Stadtentwicklung

Aktuelles aus dem Stadtplanungsamt                                                                         

Vom Baumhaus bis zum Tretauto - Gemalte Wünsche überreicht 16.04.2012
Frische Ideen für die Luckenwalder Stadtplanung 19.03.2012
Feuerwache in Rot ist Favorit - Wettbewerbsergebnisse präsentiert 13.01.2012
Realisierungswettbewerb Luckenwalde Neubau Feuerwache entschieden 12.12.2011
Richtfest Kita Burg 26.10.2011
Wettbewerb Neubau einer Feuerwache in Luckenwalde - Auslosung der Teilnehmer erfolgt 15.08.2011
Durchführung eines Architektenwettbewerbs für den Neubau einer Feuerwache in Luckenwalde und "Warum eine neue Feuerwache für Luckenwalde?" 20.07.2011
Zukunft des Konsumhauses Bussestraße 26/27 23.05.2011
Städtebauförderung: Aufbau nicht auf halbem Wege abbrechen - Kahlschläge abwenden 18.05.2011
Fördermittelausreichung - "Kirchturmspolitik" für St. Joseph 09.05.2011
Lernen am echten Projekt - Architekturstudenten planen neue Feuerwache 29.03.2011
Zukunftswerkstatt Boulevard gestalten - Ergebnisse vom 2. Workshop am 28.02.201, von der Auftaktveranstaltung am 15.12.2010 und einem Schulprojekt 09.03.2011
Informationen zum Ausbau der Parkstraße - Bürgerversammlung vom 17.02.2011 24.02.2011
Über 4 Millionen für das Gebiet am Röthegraben - Integriertes Handlungskonzept vorgestellt 08.11.2010
Entwurf des Einzelhandels- und Zentrenkonzept       30.11.2010
Einzelhandels- und Zentrenkonzept vorgestellt 08.11.2010
Deutscher Städtebausonderpreis für Luckenwalde 13.10.2010
Besuch von MdL Michael Jungclaus - Informationsgespräch zur Städtebauförderung 13.10.2010
Wie viel Fördergeld erhält Luckenwalde für die Stadtentwicklung? 13.10.2010
Umbau Wehr im Elsthal 30.09.2010
Stadtmodell "Bibliothek im Bahnhof" bei Ausstellung Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit 27.09.2010
Luckenwalde weiter Stadtumbaustadt 22.06.2010
Brandenburger Städte 2020 - Landesentwicklung ist integrierte Stadtentwicklung! 22.04.2010
Online-Befragung zur Lebensqualität 2009 - Luckenwalder Bürger beteiligten sich an der Bewertung 22.04.2010
Flyer - Zuschüsse für selbst genutztes Wohneigentum in Innenstädten 14.06.2011
INSEK Luckenwalde 2020 23.11.2009
ExWost-Information Heft 36/1 30.12.2009


Frische Ideen für die Luckenwalder Stadtplanung

Studenten im Sitzungssaal des Rathauses

An praktischen Beispielen lernen - das können Architekturstudenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Im Rahmen des Studienfachs Entwerfen und Gebäudelehre verbrachten sie den 19. März 2012 in unserer Stadt, um vor Ort alles über Stadtplanung und besondere Gebäude in Luckenwalde zu erfahren. Zuerst führte Architektin Katharina Feldhusen die knapp 40 Studenten durch die städtebaupreisprämierte Bibliothek im Bahnhof. Anschließend wurden sie von Ekkehard Buß und Torsten Dutschke, Mitarbeitern des Stadtplanungsamtes, im Sitzungssaal des Rathauses empfangen. Herr Buß stellte den Gästen die Stadt Luckenwalde vor. Er thematisierte die Bevölkerungsentwicklung, den Leerstand und die sich daraus ergebende Strategie der Stadtplanung: Stärkung des Zentrums, Mut zur Lücke und den langfristigen Rückbau in den äußeren Stadtrandlagen. Der prägendste Zeitabschnitt für die Architektur der Stadt waren die zwanziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts. Nach dieser theoretischen Einführung wurde Luckenwalde bei einem Stadtrundgang erkundet. Mit der ehemaligen Hutfabrik bot die Stadt den Gästen ein Stück weltbekannte Architekturgeschichte.

Studentengruppe auf dem Boulevard

Prof. Angela Mensing-de Jong hatte den Studenten die Aufgabe gestellt, in Gruppenarbeit ein konkretes Projekt in Luckenwalde zu planen und zu entwerfen. Das Untersuchungsgebiet umschließt den Bereich Busse-, Ziegel- und Käthe-Kollwitz-Straße. Möglich wäre also z. B. die Nutzung des ehemaligen Kontaktkaufhauses, der Steinschule oder den Bereich Käthe-Kollwitz-Straße 1 zu planen, durch den die Anbindung der Fläming-Skate führen soll. Während die Studenten den Vorteil haben, an realen Projekten zu lernen und sich auszuprobieren, ist das Stadtplanungsamt der Stadt Luckenwalde gespannt auf die frischen Ideen der angehenden Architekten.


Feuerwache in Rot ist Favorit - Wettbewerbsergebnisse präsentiert

Prof. Nagler (r.) stellt Siegerentwürfe vor

In einer Ausstellung wurden die Wettbewerbsergebnisse zum Neubau einer Feuerwache am Standort Dessauer Straße vom 13. bis 19. Januar 2012 der Öffentlichkeit präsentiert.
Zur Ausstellungseröffnung am 12. Januar begrüßte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide Jurymitglieder, Preisträger und Gäste. Sie dankte insbesondere den Teilnehmern des Wettbewerbs und beglückwünschte sie zu ihrem Erfolg. Die Bürgermeisterin erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass sowohl die Bibliothek im Bahnhof als auch die gelungene Bahnhofsumfeldgestaltung rund um den Berliner Platz auf Wettbewerbsergebnissen basieren.
An diese guten Erfahrungen soll nun auch beim Bau der Feuerwache angeknüpft werden.
"Luckenwalde hat in den Jahren seit der Wende viele, viele Millionen in öffentliche Bauten investiert. Doch dabei ging es ganz überwiegend um fachgerechte Sanierung, um die Restaurierung von Denkmalen und hin und wieder um einen Ergänzungsbau, was in Anbetracht unseres großen Schatzes an erhaltenswerter Bausubstanz in dieser Stadt auch der richtige Schwerpunkt war. Der Bau der Feuerwache ist einer der wenigen Neubauten, auf den sich die Stadt eingelassen hat und dem in absehbarer Zeit kein weiterer folgen wird.", so Elisabeth Herzog-von der Heide.

Foto: Prof. Heinz Nagler (r.) von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und Vorsitzender des Preisgerichts gab Erläuterungen zu den Siegerentwürfen.

Michael Schuhmacher-Gutzke (l.) mit den Preisträgern

Aus insgesamt 14 Wettbewerbsarbeiten gingen vier Preisträger hervor. Die neunköpfige Jury um Prof. Nagler ermittelte am 9. Dezember 2011 in einer zehnstündigen Preisgerichtssitzung die Siegerentwürfe. Ausschlaggebend für die Ergebnisermittlung waren die architektonischen und funktionalen Qualitäten des künftigen Gebäudes der Feuerwache.

Zu den Preisträgern gehören:
1. Preis Pussert Kosch Architekten, Dresden
2. Preis kplan AG, Abensberg
3. Preis Kauffmann, Theilig & Partner, Ostfildern
4. Preis Coido architects, Hamburg.
Jurymitglied Prof. Axel Busch lobte die beispielhafte Darstellung aller eingereichten Wettbewerbsbeiträge, die sehr informativ für die Bürger seien.

Foto: Leiter der Feuerwache, Michael Schuhmacher-Gutzke, im Gespräch mit den Gewinnern des Wettbewerbs.


1. Preis Pussert Kosch Architekten, 01324 Dresden
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Das Gebäude behauptet sich eigenständig und selbstbewusst im Stadtraum. Die mittige Anordnung des Gebäudes auf dem Grundstück schafft Platz nach allen Seiten und vermeidet eine Einengung an der Dessauer Straße. Das Erscheinungsbild ist das einer Feuerwehr und fügt sich in seiner Architektur gut in die Gesamtentwicklung des westlichen Bahnhofsumfeldes ein. Die Architektur ist einheitlich und abwechslungsreich zugleich: Durchgehende Gestaltelemente - die roten Fassadenbänder - halten die einzelnen Bauteile zusammen. Unterschiedliche Höhen der Bauteile und Fassadenöffnungen erzeugen einen markanten und interessanten Gesamteindruck. Die Werthaltigkeit in der Kombination der Fassadenmaterialen wird jedoch kritisch hinterfragt. Durch die kompakte Bauweise ergeben sich gute Voraussetzungen für eine energieeffiziente Ausführung und Betreibung. Die Funktionsbereiche sind klar gegliedert und die Funktionsabläufe gut organisiert. Klar getrennt ist die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge von den anrückenden Einsatzkräften.

2. Preis kplan AG, 93326 Abensberg
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Der Entwurf präsentiert sich als kompakter kubischer Baukörper, der sich als Solitär selbstbewusst von der umgebenden Bebauung absetzt. Er besticht durch eine klar gegliederte, einfache und kubische Grundform und ist damit eine angemessene Gestalt, die dem technischen Charakter einer Feuerwache entspricht. Der abgesetzte Übungsturm steht zeichenhaft als vertikale Dominante im spannenden Kontrast zu dem horizontal ausgerichteten Hauptgebäude. Der auf der Ostseite angelegte Haupteingang überzeugt wenig, weil er eher als Hintereingang empfunden wird. Optimierungswürdig erscheint auch die Fassade im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch und die gewählte Farbigkeit.
Die Funktionalität des Grundrisses ist sehr schlüssig. Überzeugend ist die kreuzungsfreie Lösung der Wegebeziehungen. Das kompakte Gebäude birgt gute Chancen zur Umsetzung eines energieeffizienten und nachhaltigen Konzepts.

