgermeister der Stadt Eberswalde und Vorsitzender des Innenstadtforums in Frankfurt/Oder unterzeichnet wurde.
Gemeinsames Positionspapier der kommunalen Arbeitsgemeinschaften
"Innenstadtforum Brandenburg", AG "Städte mit historischen Stadtkernen"
und AG "Städtekranz Berlin-Brandenburg"
In den Brandenburger Städten leben rund 2/3 der Bevölkerung des
Landes. In den letzten Jahrhunderten haben sich die Städte als Garanten
für eine beständige Entwicklung aller Bereiche einer sich ständig
ändernden Gesellschaft bewiesen. Die Städte sind stets die
Kristallisationspunkte des demographischen Umbaus gewesen. Hier konzentrieren
sich auch künftig die weiter anzupassenden Infrastrukturen für
Wohnen, Leben, Lernen, Gesundheit, Soziales, Freizeit und Kultur. Auch die
Wirtschaftsaktivitäten konzentrieren sich in den Städten - sowohl
in den als Regionalen Wachstumskernen ausgewiesenen - aber auch in den anderen
Städten, deren Funktionen und Qualitäten von großer Bedeutung
für die regionale Wirtschaftsentwicklung sind. Die Städte werden
als Anker im Raum zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen.
In einem bevölkerungsmäßig weiter schrumpfenden Land und
unter den absehbaren Bedingungen eines sich weiter verschärfenden
finanziellen Konsolidierungsdrucks des Landes sind die Kräfte und Potenziale
der Daseinsvorsorge im Sinne des "Stärken stärken"-Leitbildes weiterhin
auf die Städte und ihre Kerne zu lenken und zu konzentrieren. Alle
Entwicklungs- und Fördermaßnahmen des Landes sind darauf auszurichten,
vorrangig die Städte in ihren Funktionen zu stärken.
An Brandenburgs Stadtentwicklung wird sich die Zukunft des Landes entscheiden.
Die Brandenburgischen Städte stärken heißt deshalb, Brandenburg
und seine Zukunftsfähigkeit zu stärken.
Vor diesem Hintergrund treten die drei der integrierten Stadtentwicklung
verpflichteten kommunalen Arbeitsgemeinschaften, in deren Mitgliedsstädten
die Hälfte der Einwohner des Landes leben, gemeinsam auf. Die drei
kommunalen Arbeitsgemeinschaften verstehen sich als Vertreter der Städte,
die zum einen Ankerpunkte und Motoren der Landesentwicklung sind und die
zum anderen die Lasten des Schrumpfungs- und Umstrukturierungsprozesses
primär zu tragen haben.
Hierzu ist notwendig:
1.) Priorität für die Städte = Stärkung des Landes !
o Den Städten erwachsen weiter steigende Lasten aus der
Infrastrukturbereitstellung, -anpassung und -bewirtschaftung sowie aus steigenden
Sozialausgaben. Eine aufgabengerechte Finanzausstattung der Städte muss
in den anstehenden Konsolidierungsprozessen und Haushaltsplanungen oberste
Priorität haben.
o Stärkung der Städte heißt auch Stärkung und Stabilisierung
des ländlichen Raumes und damit des gesamten Landes. Eine stabile
Raumentwicklung setzt starke Städte voraus.
2.) Städtebauförderung ist als erfolgreiches Schlüsselinstrument
unverzichtbar !
o Die Städtebauförderung ist eines des wirksamsten
Förderinstrumente, das der Bund und die Länder bereitstellen. Die
Programme des städtebaulichen Denkmalschutzes, der städtebaulichen
Sanierungsmaßnahmen, der Sozialen Stadt, des Stadtumbaus und der Aktiven
Zentren dienen der weiteren Funktionsstärkung und
Attraktivitätssteigerung der Kerne im Land. Die Förderungen initiieren
vielfache Effekte mit sehr großer regionaler Wirkung und
Wertschöpfung.
Die Landes- und Bundesanteile der Bund-Länder-Programme müssen
2011 und in den Folgejahren weiterhin vollständig kofinanziert werden.