3. Preis Kauffmann, Theilig & Partner, 73760 Ostfildern
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Die städtebauliche Figur ist mutig und klar. Mit einer eindeutigen Formensprache wird auf die städtebauliche Ordnung, den Hermann-Henschel-Weg, reagiert. Das Gebäude fügt sich dadurch trotz seiner Höhe gut in seine Umgebung ein. Dem Wunsch der Stadt nach einem auffallenden signifikanten Gebäude wird entsprochen. Die Ablesbarkeit der Funktion ist von der Dessauer Straße her gegeben. Aus der Entscheidung alle Funktionen auf einem Grundstück zu realisieren wird die innere Organisation entwickelt und klar durchgearbeitet. Die geplante Unterschreitung der EnEV um 20 % wird positiv gesehen und muss in der weiteren Durcharbeitung nachgewiesen werden. Die Funktionszusammenhänge sind gut abgebildet. Durch die Mehrgeschossigkeit gibt es in einem Alarmfall zum Teil ungünstig lange Zuwegungssituationen. Die Vielzahl der Ebenen unterbricht die gewünschte innere Kommunikation. Die Kreuzungsfreiheit der Wegebeziehungen ist nur teilweise gegeben.

4. Preis Coido architects, 22767 Hamburg
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Das Gebäude besteht aus einer Addition von Elementen, die einerseits die Straßenflucht aufnehmen und andererseits zurückspringen und so Hofräume schaffen. Die Verfasser reagieren damit innovativ auf die vorhandene städtebauliche Situation. Die Verfasser wählen eine klare Formensprache. Das Gebäude erscheint sachlich aber durchaus selbstbewusst. Es ist ein gut gefügter Baukörper mit klaren Strukturen entstanden, der im Zusammenhang mit dem Übungsturm nur bedingt die Typologie einer Feuerwache erkennen lässt. Der Haupteingang wird durch die Vorplatzsituation einladend gestaltet und durch eine großzügige und angemessene Foyergestaltung unterstützt. Die Funktionsbereiche sind gut gegliedert, klar voneinander getrennt und auf kurzen Wegen zu erreichen. Für die Fassadengestaltung werden hochwertige Materialien eingesetzt, die Langlebigkeit versprechen. Aus der gewählten Erschließung von Fahrzeug- und Fußgängerverkehr entstehen Konfliktsituationen. Das vorliegende Energiekonzept zeigt anspruchsvolle Ziele auf, die umsetzbar sind.


Realisierungswettbewerb Luckenwalde Neubau Feuerwache entschieden

Am 9. Dezember 2011 hat das neunköpfige Preisgericht unter Leitung von Herrn Prof. Heinz Nagler aus Cottbus in einer 10-stündigen Sitzung die Preisträger des Realisierungswettbewerbs - Neubau einer Feuerwache in Luckenwalde - ermittelt. Das Preisgericht wurde dabei von 7 Sachverständigen, darunter Experten des Brand- und Katastrophenschutzes sowie der Feuerwehrunfallkasse, unterstützt.
Von den in einem europaweit ausgeschriebenen VOF-Verfahren ausgewählten 11 und 4 von der Stadt Luckenwalde vorab gesetzten Wettbewerbsteilnehmern haben insgesamt 14 Teilnehmer Wettbewerbsarbeiten eingereicht. Alle 14 Wettbewerbsarbeiten erfüllten die Anforderungen der Auslobung. Die mit der Vorprüfung der Wettbewerbsarbeiten beauftragte DSK GmbH & Co. KG empfahl dem Preisgericht deshalb, alle Wettbewerbsarbeiten zum Verfahren zu zulassen. Dieser Empfehlung folgte das Preisgericht. Nach 2 Wertungsrundgängen des Preisgerichtes kamen 4 Wettbewerbsarbeiten in die engere Wahl. In Würdigung der Qualität der in die engere Wahl gekommenen Wettbewerbsarbeiten hat das Preisgericht einstimmig entschieden, 4 Preise zu vergeben. Die Preise wurden nach einer ausgiebigen Diskussion über die architektonischen und funktionalen Qualitäten der in die engere Wahl gekommenen 4 Wettbewerbsarbeiten wie folgt vom Preisgericht beschlossen:

1. Preis Pussert Kosch Architekten, 01324 Dresden
2. Preis kplan AG, 93326 Abensberg
3. Preis Kauffmann, Theilig & Partner, 73760 Ostfildern
4. Preis Coido architects, 22767 Hamburg.


Wettbewerb Neubau einer Feuerwache in Luckenwalde - Auslosung der Teilnehmer erfolgt

Harald Groke beim Losentscheid

Am 11.08.2011 erfolgte unter Aufsicht der Notarin Frau Dr. Katrin Brose-Preuß aus Zossen in Ihren Geschäftsräumen in Ludwigsfelde die Auslosung der Teilnehmer des europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs zum Neubau der Feuerwehr in Luckenwalde. 273 Interessenten, darunter u. a. aus Österreich, Luxemburg und Frankreich, hatten die Bewerbungsunterlagen angefordert. Bis einschließlich zum 11.08.2011 sind insgesamt 160 Bewerbungen eingereicht worden. Davon erfüllten 110 Bewerbungen die Anforderungen der Ausschreibung und waren fristgerecht bis zum 8.08.2011 um 12.00 Uhr eingegangen. Da dieses erwartungsgemäß mehr als die 10 Bewerbungen waren, kam das Losverfahren zur Auswahl der Wettbewerbsteilnehmer zur Anwendung. Gemäß vorgesehenem Verfahren wurden dazu 2 Lostöpfe gebildet, Lostopf A mit den Bewerbungen der erfahrenen Büros und Lostopf B mit den Bewerbungen der jungen Büros (den Architekten, deren Eintragung in die Listen der Architektenkammer nicht länger als 5 Jahre zurück liegt und die nicht älter als 40 Jahre sind). (Mit dieser Festlegung soll sichergestellt werden, das auch noch nicht über langjährige Erfahrungen und größere Büros verfügende Architekten eine Chance zur Wettbewerbsteilnahme bekommen.)
Nach Zuordnung der 110 zum Losverfahren qualifizierten Bewerbungen befanden sich im Lostopf A 83 Bewerbungen und im Lostopf B 27 Bewerbungen.

"Glücksfee", das heißt eigentlich "Glücksfeuerwehrmann", war der Ehrenstadtbrandmeister der Stadt Luckenwalde, Herr Harald Groke (Foto) (hauptamtlicher Berufsfeuerwehrmann und Schichtführer der A-Schicht der Luckenwalder Feuerwehr), der die Ziehung der Wettbewerbsteilnehmer vornahm.

Aus dem Lostopf A wurden 9 Teilnehmer und 2 Nachrücker und aus dem Lostopf B 2 Teilnehmer und 1 Nachrücker gezogen.

Folgende Teilnehmer wurden in der genannten Reihenfolge ausgelost:

Lostopf A
1. Architekturbüro Schmidtmann und Gölling, 12587 Berlin
2. Eilers Architekten BDA, 14974 Gröben
3. Coido Architects - Cordsen Ipach + Döll GmbH, 22767 Hamburg
4. Architekturcontor Schagemann Schulte GmbH, 14482 Potsdam
5. Kauffmann Theilig & Partner Freie Architekten BDA, 73760 Ostfildern
6. Drei Architekten Haag Haffner Stroheker, 70178 Stuttgart
7. Harder III Stumpfl Freie Architekten, 70619 Stuttgart
8. HSP Hoppe Sommer Planungs GmbH, 70597 Stuttgart
9. agn Niederberghaus & Partner GmbH, 06108 Halle
Nachrücker:
N 1 Dierig Architekten, 88276 Berg
N 2 Architekt Anton Meyer, 85221 Dachau

Lostopf B
1. ALINE HIELSCHER ARCHITECTURE, 75011 Paris (Frankreich)
2. BUERO BERGE STRUGAR, 10179 Berlin
N 1 Architektin Therese Strohe, 10437 Berlin

Unter der Voraussetzung, dass die v. g. ausgelosten Wettbewerbsteilnehmer bzw. ggf. die nominierten Nachrücker, ihre Teilnahme bestätigen, werden diese zusammen mit den von der Stadt Luckenwalde bereits gesetzten 4 Architekturbüros

1. BauTec Bauplanung und Beratung GmbH, 57299 Burbach-Holzhausen
2. kplan AG Aktiengesellschaft für Projektentwicklung und Gesamtplanung, 93326 Abensberg
3. ff-Architekten Feldhusen und Fleckenstein, 10999 Berlin
4. Pussert und Kosch Architekten, 01324 Dresden

am Wettbewerb teilnehmen.

Nach Vorliegen, der von allen Teilnehmern erbetenen Teilnahmebestätigung, werden dann die insgesamt 15 Wettbewerbsteilnehmer Ende August feststehen.
Das Rückfragen-Pflicht-Kolloquium des Wettbewerbes wird am 14.09.2011 in Luckenwalde stattfinden.


Durchführung eines Architektenwettbewerbs für den Neubau einer Feuerwache in Luckenwalde

neuer Standort an der Dessauer Straße

Die Stadt Luckenwalde hat einen Realisierungswettbewerb zum Neubau einer Feuerwache an der Dessauer Straße europaweit ausgeschrieben. Der Wettbewerb wird als nichtoffener Wettbewerb mit 15 Teilnehmern durchgeführt. Im Vorfeld hat die Stadt Luckenwalde 5 Teilnehmer ausgewählt, die direkt eingeladen wurden. Der Durchführung dieses Wettbewerbs liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2008 zugrunde. Als Teilnehmer am Wettbewerb können sich Architekten aus den Staaten des europäischen Wirtschaftsraums bewerben.
Erwartet wird ein Entwurf, der bei hoher Wirtschaftlichkeit und Funktionalität an die Tradition "auffallend" gestalteter öffentlicher Gebäude in der Stadt Luckenwalde anknüpft. Im Hinblick auf den Leitbildslogan der Stadt "WerkStadt der Moderne - Labor der Zukunft" wünscht sich die Stadt ein funktionales und zeitgemäßes Gebäude.
Für die Bearbeitung des Wettbewerbs ist ein Zeitraum von 10 Wochen vorgesehen. Die Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen ist für den 29.08.2011 geplant. Als Abgabetermin der Entwürfe wurde der 4. November 2011 festgelegt. Das Preisgericht soll nach derzeitiger Planung am 9. Dezember dieses Jahres tagen. Die Arbeiten der Preisträger und eine Auswahl der besten Arbeiten soll der Öffentlichkeit in einer Ausstellung im Januar 2012 präsentiert werden.
Mit der Betreuung des Wettbewerbsverfahrens hat die Stadt den Sanierungsbeauftragten des Sanierungsgebietes "Petrikirchplatz", die DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, beauftragt.
Der volle Wortlaut der Ausschreibung wurde bereits im EU-Bekantmachungsblatt unter ID 2011-091218 veröffentlicht. Am 08.07.2011 erfolgt die Veröffentlichung im Ausschreibungsblatt des Landes Brandenburg (http://www.bi-online.de).
Foto oben: Blick über den zukünftigen Standort der Feuerwehr vom Hermann-Henschel-Weg aus

Luftbild neuer Feuerwehrstandort

Warum eine neue Feuerwache für Luckenwalde?

1994 wurden mehrere Standorte für eine leistungsfähige Feuerwehr innerhalb der Stadt aus funktionaler und städteplanerischer Sicht geprüft.
Eine Bewertung mehrerer Standorte des Stadtplanungsamtes favorisierte den Standort des ehemaligen Gaswerkes (unmittelbar hinter den Bahngleisen zwischen Bahnhofstraße, Dessauer Straße und Brandenburger Straße).
Dieser Standort ist aus Sicht des Wohnumfeldes, der Lage zu besonders zu schützenden Einrichtungen, einer Anbindung an die öffentliche Infrastruktur, der Erreichbarkeit u. a. Kriterien nahezu ideal.
Gleichzeitig konnten mit dieser Standortentscheidung der Stadtverordnetenversammlung mehrere stadtplanerische Leitbilder und eine Bündelung der Planungsziele, wie Verlängerung der Dessauer Straße zur Heinrich-Zille-Str., P + R Anlage (Errichtung Parkplätze zur unmittelbaren Andienung am Bahnhof), zusätzliche Bahndammquerungen zum Berliner Platz und dem Hermann-Henschel-Weg und die Rekultivierung einer Gewerbebrache verwirklicht werden.
Zur Vorbereitung der Standortverlagerung der Feuerwehr wurde ein Gutachten über die Begleitung der Planungs- und Bauphase der Feuerwache Luckenwalde an die Firma FORPLAN beauftragt.
"Im Vorfeld und während der Erarbeitung des aktuellen Gefahrenabwehrbedarfsplans der Stadt Luckenwalde (Stand 26.05.2009) wurde Verbesserungsbedarf an der räumlichen und baulichen Situation der Feuerwache Luckenwalde festgestellt. Die Feuerwache entspricht nicht den Unfallverhütungsvorschriften (hier besonders die GUV-I 8651) bezüglich der Stellplatzbreiten, PSA-Lagerung, Durchgangshöhen, Verkehrswegbreiten. Des Weiteren stellen die Zufahrtswege für eintreffende Einsatzkräfte und ausrückende Fahrzeuge eine Unfallgefahr dar. Außerdem ist keine klare Trennung zwischen Fahrzeughalle und Werkstatt gegeben bzw. handelt es sich hier um eine Doppelnutzung.
Aufgrund der vorhandenen räumlichen und baulichen Situation sind Umbaumaßnahmen wirtschaftlich nicht darstellbar, so dass aus Sicht des Gutachters die Planung eines Neubaus vorangetrieben werden sollte. Der Gutachter weist insbesondere auf das Protokoll zur Beratung und Besichtigung bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Luckenwalde gemäß §§ 17 - 19 SGB VII am 25.10.2007 durch die Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg vom 26.10.2007 hin, insbesondere Ziffern 4 bis 11. Bauliche und räumliche Defizite wurden auch von Herrn Dr. Holger de Vries, Fa. FORPLAN DR. SCHMIEDEL GmbH, im Jahr 2008 bei einer Begehung der Feuerwache im Zuge der Erstellung des Gefahrenabwehrbedarfsplans festgestellt.
Bei einer Feuerwache handelt es sich um ein komplexes Bauwerk besonderer Art und Nutzung, bei dessen Planung die spezifischen Funktionalitäten dieses Gebäudes in seiner beabsichtigten Nutzung zu berücksichtigen sind." (FORPLAN DR. SCHMIEDEL GmbH, Heerstraße 137a, 53111 Bonn, Tel. 0228/94 94-0, Fax -100, E-Mail: forplan@forplan.de)
Mit dem anstehenden Verfahren eines Realisierungswettbewerbes soll auf der Grundlage der Wettbewerbsergebnisse die beste architektonische, städtebauliche, funktionale und wirtschaftlichste Lösung für die zu planende und zu realisierende Hochbaumaßnahme am ausgewählten Standort gefunden werden.


Zukunft des Konsumhauses

Planvorschlag für das künftige Objekt

Das ehemalige Konsumhaus in der Bussestraße 26/27 in Luckenwalde soll wiederbelebt werden. In Absprache mit der Denkmalschutzbehörde und dem Eigentümer entwickelt das Büro ff-Architekten aus Berlin in im Auftrag der Stadt augenblicklich ein Planungskonzept. Das Vorderhaus und das dahinter liegende Lagergebäude stammen aus den 20er Jahren und stehen unter Denkmalschutz. Künftig sollen die Gebäude als Wohnraum genutzt werden. Der Innenhof wird begrünt, barrieregerecht gestaltet und als Aufenthaltsort aufgewertet. Als eine Art Rahmen könnte gegenüber dem Lagerhaus ein eingeschossiger Neubau entstehen, der Flächen für barrierefreies und altersgerechtes Wohnen bereit halten würde. Die Wohnungen des Neubaus und des ehemaligen Lagerhauses würden jeweils über einen privaten Garten verfügen. Außerdem könnte im Innenhof ein Parkplatz angelegt werden. Wie viele Wohnungen entstehen sollen und deren Größe steht stehen noch nicht fest, da man sich auch an der Nachfrage orientieren möchte. Die ist besonders in Bezug auf barrierefreie Wohnungen sehr groß. Das Projekt soll die städtebauliche Entwicklung vorantreiben und den Standort weiterentwickeln. Gleichzeitig soll das Denkmal in die Umgebung eingefügt und wieder erlebbar gemacht werden.
Bild: Eine Möglichkeit der Planung für Vorderhaus (links) und Lagerhaus (mitte).


Städtebauförderung: Aufbau nicht auf halbem Wege abbrechen - Kahlschläge abwenden

Teilnehmer der Pressekonferenz

Zu diesem Thema fand am 13. Mai 2011 im Luckenwalder Rathaus ein vom Deutschen Städte- und Gemeindebund Brandenburg initiiertes Pressegespräch statt.
Die von Bund, Land Brandenburg sowie den Städten und Gemeinden gemeinsam finanzierten Programme der Städtebauförderung haben nach der Wende wesentlich zur nachhaltigen Erneuerung der Städte und Gemeinden und zur sozialverträglichen Anpassung an den Strukturwandel (Stadtumbau) beigetragen. Im vergangenen Jahr waren die Mittel unerwartet zurückgeführt worden.
Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, berichtete, dass im Jahr 2010 die Städtebauförderung des Bundes 610 Mio EUR betrug. Im Jahr 2011 sollte die Summe halbiert werden, was heftigsten Widerstand auf allen politischen Ebenen sowie insbesondere bei den Kommunen auslöste, so Böttcher. "Die Kürzung wurde dann zurückgenommen auf 455 Mio EUR und nun tritt der Bund erneut an mit Kürzungsabsichten der Städtebauförderung auf 265 Mio EUR für das Jahr 2012 und wahrscheinlich fortfolgende." Dies stellt die Fortführung der Städtebauförderung in Frage.
Im Pressegespräch erörterten neben Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide Vertreter der Städte Treuenbrietzen, Luckau, Cottbus, Lübbenau, Spremberg sowie des Amtes Dahme/Mark die konkreten Auswirkungen der angekündigten weiteren Kürzungen der Städtebauförderung in den jeweiligen Städten und Gemeinden des Landes Brandenburg.
Elisabeth Herzog-von der Heide verwies zunächst auf die Erfolge, die mit der Förderung des Stadtumbaus erreicht wurden und beschrieb die Ausgangslage in Luckenwalde: Von den 12.700 Wohneinheiten sind 2.000 im Leerstand. 1.000 Wohnungen wurden abgerissen und 300 aufgewertet. Der öffentliche Raum wurde aufgewertet und Wohnstraßen entwickelt. Dies hatte zur Folge, dass sich der Leerstand von 20 auf 16 % reduziert hat. Mit einer beständigen Fortführung der Förderung könnte die Leerstandquote gehalten werden. Da die Bürgermeisterin von einem Bevölkerungsrückgang in Luckenwalde in den nächsten zehn Jahren von 1.500 Einwohnern ausgeht, der auf den Sterbeüberschuss (auf 300 Sterbefälle jährlich kommen rund 150 Geburten) zurückzuführen sei, könne sich der Leerstand wieder auf 3.000 Wohneinheiten erhöhen, wenn nicht gegengesteuert, nicht interveniert werde. Die Bund-Förderung von einem EUR wird zusammen mit den Mitteln des Landes, der Kommune und, beispielsweise beim Straßenausbau, durch Anliegerbeiträge zu einem Investitionsvolumen von sechs EUR. Davon fließen 19 % Mehrwertsteuer an den Bund zurück, das sind 1,14 EUR. Frau Herzog-von der Heide verdeutlichte ihr Unverständnis darüber, dass von solch einem sich selbst finanzierenden Konjunkturprogramm Abstand genommen werde.
Auch die anderen Gesprächsteilnehmer beklagten die einschneidende Situation, wenn die Städtebauförderung so drastisch zurückgefahren werde. Der demografische Wandel schlägt auch in ihren Städten und Ämtern zu Buche. Um junge Menschen in der Region zu halten und Ansiedlung zu fördern, sind sanierte Wohnungen und Straßen, ein schönes Stadtbild zwingend erforderlich. Investoren legen nicht mehr nur Wert auf die harten sondern auch weichen Standortfaktoren, "die da sind: Infrastruktur, Bildung, Lernen, Wohnen und dabei ist es nicht das Wohnen im preiswerten Bereich sondern das qualitative Wohnen.", so Gerd Schmiedel aus Spremberg. In der Stadt wurde in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich Stadtumbau mit Förderung betrieben und dabei Wert auf Quantität gelegt. Heute schauen die Interessenten mehr auf Qualität.
Einig waren sich die Teilnehmer des Pressegespräches darüber, dass Kontinuität in der Städtebauförderung den bisher erzielten Erfolg im Stadtumbau fortsetzen würde.