Wir unterstützen die Intention des Landes, noch mehr Flexibilität
in die Fördersystematik zu bringen.
o Die kommunale Kofinanzierung der Städtebauförderung hat bei allen
Schwierigkeiten der städtischen Haushalte auch weiterhin höchste
Priorität und dokumentiert so auch die besondere Verantwortung, die
die Städte für die Landesentwicklung übernehmen.
o Die dringend erforderliche Fortsetzung des Stadtumbaus Ost wird nur dann
erfolgreich sein, wenn künftig jede abgerissene Wohnung von Altschulden
entlastet wird. Diese Entlastung muss in einer notwendigen Anschlussregelung
für die 2010 auslaufende derzeitige Altschuldenhilferegelung festgeschrieben
werden. Die Landesregierung wird daher aufgefordert, sich beim Bund für
eine entsprechende Regelung einzusetzen.
o Der EFRE-finanzierte integrierte Förderansatz der nachhaltigen
Stadtentwicklung als Umsetzung des "Stärken stärken"-Leitbildes
hat sich bewährt und sollte in der Interventionsperiode 2014 - 2020
konsequent weitergeführt werden.
3.) Chance zur Verzahnung von Stadtentwicklung und Entwicklung der
ländlichen Räume aktiv nutzen !
o Das Land Brandenburg hat mit der Neuausrichtung auf eine integrierte, d.
h. ressortübergreifende Förder- und Stadtentwicklungspolitik einen
erfolgreichen Weg eingeschlagen. Der in der Stadtentwicklung erfolgreich
umgesetzte integrierte Ansatz muss nun durch eine gezielte räumliche
Verzahnung von Stadt- und ländlicher Entwicklung ergänzt werden.
Hierzu sind integrierte Strategien und Konzepte für den ländlichen
Raum zu entwickeln, die auf interkommunaler Kooperation basieren und insbesondere
die Zusammenarbeit zwischen Städten und Umlandkommunen
befördern.
o Die Förderung der ländlichen Entwicklung muss auch die Städte
stärker einbeziehen, d.h. Die Mittel des ELER sind nicht nur für
die Dörfer, sondern auch für die Städte im ländlichen
Raum nutzbar zu machen. Eine entsprechende Öffnung und weitere
Flexibilisierung des ELER sollte vom Land gegenüber der EU gefordert
werden.
o Der neue Ressortzuschnitt des Ministeriums für Infrastruktur und
Landwirtschaft bietet hervorragende Voraussetzungen für die bessere
Verzahnung von Städtebauförderung und Förderung der
ländlichen Entwicklung. Diese Chance sollte genutzt werden.
Die kommunalen Arbeitsgemeinschaften als Akteure und Partner der Landesregierung
werden die Zusammenarbeit beim Beschreiten "neuer Wege" weiter
intensivieren.
Die AGs und ihre 54 Mitgliedsstädte setzen den strukturellen und
demographischen Wandel durch Modellprojekte und Aktivitäten weiter
erfolgreich um.
Luckenwalder Bürger beteiligten sich an der Bewertung
Vom 15. Oktober bis zum 30. November 2009 wurde bereits zum wiederholten Mal eine Onlinebefragung zur Lebensqualität von der Arbeitsgemeinschaft "Städtekranz Berlin-Brandenburg" in den sieben Mitgliedsstädten Brandenburg an der Havel, Cottbus, Frankfurt (Oder), Eberswalde, Luckenwalde, Jüterbog und Neuruppin durchgeführt. Das Thema war die Bewertung unterschiedlicher Aspekte des städtischen Lebens unter dem Gesamtthema "Lebensqualität". Die Auswertungen wurden zwischenzeitlich abgeschlossen und die Ergebnisse im Rahmen der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde insbesondere nochmals Folgendes herausgestellt:
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Lebenswerte Innenstädte - Initiativen, die bewegen!