(Bildunterschrift: v. l.: Egbert Thiele, Leiter des Fachbereiches Stadtentwicklung der Stadt Cottbus; Gerald Lehmann, Bürgermeister der Stadt Luckau; Michael Knape, Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen im Land Brandenburg; Elisabeth Herzog-von der Heide, Bürgermeisterin der Stadt Luckenwalde; Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg; Peter Brand, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung der Stadt Lübbenau/Spreewald; Gerd Schmiedel, Leiter des Bau- und Planungsamtes der Stadt Spremberg und Frank Pätzig, Amtsdirektor des Amtes Dahme/Mark)


"Kirchturmspolitik" für St. Joseph

Kirchengelände

Bereits seit Ende September 2010 werden die Türme und die Fassade der katholischen St. Joseph-Kirche in Luckenwalde saniert. Am 27. April 2011 unterschrieben Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Pater Anselm den Fördervertrag zur Sanierung. Zum ersten Mal sei "Kirchturmspolitik" etwas Erfreuliches, so die Bürgermeisterin. Die Fördermittel, die mehr als nur symbolisch seien, könnten mit großer Zustimmung der Stadtverordneten übergeben werden. Frau Herzog-von der Heide erinnerte an den Schriftsteller Theodor Fontane, der Luckenwalde als eine Stadt beschrieb, die nicht mehr von Kirchtürmen, sondern von Fabrikschornsteinen geprägt sei. Man trage mit der Sanierung also auch zur Stadtbildpflege bei.
Josef Sprachta, der im erzbischöflichen Ordinariat in der Abteilung Bau tätig ist, berichtete, dass schon seit vielen Jahren an den Kriegs- und Altersschäden der St. Joseph-Kirche herumgeflickt worden sei. Jetzt wird die Notlösung der Glasbausteine am Portal endlich durch neue Fenster ersetzt. Da es von den Originalfenstern keine Fotos gibt, werden die neuen Fenster wie die Rosettenfenster an den Seiten der Kirche aussehen. Dafür werden noch Spender gesucht, die dann auch verewigt werden. "Wir haben deswegen ja schon Götz George hergelockt. Das hat leider nicht gereicht.", erinnerte Pater Anselm an den Filmdreh in der Kirche im März.
In Absprache mit dem Denkmalschutz, der sich an den Kosten beteiligt hat, soll das Endergebnis nicht ganz neu aussehen.

(Foto: v. l. n. r. Pater Anselm, Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann vor der Kirche St. Joseph mit den eingerüsteten Türmen.)

Vertragsunterzeichnung

Stattdessen wird die Lebendigkeit des alten Baus erhalten bleiben. Karl-Heinz Prib vom zuständigen Ingenieurbüro Prib GbR zeigte sich stolz, an einem so besonderen Bau mitarbeiten zu dürfen. Überraschend sei z. B. gewesen, dass die Kirchtürme in Wirklichkeit fünf Meter höher sind, als in den alten Bauzeichnungen vermerkt. Verläuft alles nach Plan, soll die Sanierung der Fassade und der Türme im Juli fertiggestellt sein. Danach ist leider erst einmal Schluss, obwohl auch der Rest der Kirche sanierungsbedürftig ist. Die Baukosten betragen insgesamt rund 162.000 Euro. Die Fördermittel kamen je zu einem Drittel von Bund, Land und der Stadt Luckenwalde. Pater Anselm bedankte sich herzlich bei allen, die an der Sanierung beteiligt waren oder sie ermöglicht haben.
(Foto: Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Pater Anselm unterschreiben den Fördervertrag.)


Lernen am echten Projekt -   Architekturstudenten planen neue Feuerwache

Archtitekturstudenten im Sitzungssaal

Bevor der wirkliche Wettbewerb dafür ausgeschrieben wird, beschäftigen sich zur Zeit Architekturstudenten der Hochschule Wismar mit der Neuerrichtung der Luckenwalder Feuerwache. Zusammen mit Professor Martin Wollensak und Kollegen kamen sie am 18. März 2011 ins Rathaus, um von Herrn Mann, Leiter des Stadtplanungsamtes, Hintergrundinformationen zu diesem Projekt zu bekommen. Dann sollen die 40 Studenten im Rahmen ihres Architekturstudiums einen Plan für die neue Feuerwache entwerfen und die Stadt ist gespannt, wie die angehenden Architekten das Projekt umsetzen würden. Professor Martin Wollensak bedankte sich für die Möglichkeit: "Ein realistisches Projekt ist für uns sehr interessant. Das ist eine spannende Aufgabe mit hohem Anspruch." Herr Mann informierte die Studenten über den geplanten Standort, das Gelände des ehemaligen Gaswerkes hinter dem Bahnhof, auf dem zum Teil beträchtliche Altlasten Probleme bereiten. Außerdem erfuhren die Gäste alles über den städtebaulichen Kontext, die vorhandene technische Infrastruktur und das Umfeld mit den Verkehrswegen. Im Hinblick auf den Slogan der Stadt "WerkStadt der Moderne - Labor der Zukunft" wünschte sich der Stadtplanungsamtsleiter ein funktionales und zeitgemäßes Gebäude. "Wir sind modern. Uns kann man mit nichts schocken." Nach der thematischen Einführung im Sitzungssaal des Rathauses besichtigten die Studenten aus Wismar das Stadttheater, die Mendelsohnhalle und begutachteten den neuen Standort für die Luckenwalder Feuerwache.


Informationen zum Ausbau der Parkstraße

Teilnehmer der Bürgerversammlung im Sitzungssaal

Am 17.02.2011 wurden die Bewohner des Stadtumbauquartiers "Dahmer Straße" im Sitzungssaal des Rathauses Luckenwalde über den Ausbau der Parkstraße informiert. Dieser wird in dem Gebiet die erste Maßnahme in der zweiten Programmphase des Bund-Länder-Programms "Stadtumbau Ost" sein.
Peter Mann, Leiter des Stadtplanungsamtes, begrüßte die Anwesenden im Namen der Bürgermeisterin und informierte über die förderrechtlichen Hintergründe und die zukünftige Stadtteilentwicklung. "Trotz der positiven Gesamtentwicklung gibt es immer noch einen hohen Handlungsbedarf" wertete Herr Mann die Situation des Leerstandes aus. Im Teilraumgebiet Dahmer Straße wurde kaum rückgebaut, aber bereits über 200 Wohnungen sind saniert. "Wichtig ist uns nicht erst seit Stuttgart 21 die Einbindung der Bürger." Diese hatten sich besonders eine Verbesserung des Straßenzustandes gewünscht.
Anschließend informierte Markus Blümner von der Redeker Consult Luckenwalde Ingenieurgesellschaft mbH detailliert über den geplanten Ausbau der Parkstraße. Der Bauabschnitt beginnt am Kleinen Haag, umfasst die Parkstraße, die Grün- und die Ackerstraße und eine Spange über einen Teil der Wiesen- und der Brahmbuschstraße bis zur Neuen Parkstraße. Dieser Teil der Brahmbuschstraße wird nach einer Entscheidung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt zur Einbahnstraße, um für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen. Die fertig sanierte Parkstraße soll ähnlich wie die Theaterstraße aussehen: ein Asphaltband, das den Verkehrslärm dämpft, daneben Parkstreifen mit Bäumen und Gehwege mit Ober- und Unterstreifen aus Mosaiksteinpflaster und einem Laufband aus Betonplatten. Gemäß der bisherigen Planung werden die Kellerlichtschächte mit Klinkersteinen eingefasst. Straßenkreuzungen werden durch einen Wechsel des Pflasters gekennzeichnet und Baumtore sorgen zusätzlich für vermindertes Tempo der Autofahrer. Diese Strategie funktioniere auch in der Theaterstraße sehr gut, so Markus Blümner.
Im Bereich der Grünstraße mit ihrem ungünstigen Gefälle wird Großsteinpflaster verlegt. Die Mulde dort soll erhalten bleiben. Auch im Bereich der Ackerstraße ist Großsteinpflaster geplant, außerdem Parkstände und eine kleine Wendestelle. Am denkmalgeschützten Gymnasium wird die Platane eingefasst und der Bereich vor dem Eingang komplett gepflastert. "Wir halten uns damit an das historische Vorbild." so Ingenieur Blümner. Nach Absprachen mit der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming werden die Busse nicht mehr durch den "vorderen" engen Teil der Parkstraße fahren. Der Röthegraben in der Brahmbuschstraße wird mit einem Rechteckprofil, analog dem in der Theaterstraße, neu eingefasst.
Insgesamt werden 37 neue Bäume gepflanzt, so Dirk Ullrich, Abteilungsleiter Straßenplanung im Straßen-, Grünflächen- und Friedhofsamt der Stadt Luckenwalde. Die Anwohner entschieden sich mehrheitlich für die Winterlinde. Die Wurzeln werden nicht stören, wie einige Anwohner befürchteten, da die Baumscheiben zwar eher klein sein werden, nach einem neuen Verfahren aber unterirdisch Substrat eingebaut wird, das den Bäumen Raum und Nährstoffe bietet. Für den Fall, dass die Parksituation nach der Fertigstellung nicht ausreichend sei, versprach Herr Ullrich neue Lösungen wie z. B. Anwohnerparkausweise und Zeitbeschränkungen.
Die Straßenlaternen werden wie im Bereich der Theaterstraße zwischen Grünstraße und Jänickendorfer Straße aussehen. Der Bereich erhält außerdem z. T. einen neuen Regenwasserkanal und eine neue Trinkwasserleitung. Der Schmutzwasserkanal wird zunächst mit Kameras begutachtet und auch die Hausanschlüsse müssen überprüft werden, so Frau Naujok von der NUWAB. Die Stadtwerke wollen im Rahmen der Bauarbeiten die alte Gasleitung zurückbauen und Teile des Stromnetzes erneuern.
Auf die Anfrage von Bewohnern bezüglich des Grundwassers in den Kellern versicherte Herr Ullrich: "Die wassertechnische Situation wird nach dem Ausbau deutlich besser." Gewährleistet wird das durch den neuen Regenwasserkanal und leicht abgeschrägte Gehsteige.
Die Bauarbeiten können frühestens Ende August 2011 an der Brahmbuschstraße beginnen. Im Frühjahr will man sich dann von der Wiesenstraße abschnittsweise von Kreuzung zu Kreuzung in Richtung Kleiner Haag arbeiten. Die Fertigstellung ist für Sommer 2013 geplant. Befürchtungen von Anwohnern und Geschäftsleuten konnte Herr Ullrich beruhigen: "Wir stellen sicher, dass jedes Haus jeder Zeit wenigstens fußläufig erreichbar ist."
Insgesamt wird die Baumaßnahme ca. 1.308.000 EUR kosten, wovon 328.000 EUR die Stadt übernimmt. Für die Anlieger ergibt sich dadurch ein Betrag von 8,43 EUR pro Quadratmeter.
Herr Mann bedankte sich für die Aufmerksamkeit und machte darauf aufmerksam, dass eventuelle Bedenken oder Änderungswünsche im individuellen Gespräch mit den Mitarbeitern der Stadt geklärt. Die Tagungsunterlagen zur Bürgerversammlung.


Zukunftswerkstatt Boulevard gestalten

Plakatauszug

Was wird aus dem Boulevard? Die Breite Straße ist der zentrale öffentliche Raum der Stadt.
Wie können das Einkaufsangebot, die Gestaltung und die Erreichbarkeit verbessert werden?
Wie kann der Boulevard als lebendiges Stadtzentrum erhalten und weiter entwickelt werden? Welche Ideen haben Sie? Welche Variante der Sanierung finden Sie am Besten? Die Präsentationsunterlagen mit den Varianten zur Auftaktveranstaltung vom 15.12.2010 sind über nachfolgende Links hinter der Berichterstattung vom 28.02.2011 zu finden.

Teilnehmer der 2. Veranstaltung am 28.02.2011

Zukunftswerkstatt Boulevard Teil 2 - 28.02.2011

900 Rückantworten und eine rege Diskussion

Fast keinen leeren Sitzplatz gab es am 28. Februar 2011 im großen Sitzungssaal des Kreishauses, als die Zukunftswerkstatt Boulevard in die nächste Runde ging. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide begrüßte die Anwesenden und zeigte sich beeindruckt von der großen Resonanz. Die Umgestaltung des Boulevards sei inzwischen Stadtgespräch. Auch die insgesamt etwa 900 Rückantworten des Faltblattes bestätigen, dass die Luckenwalder sich ausführlich mit dem Thema beschäftigen. Etwa zehn Prozent aller Luckenwalder Haushalte hatten sich an der Meinungsumfrage beteiligt. Da es sich jedoch bei den vorgestellten Varianten um "keine leichte Materie" handele, wolle man die verschiedenen Möglichkeiten noch einmal nachvollziehbar präsentieren. Dazu wiederholten Prof. Axel Busch vom Büro TOPOS und Verkehrsplaner Heinz Mazur von der PGT Umwelt und Verkehr GmbH die Ergebnisse der ersten Veranstaltung im Dezember letzten Jahres. Sie gaben einen Rückblick auf die damaligen Themen Entwicklungsziele, Qualitäten und Mängel des Boulevards und machten die Unterschiede der erarbeiteten Planungsvarianten erneut deutlich.
Frau Karin Ganssauge vom Büro TOPOS präsentierte dann die Ergebnisse der Meinungsumfrage mit Hilfe der Flyer. Platz 1 mit 47,7 % aller Stimmen belegte Variante 0, die lediglich eine Sanierung vorsieht. Für die Variante 0+ (Status Quo mit Einrichtungsverkehr für Kfz zwischen Lämmergasse und Dahmer Straße) sprachen sich 2,6 % aus. Die Befahrbarkeit zwischen Lämmergasse und Theaterstraße (Variante 1) wünschen sich 28 % der Bürger. Lediglich 2,3 % der Luckenwalder entschieden sich für Variante 2A und damit für die außermittige Befahrbarkeit zwischen Lämmergasse und Dahmer Straße. 3,6 % der Stimmen entfielen auf Variante 2B, also die außermittige Befahrbarkeit zwischen Dahmer Straße und Engpass. Autoverkehr auf der gesamten Strecke des Boulevards (Variante 3A) möchten 3,1 %. Einige Stimmen mehr, insgesamt 9,4 % entfielen auf Variante 3B, die eine komplette Befahrbarkeit in der Mitte der Breiten Straße vorsieht. Auch die restlichen 3,4 % der Abstimmenden würden diese bevorzugen, möchten aber, dass der Kariedel-Brunnen nicht komplett umfahren werden kann (Variante 3C).
Außer für die favorisierte Variante zu stimmen, gab das Faltblatt auch die Möglichkeit, zusätzliche Anregungen, Ideen etc. zu äußern. Die meistgenannten Nennungen waren, dass die Radfahrer absteigen sollen, Barrierefreiheit, Befürchtungen wegen der Kosten der Sanierung, Wünsche nach mehr Bänken und Grünanlagen, mehr Geschäften und Gastronomie und attraktiven Angeboten wie Spielplätze, Wasseranlagen oder eine Bühne. 18,5 % betonten hier nochmals, dass sie sich keine Autos auf dem Boulevard vorstellen können. 1 % sieht einen Mangel an Parkplätzen, 4 % dagegen nicht. 4,7 % schlugen einen Radweg vor, 1,3 % wollen ausdrücklich keinen. Etliche Befragte wünschen sich den Boulevard familienfreundlich und erholsam. Er solle eine grüne Oase mit vielen Veranstaltungen sein. Vorschläge sind unter anderem die Schließung der Baulücke, bessere Öffnungszeiten der Geschäfte und mehr Einsatz des Innenstadtmanagements. Einige Bürgerinnen und Bürger hätten gerne einen Sandkasten, eine versenkbare Bühne, Taxistände, einen Sportplatz oder im Winter eine Eisfläche auf dem Boulevard. Außerdem kamen die Vorschläge den Wochenmarkt auf den Boulevard zu verlegen, am Bahnhof mehr Werbung für das Stadtzentrum zu machen, die Kariedelfiguren auf dem Brunnen in die andere Richtung zu drehen, die Skatertrasse am Boulevard starten zu lassen oder diesen bis zu den Nuthepassagen, dem Kino und dem Skatereinstieg zu verlängern. Mehrmals genannt wurde ein Parkleitsystem und ein Fußgängerüberweg vom Nuthepark zum Vierseithof.
Peter Mann, Leiter des Stadtplanungsamtes, bedankte sich für den positiven Rücklauf. Da das Meinungsbild jedoch recht ausgeglichen sei, gäbe es weiterhin viel Diskussionsbedarf.
Anschließend gab Monika Scheffler, Lehrerin am Friedrich-Gymnasium in Luckenwalde, einen kurzen Einblick in ihre bisherigen Ergebnisse. Zusammen mit einer 8. Klasse beschäftigt sie sich im Rahmen einer Projektarbeit ebenfalls mit der Umgestaltung des Boulevards. Die Schülerinnen und Schüler haben Geschäftsleute und Passanten interviewt, Fragebögen erarbeitet und diese unter den Mitschülern verteilt, um auch die Meinungen der jüngeren Zielgruppe in die Zukunftswerkstatt miteinfließen zu lassen. Die Schüler seien sehr froh, dass der Boulevard umgestaltet werden soll, nutzen ihn gerne als Treffpunkt und sind größtenteils für eine Sanierung ohne Autoverkehr. Das erste Meinungsbild zeige, dass den Jugendlichen Geschäfte und Attraktionen auf dem Boulevard fehlen. Viele würden sich über einen Fahrradweg und mehr Grün freuen. Die endgültigen Ergebnisse der Umfrage am Gymnasium, die die Schüler selbst auswerten, stellen sie dann der Stadt zur Verfügung, wofür das Stadtplanungsamt sehr dankbar ist.
Anschließend hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, sich zu den Gesprächsthemen Nutzung öffentlicher Raum und private Nutzung durch Wohnen und Einzelhandel zu äußern. Während der regen Diskussion wurden sehr unterschiedliche Meinungen geäußert. Zum einen wurde Stolz auf das "einzigartige Kleinod Boulevard" laut, das nicht verändert werden solle. Andererseits forderten viele Anwesenden eine dringend notwendige Modernisierung. Anwohner äußerten ihre Angst davor, dass der Boulevard zu einer Rennstrecke werden könnte, andere schlugen eine geschlängelte Fahrbahn vor oder sprachen sich gegen die Befahrbarkeit aus, da es am Boulevard keine Waren zu kaufen gäbe, die das direkte Verladen in einen PKW erfordern. Viele sprachen Probleme mit dem Lieferverkehr an. Einige Bürger befürchteten ein Geschäftssterben verbunden mit rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen und dass der Boulevard "zum Kinderspielplatz degradiert werde". Der Tourismus und vor allem die Skater stellen für manche Anwesenden die Lösung für die Probleme des Einzelhandels dar.
Die verschiedenen Meinungen wurden auf Stellwänden festgehalten und von Herrn Mazur zusammengefasst. Dieser zeigte sich zufrieden mit der "spannenden Diskussion", die aber sicher noch weitergeführt werden müsse. "Das ist ein ganz guter Weg, den wir begonnen haben." Frau Herzog-von der Heide betonte, dass es nicht möglich sei, alle vorgebrachten Wünsche zu erfüllen. Man wolle jedoch einen Weg finden, der es ermögliche, viele der Anregungen zu verwirklichen.