Das Projekt "Mut zur Lücke" wurde am 2.7.2007 im Rahmen des Kongresses
"Auf dem Weg zu einer Nationalen Stadtentwicklungspolitik" als beispielhafte
Initiative für lebenswerte Innenstädte ausgezeichnet. Der
Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung Achim Großmann überreichte Peter Mann
(l.), Stadtplanungsamtsleiter der Stadt Luckenwalde, die Urkunde. |
Angesichts der Bedeutung der Innenstädte hatte das Bundesministerium
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung dazu aufgerufen, Beispiele für
lebenswerte Innenstädte zu benennen. Dieser Aufruf wurde von der
Bauministerkonferenz des Bundes und der Länder, von kommunalen
Spitzenverbänden und Fachverbänden unterstützt. Die Resonanz
auf den Projektaufruf war beeindruckend. Innenstadtakteure aus Städten
unterschiedlicher Größe und Struktur aus dem gesamten Bundesgebiet
haben über 180 Projektvorschläge eingereicht. |
| Struktur des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts | |
Mit der Neuausrichtung der Struktur- und Förderpolitik des Landes Brandenburg unter dem Motto "Stärken stärken" sind auch die Städte aufgefordert, ihre Stadtentwicklungspolitik an diesen Maßstäben auszurichten. Mit der Ausweisung der Regionalen Wachstumskerne (RWK) und der aktuellen Diskussion der Überarbeitung des Zentralen-Orte-Systems (ZOS) ist es für die Stadt Luckenwalde - wie auch für die anderen Städte im Land - erforderlich geworden, ihre Entwicklungsziele klar zu definieren und überzeugend gegenüber dem Land darzulegen. Das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept" (INSEK) liegt im Entwurf vor. Das INSEK ist in drei Arbeitspakete unterteilt:
Das erste Arbeitspaket - die Grundlagenanalyse - ist bereits abgeschlossen. Der Ergebnisbericht (download Ergebnisbericht Modul A als pdf-Datei - 1,8 MB) enthält eine Situationsanalyse sowie die Bewertung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der perspektivischen Entwicklung der Stadt Luckenwalde. Aufbauend auf den Ergebnissen der Grundlagenanalyse wurde der Prozess der Erarbeitung eines Leitbildes für die künftige Entwicklung der Stadt Luckenwalde gestartet. Gerade vor dem Hintergrund der sich ändernden Rahmenbedingungen braucht die Stadt eine zukunftsfähige Vision mit Perspektiven für die Bürgerinnen und Bürger, für die Politik, die Wirtschaft und die Stadtverwaltung. Wie soll das künftige Profil der Stadt aussehen? Welche Strategien verfolgt die Stadt im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels? Wie werden sich die Stadt- und Ortsteile entwickeln? Welches sind die wichtigsten Schlüsselmaßnahmen der Stadtentwicklung, deren Umsetzung oberste Priorität haben soll, um die Stadt in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zu stärken und eine lebenswerte Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger zu sein? All diese Fragen will die Stadtverwaltung gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, mit den in der Stadt ansässigen Wirtschaftsunternehmen, mit Vereinen und Verbänden sowie den politischen Vertretern im Rahmen des Leitbildprozesses diskutieren. Am 2. Juni 2007 fand hierzu die Auftaktveranstaltung statt, deren Ergebnisse in einer Veranstaltungsdokumentation zusammengefasst (download Dokumentation Auftaktveranstaltung als pdf - 3,5 MB) veröffentlicht werden. Ein von der Potsdamer Ernst Basler + Partner GmbH auf dieser Basis erarbeiteter 1. Leitbildentwurf wurde im Juli 2007 in den Ausschüssen der Stadt vorgestellt. Hier können Sie den Entwurf des Leitbildes als pdf-Datei herunterladen. Alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen, Vereine und Verbände sind aufgerufen, ihre Meinung und ihre Vorschläge zur strategischen Ausrichtung der künftigen Stadtentwicklung aktiv in den Diskussionsprozess einzubringen. Für die Einbeziehung in die Leitbilderarbeitung wurde ein Fragebogen entwickelt, welchen Sie direkt hier bearbeiten können: Hier geht es zum Fragebogen (pdf-Formular) Darüber hinaus bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Meinung zum INSEK-Entwurf öffentlich zur Diskussion zu stellen. Hierfür haben wir ein Gästebuch eingerichtet. Dieses finden Sie hier.
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| Stadt Luckenwalde | aktualisiert: 08.05.2012 |