Ergebnisse der Auftaktveranstaltung vom 15.12.2010:

1. Präsentation "ZukunftsWerkstatt Boulevard gestalten"

2. Präsentation "Luckenwalde 2020 - Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK)"

Projekttag im Zeichen des Boulevards

Schulklasse vor dem Rathaus

Die Klasse 8d des Friedrich-Gymnasiums Luckenwalde beschäftigte sich im Rahmen eines Projekttages am 14.02.2011 mit der Umgestaltung des Boulevards. Im Sitzungssaal des Rathauses erhielten die Jugendlichen und ihre Deutschlehrerin Frau Scheffler zunächst eine thematische Einführung von Christian Schulze, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins und Pressesprecherin Sonja Dirauf: "Der Boulevard soll nach der Sanierung allen gefallen. Wir freuen uns auf eure Meinung, Ideen und Anregungen." Davon hatte die Klasse einige im Gepäck. U. a. wünschte sie sich mehr Angebote für Kinder und Jugendliche auf dem Boulevard und den Erhalt des Beachvolleyballfeldes. "Der Boulevard ist das Zentrum der Stadt. Aber im jetzigen Zustand repräsentiert er sie nicht sehr gut" gab eine Schülerin zu bedenken.
Anschließend befragte die Klasse in Gruppenarbeit Passanten und Geschäftsleute am Boulevard zu deren Meinung über die Befahrbarkeit, die verschiedenen Varianten und die Einbauten, die eventuell weichen müssten. Auch unter den Mitschülern des Gymnasiums ist eine Umfrage geplant. Aus den gesammelten Ergebnissen soll eine Schülerzeitung gestaltet werden.


Entwurf des Einzelhandels- und Zentrenkonzept

Der vorliegende Entwurf befindet sich derzeitig in der Abstimmung. Eine Trägerbeteiligung wird gesondert durchgeführt.


Über 4 Millionen für das Gebiet am Röthegraben - Integriertes Handlungskonzept vorgestellt

Projektvorstellung durch Büro TOPOS

Die Stadt Luckenwalde plant, 4.380.000 EUR in das Gebiet "Am Röthegraben" zu investieren. Im Rahmen des Förderprogramms "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Soziale Stadt" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Länder soll dieser Bereich stark profitieren. In der letzten Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Soziales und öffentliche Ordnung am 04. November 2010 wurde das integrierte Handlungskonzept für das Gebiet "Am Röthegraben" vorgestellt. Karin Gansauge und Sigmar Gude vom Berliner Büro TOPOS zählten zunächst die Schwächen des Gebietes auf, das die Bereiche Burg, Dahmer Straße, Volksheimsiedlung und Röthegraben umfasst. In diesem Teil der Stadt sind der Bevölkerungsrückgang, die Überalterung und die Anteile an sozial schwachen Familien und Arbeitslosen sehr hoch. Befragungen haben ergeben, dass die Bewohner ihr Wohnumfeld als überwiegend positiv bewerten, aber vor allem Jugendfreizeiteinrichtungen und Spielplätze vermissen. Auch mit dem hohen Leerstand, dem Sanierungsbedarf und dem Zustand von Straßen und Gehwegen ist man unzufrieden.
Mit Hilfe des Programms "Soziale Stadt" in Kombination mit anderen Förderprogrammen sollen nun soziale Entmischungsprozesse gestoppt, öffentliche Einrichtungen aus- und der Leerstand abgebaut werden, um die Wohnqualität zu verbessern. Indem die Bürger eingebunden werden, hofft man eine stärkere Beteilung und Identifizierung mit dem Wohngebiet zu erreichen. Dazu sind eine Vielzahl von Schlüsselprojekten geplant. Das wichtigste ist der so genannte Stadtteilmanager, der zwischen Verwaltung und Bürgern vermitteln und sich als deren Ansprechpartner um Probleme und Anliegen kümmern wird. Im ehemaligen Heizwerk soll ein Nachbarschaftstreff entstehen, das Jugendzentrum KLAB und die Kita "Vier Jahreszeiten" werden Unterstützung erhalten und aus der Kita Burg soll ein Bildungs- und Bewohnerzentrum entstehen. Neben der Mieterinitiative Burg sind mehrere Bauprojekte geplant, bei denen private Gebäudesanierungen unterstützt werden. Und auch die Grünflächengestaltung soll zukünftig in enger Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern geschehen. Geplante Maßnahmen sind ein Landschaftsgarten im Bereich Burg, ein Bewohnergarten am Kirchhofsweg und ein Naturerlebnisraum "ElternKinderGarten". Mit der Aufwertung des Ehrenhains ist schon begonnen worden und auch der Eingangsbereich des Tierparks erfährt Umgestaltungsmaßnahmen.
Peter Mann, Amtsleiter des Stadtplanungsamtes, erläuterte, man gehe mit dem vorgelegten Konzept völlig neue Wege und weiche von der gelebten Planungsphilosophie ab. Neuer Ansatzpunkt müssten die Bedürfnisse der Bürger sein. Im Bereich Röthegraben gäbe es enorme Mangel. "Unsere Aufgabe ist es, uns dieser Realität zu stellen."
Das Integrierte Handlungskonzept für den Stadtteil "Am Röthegraben" soll zusammen mit der Öffentlichkeit und vor allem den Bewohnern des Gebietes diskutiert und überarbeitet werden.

Hier gehts zum Integrierten Handlungskonzept vom Dezember 2010.


Einzelhandels- und Zentrenkonzept vorgestellt

Der Einzelhandel im Innenstadtbereich Luckenwaldes muss belebt und ausgebaut werden. Das ist das zentrale Ziel des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes, das am 02. November 2010 dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Umwelt vorgestellt wurde. Dr. Silvia Horn und Dr. Ullrich Kollatz von der BBE Handelsberatung GmbH präsentierten ihre Ergebnisse, die sie anhand von Passanten- und Haushaltsbefragungen erarbeitet haben. Demnach bevorzugen 76 Prozent der Luckenwalder als Einkaufsstandort ihren Wohnort, zehn Prozent ziehen Berlin und acht Prozent Potsdam vor. Von den Befragten, die im Umland wohnen, nennen immerhin 19 Prozent die Stadt als ihren favorisierten Einkaufsstandort. Gefragt nach den beliebtesten Einkaufsmöglichkeiten innerhalb Luckenwaldes (Mehrfachnennungen waren möglich) benennen 38 Prozent die Innenstadt, 60 Prozent Kaufland und 49 Prozent den Marktkaufstandort. Nur 26 Prozent der Befragten, die im Umland wohnen, kaufen bevorzugt im Innenstadtbereich Luckenwaldes ein. Beim Vergleich der Altersgruppen fällt auf, dass die unter 40-jährigen Kaufland noch stärker bevorzugen, wohingegen in der Altersgruppe ab 66 Jahren die Nennungen der Innenstadt leicht zunehmen. Die BBE Handelsberatung GmbH ermittelte 101,1 Millionen Euro als aktuelle Nachfrage in der Stadt Luckenwalde. Laut den Prognosen wird die Nachfrage bis zum Jahr 2020 um etwa 7,3 bis 10,1 Prozent abnehmen. Aktuell umfasst das Angebot in Luckenwalde 188 Anbieter mit insgesamt 48.581 m² Verkaufsfläche und einem Umsatz von 117,1 Millionen Euro. Nur acht Prozent der Verkaufsfläche und 13 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Einzelhandel in der Innenstadt. Der Standort Marktkauf zum Beispiel verfügt im Vergleich über fünf mal so viel Fläche und erwirtschaftet mehr als den doppelten Umsatz.
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept betrachtet neben dem A-Zentrum Innenstadt, die so genannten B-Zentren Einkaufszentrum Elsthal, die Beelitzer Straße und die Käthe-Kollwitz-Straße. Diese stehen in Wechselbeziehung mit den Ergänzungsstandorten im Bereich Burg und der Frankenfelder Chaussee sowie einigen Nahversorgungslagen wie z. B. in der Fontane- und der Pestalozzistraße. Das A-Zentrum Innenstadt soll idealer Weise über einen umfassenden Branchenmix für spezialisierten und höheren Bedarf verfügen. Mittel- und langfristig soll hier die Verkaufsfläche um bis zu 5.000 m² erweitert werden. Das Angebot muss ergänzt werden, denn bisher wird es von den Befragten nur als durchschnittlich bewertet. Die B-Zentren sind für die Grundversorgung zuständig. Vor allem in der sanierungsbedürftigen Käthe-Kollwitz-Straße wird starker Handlungsbedarf gesehen. Die Verkaufsfläche soll hier auf insgesamt ca. 3.500 m² vergrößert werden.
Ziele des Einzelhandels- und Zentrenkonzept sind die Stärkung innerstädtischer Strukturen und eine gleichzeitige regionale Ausstrahlung, die Gewährleistung der wohnungsnahen Versorgung, die Erschließung touristischer Potenziale und eine Verbesserung des Stadtbildes.
Herr Peter Mann, Leiter des Stadtplanungsamtes, betonte, das Einzelhandels- und Zentrenkonzept sei bislang ein erster Ansatz, der mit der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden soll.


Deutscher Städtebausonderpreis für Luckenwalde

Ausstellungstafel

Am 07. Oktober 2010 wurde die Luckenwalder Bibliothek im Bahnhof bei der Vergabe des Deutschen Städtebaupreises in Essen mit dem Sonderpreis für herausragende Projekte und Orte des Wissens und der Bildung ausgezeichnet. Der Sonderpreis zum diesjährigen Thema "Stadt und Wissen" ist mit 5.000 Euro dotiert.
"Wie man einem zwischenzeitlich ‚unwirtlichsten Ort der Stadt' zu neuer Identität verhilft, seinem strukturell schwachem Umfeld Stabilität verleiht und wie man einen Ort voller neugierig machender Wissensangebote schafft, der Begegnung und Austausch der Stadtgesellschaft befördert - das lässt sich am Projekt der Bibliothek im Bahnhof eindrucksvoll ablesen.", so Juryvorsitzender Prof. Michael Braum. Er begründete, warum man sich für Luckenwalde entschieden hatte: "Hier ist es nicht nur gelungen, das bereits ruinös verfallene Bahnhofsgelände wieder zu beleben. Es ist zugleich ein in der Stadtgeschichte bedeutsamer Ort mit einem frischen Geist erfüllt worden." Braum gratulierte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, der DSK Berlin und den Architekten der Bibliothek, der Arbeitsgemeinschaft Wronna, Feldhusen und Fleckenstein sowie der Bauleitung Stephan Holtz.
Anschließend blickte er auf die Entstehung des Projektes zurück. "Dem verantwortlichen und beherzten Handeln Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide ist es zu verdanken, dass die Chancen, die sich mit der Suche nach einem neuen Haus für die Stadt- und Kreisbibliothek und aus den Fördermöglichkeiten des URBAN II Programms ergeben hatten, bestmöglich genutzt wurden." 2005 wurde von der Stadt ein Wettbewerb ausgelobt, den die Architekten Martina Wronna, Katharina Feldhusen und Ralf Fleckenstein für sich entscheiden konnten. Zunächst mussten dann die Anbauten zu den Gleisen zurückgebaut und separat erschlossen werden. In der Öffentlichkeit löste der Umbau große Diskussionen aus. Es habe sich jedoch gezeigt, dass das neue bauliche Konzept für die Bibliothek, als den zentralen Anlaufpunkt für Bildung und Kultur, perfekte Bedingungen geschaffen habe. In den neuen Räumen sind nun Aktionen wie Lesenächte, Theateraufführungen, politische Foren, LAN-Partys und Flohmärkte möglich. Die Bibliothek im Bahnhof erinnere an die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes, hat aber durch den goldenen Anbau ganz neue Aspekte erhalten. Die Kinder- und Jugendbibliothek mit den ineinander übergehenden Räumen, der dynamischen Schrägstellung und der außergewöhnlichen Fassade, sei bei den kleinen Nutzern sehr beliebt. Deren Zugang zum Buch ist zentrales Anliegen des Fördervereins, der inzwischen aus 70 Mitgliedern besteht. Braum bezeichnete die Bibliothek im Bahnhof als ganz besonderes Luckenwalder Merkzeichen.

Bürgermeisterin nimmt Sonderpreis entgegen

Der Deutsche Städtebaupreis ging in diesem Jahr nach Münster. Beide Preise werden von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung vergeben, um eine zukunftsorientierte Planungskultur und Stadtbaukunst zu fördern. Seit 1979 werden Projekte ausgezeichnet, die wegweisend für die Stadtbaukultur und die räumliche Entwicklung sind. Wichtige Kriterien bei der Auswahl der Preisträger sind Nachhaltigkeit, Innovation, Berücksichtigung des Umweltschutzes und der Stadtbildpflege. Zum diesjährigen Wettbewerb wurden 65 Projekte für den Städtebaupreis und 19 Projekte für den Sonderpreis eingereicht.
(Foto v. l. n. r.: Juryvorsitzender Prof. Michael Braum, Prof. Katharina Feldhusen, Architektin, Elisabeth Herzog-von der Heide, Bürgermeisterin der Stadt Luckenwalde, Prof. Dr. Michael Kreutzberger, Präsident der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, Martina Wronna, Architektin, Dr. h.c. Friedrich Pfäfflin, stv. Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Stiftung; Quelle beide Fotos zum Beitrag - Detlev von der Heide )


Besuch von MdL Michael Jungclaus

l. an der Karte MdL Michael Jungclaus

"Ein schönes Städtchen haben Sie hier", war das Urteil von Michael Jungclaus, Landtagsabgeordneter und Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, bei seinem Besuch in Luckenwalde am 22. September 2010. Im Rahmen einer Städtetour durch Brandenburg wurde er im Luckenwalder Rathaus von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Peter Mann, Amtsleiter des Stadtplanungsamtes, empfangen. Hier wollte er sich vor Ort darüber informieren, welche Konsequenzen die geplanten Kürzungen der Städteförderung in den Kommunen haben werden. "Damit man noch besser weiß, für was man in den Ausschüssen kämpft." Nach einem Stadtrundgang erläuterte Herr Mann in einem Vortrag, wie gut die Städtebauförderung Luckenwalde in der Vergangenheit getan hat und wie sehr sie auch in Zukunft benötigt wird. Besonders beeindruckt haben Michael Jungclaus die Solaranlage auf der ehemaligen Deponie und die geplante Sanierung der Kita Burg. Solche Beispiele seien viel anschaulicher als Zahlenkolonnen und er könne nun noch nachdrücklicher fordern, die Städteförderung möglichst zu erhalten, so Jungclaus.
Foto: Michael Jungclaus (l.) zeigt Peter Mann, Amtsleiter Stadtplanung, und Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, an einem Luftbild wie gut er sich inzwischen in Luckenwalde auskennt.


Wie viel Fördergeld erhält Luckenwalde für die Stadtentwicklung?

Beratungsteilnehmer

Gesamtmaßnahmenberatung mit dem Landesamt für Bauen und Verkehr

Am 17. September 2010 waren Vertreter des Landesamtes für Bauen und Verkehr zu einer Gesamtmaßnahmenberatung ins Luckenwalder Rathaus gekommen. Ziel des Gespräches war die Abstimmung zu den Schwerpunktsetzungen in der Stadtentwicklung und der Unterstützung dieser durch die Bereitstellung von Städtebaufördermitteln durch das Land Brandenburg in den nächsten Jahren.
Frau Herzog-von der Heide (l.) begrüßte die Gäste und war sehr erfreut darüber, dass die Vertreter des Landesamtes so zahlreich erschienen waren und sich fast einen ganzen Tag Zeit nahmen, um die Probleme der Stadtentwicklung Luckenwaldes und deren Förderung zu erörtern. Jan Drews (Bildmitte), Präsident des Landesamtes für Bauen und Verkehr, betonte, es sei ein guter Zeitpunkt, um gemeinsam strategische "Leitplanken" zu erarbeiten, da man sich an einem Wendepunkt der Förderpolitik des Landes Brandenburg befände. Er erläuterte, dass es jetzt insbesondere darauf an käme die voraussichtlich erheblich zurückgehenden Fördermittel des Landes und Bundes für die Stadtentwicklung zielgerichtet und effektiv einzusetzen.
Peter Mann, Leiter des Stadtplanungsamtes, gab zu Beginn der Beratung einen Überblick über den erreichten Arbeitsstand bei der Realisierung der Schlüsselvorhaben des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes INSEK. Hier wurden beispielhaft die wichtigsten Vorhaben und ihr ereichter Realisierungsstand, wie z. B. die Erschließung des Zapfholzwegs und des Industriegebietes, die Entwicklung des Gebietes Dahmer Straße, die energetische Sanierung der Kindertagesstätte Burg sowie die Weiterentwicklung des Nuthe-Grünzuges, erläutert.
Einen wichtigen Aspekt der zukünftigen Stadtentwicklung bildet die demografische Entwicklung. In diesem Zusammenhang wurden die erreichten Ergebnisse des Stadtumbaus, die im Rahmen einer Bestands- und Leerstandserfassung im vergangenen Jahr überprüft wurden, dargestellt und daraus resultierende Problemstellungen für die nächsten Jahre diskutiert. Dabei wurde von Seiten der Stadt noch einmal auf die notwendige Unterstützung des Landes durch Städtebaufördermittel, wie bereits durch Aufnahme in das Programm Stadtumbau 2 vorgesehen, hingewiesen.
Auf die Frage der Stadtvertreter, wie viel Fördergelder denn zukünftig zu erwarten sind, konnte das Landesamt für Bauen und Verkehr noch keine verbindlichen Antworten geben. Der Schwerpunkt wird weiterhin auf dem Stadtumbau in seiner Kombination von notwendigem Rückbau zur Reduzierung des Wohnungsleerstandes und der weiteren Aufwertung der zentralen Stadtbereiche liegen.
Vom Landesamt wurde insbesondere die konsequente Umsetzung der im Integrierten Stadtentwicklungskonzept INSEK verankerten langfristigen Strategie der Stadtentwicklung gelobt. Mit dem zu erwartenden Rückgang der Städtebaufördermittel kommt es jedoch auf eine weitere Konzentration auf die wichtigsten Stadtentwicklungsvorhaben an. In diesem Zusammenhang wurde die Stadt gebeten, die Vorhaben, die für eine Förderung in den nächsten Jahre vorgesehen sind, in eine Rang- und Reihenfolge nach Bedeutung für die Stadtentwicklung und Dringlichkeit zu setzen. Diese Liste wird dann die Basis für die Bewilligung und Verwendung der zukünftig bereitgestellten Städtebaufördermittel bilden.

(r. im Bild: Dr. Dieter Freudenberg, Dezernat Stadtentwicklung im Landesamt für Bauen und Verkehr)


Umbau Wehr im Elsthal

Teilnehmer Wehr Elsthalbegehung

Im Luckenwalder Elsthal wird das Nuthe-Wehr umgebaut. Nachdem das rund 80 Jahre alte Wehr z. T. schon abgerissen wurde, war am 23. September 2010 der offizielle Baubeginn.
Das alte Wehr war nicht mehr funktionsfähig und in einem bedenklichen Zustand. "Die neue Lösung heißt Sohlengleite", so Bodo Schwiegk, Leiter der Regionalabteilung West im Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Das heißt, es entstehen mehrere kleine, durchlässige Teiche, so dass Fische die Sohlengleite in beide Richtungen durchqueren können. Zunächst wird die Nuthe entschlammt, das Material getrocknet und das Wasser nach analytischen Proben wieder dem Fluss zugefügt. Noch in diesem Jahr soll der Umbau abgeschlossen werden. Anka Schlager, Niederlassungsleiterin der ausführenden Firma Umwelttechnik & Wasserbau GmbH, zeigte sich von der "charmanten Kulisse" an der Nuthe beeindruckt und sicherte zu, dass durch eine Schutzwand der 1000-jährigen Linde kein Schaden zugefügt werde.
"Die Nuthe ist ein wichtiger Impulsgeber für die Stadtplanung" betonte Peter Mann, allgemeiner Vertreter der Luckenwalder Bürgermeisterin. Er sei "erwartungsfroh, ein weiteres Highlight in der Stadt zu bekommen". Neben der Verbesserung des Hochwasserschutzes und dem ökologischen Aspekt, erhofft man sich auch einen attraktiven Erholungsraum für die Luckenwalder. Dazu wird ferner die Brücke am Wehr neu gebaut und von der Stadt anteilig mitfinanziert.
(Bild: Bodo Schwiegk vom Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (4. v. r.), Peter Mann, allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin (3. v. r.) und Anka Schlager von Umwelttechnik & Wasserbau GmbH (2. v. r.))


Stadtmodell "Bibliothek im Bahnhof" bei Ausstellung Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit

Ausstellung von rund 300 Modellen und 80 Projekten zum städtischen Leben
Bahnhofsmodell

Vom 02.10.2010 bis zum 28.11.2010 (Eröffnung am 01.10.2010, 18:00 Uhr) ist im ehemaligen Kraftwerk Mitte in Berlin die Ausstellung "Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit" zu sehen.

Wünsche aus ganz Deutschland fügen sich in der Ausstellung "REALSTADT. Wünsche als Wirklichkeit" zu einer Stadt auf Zeit zusammen. Rund 300 Modelle in allen Maßstäben und 80 beispielhafte Projekte in Wort und Bild erzählen vom Wunsch nach Veränderung und Bereicherung des städtischen Lebens - und von den menschlichen Energien, die dafür nötig sind. Ausgewählt wurden die Modelle nach einem bundesweiten Aufruf aus den Einreichungen von Kommunen, Planungsbüros und Hochschulen, aber auch von Initiativen und Einzelpersonen. Großflächige Stadtumbauten gehören ebenso dazu wie punktuelle Interventionen, realisierte Konzepte und gescheiterte Wettbewerbe, Partizipationsprozesse oder kühne Einzelthesen.
Schauplatz von "REALSTADT. Wünsche als Wirklichkeit" ist die Turbinenhalle des 1961 erbauten Kraftwerks Mitte. Erstmals für eine Ausstellung hergerichtet, bietet dieser Bau in seiner massiven Brüchigkeit einen überwältigenden Resonanzraum für die Stadtimpulse, die dort auf zwei Geschossen ausgebreitet werden. Maßstabssprünge und verschiedene Blickwinkel nehmen Bezug auf die zentrale Rolle der Städte in unserer Gesellschaft. Deutlich wird hier auch, welche Möglichkeiten den vielen Akteuren in der Stadtentwicklung offen stehen. Konzipiert und realisiert wird die Ausstellung von Martin Heller, Heller Enterprises, Zürich, als Intendanten gemeinsam mit der Kuratorin Angelika Fitz und dem Architekten Tristan Kobler. Veranstalter ist das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Begleitet wird die Ausstellung von Veranstaltungen zahlreicher Projektpartner.

Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit
Ausstellung im ehemaligen Kraftwerk Mitte in Berlin, Köpenicker Str. 70, 10179 Berlin

Ausstellungsdauer: 2. Oktober bis 28. November 2010 täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr

Führungen: Öffentliche Führungen donnerstags 18:00 Uhr ohne Voranmeldung. Informationen und Anmeldung für Gruppenführungen auf www.realstadt.de.


Luckenwalde weiter Stadtumbaustadt

Veranstaltungsteilnehmer

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann nahmen an der Verkündungsveranstaltung in Potsdam teil und hörten die Botschaft live.
Landesweit wurden 22 Städte vom Brandenburger Bauministerium in das Programm Stadtumbau Ost II in diesem Jahr aufgenommen. Für sechs weitere Städte besteht noch die Aussicht, ab 2011 mit dem geförderten Stadtumbau zu starten, gab Brandenburgs Bauminister Jörg Vogelsänger am 16. Juni 2010 in Potsdam bekannt. Das Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost (Phase I 2002 bis 2009) startet in diesem Jahr in die zweite Etappe (2010 bis 2016).
Neben Luckenwalde wurden weitere bereits im Stadtumbau I geförderte Städte in das Programm aufgenommen: Brandenburg an der Havel, Calau, Cottbus, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Forst, Frankfurt (Oder), Großräschen, Guben, Kyritz, Lübbenau, Prenzlau, Rathenow, Schwedt, Senftenberg, Spremberg, Vetschau, Wittenberge und Wittstock. Neu kamen 2010 auch die Städte Perleberg und Pritzwalk in das Stadtumbauprogramm.
In sechs Fällen sieht das Ministerium die Chance, bei Nachbesserungen ab 2011 eine Aufnahme in das Stadtumbauprogramm zu ermöglichen: Finsterwalde, Fürstenwalde, Lauchhammer, Lübben, Premnitz, Schipkau.
Minister Vogelsänger betonte: "Stadtumbau ist mehr als Abriss. Wer heute denkt, mit einem reinen Wohnungsrückbaukonzept durchzukommen, wird enttäuscht sein. Wir haben nach wie vor einen riesigen Entwicklungsbedarf in unseren urbanen Zentren und auf solche Konzepte haben wir uns auch konzentriert."
Vogelsänger kritisierte die angekündigten gravierenden Kürzungen im Haushalt des Bundesbauministeriums als "Anschlag auf die Stadtentwicklungspolitik". Der Wegfall von Bundesmitteln bedeute praktisch eine Halbierung des Stadtumbaus.
"Bei allem Verständnis für die dramatische Situation des Bundeshaushalts macht es für mich keinen Sinn, gerade dort zu sparen. Wir müssen die Funktionsfähigkeit und Lebensqualität in den urbanen Räumen bewahren. Deshalb behält in Brandenburg das Stadtumbauprogramm weiterhin höchste Priorität - auch in Zeiten knapper Kassen." Vogelsänger setzt einen Schwerpunkt auf die am stärksten vom demografischen Wandel betroffenen Städte. Priorität habe weiterhin die Stärkung der Innenstädte.

Quelle-Text: Auszug aus der Pressemitteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft
Quelle-Foto: IRS Erkner, Veranstaltungs-Organisatoren


Brandenburger Städte 2020 - Landesentwicklung ist integrierte Stadtentwicklung!

Luckenwalde befürwortet Positionspapier

Unter dem Titel "Brandenburger Städte 2020 - Landesentwicklung ist integrierte Stadtentwicklung!" werden drei zentrale Herausforderungen formuliert, die in der Landespolitik Beachtung finden müssen:
1. Priorität für die Städte = Stärkung des Landes!
2. Städtebauförderung ist als erfolgreiches Schlüsselinstrument unverzichtbar!
3. Chance zur Verzahnung von Stadtentwicklung und Entwicklung der ländlichen Räume aktiv nutzen!

Die Stadt Luckenwalde ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Innenstadtforum Brandenburg" und der AG "Städtekranz Berlin-Brandenburg" und befürwortet das gemeinsame Positionspapier der drei kommunalen Arbeitsgemeinschaften, dass am 15. April 2010 von Michael Knape, Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg, Frank Szymanski, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Städtekranz Berlin-Brandenburg" und Friedhelm Boginski, Bürgermeister der Stadt Eberswalde und Vorsitzender des Innenstadtforums in Frankfurt/Oder unterzeichnet wurde.

Gemeinsames Positionspapier der kommunalen Arbeitsgemeinschaften
"Innenstadtforum Brandenburg", AG "Städte mit historischen Stadtkernen" und AG "Städtekranz Berlin-Brandenburg"

In den Brandenburger Städten leben rund 2/3 der Bevölkerung des Landes. In den letzten Jahrhunderten haben sich die Städte als Garanten für eine beständige Entwicklung aller Bereiche einer sich ständig ändernden Gesellschaft bewiesen. Die Städte sind stets die Kristallisationspunkte des demographischen Umbaus gewesen. Hier konzentrieren sich auch künftig die weiter anzupassenden Infrastrukturen für Wohnen, Leben, Lernen, Gesundheit, Soziales, Freizeit und Kultur. Auch die Wirtschaftsaktivitäten konzentrieren sich in den Städten - sowohl in den als Regionalen Wachstumskernen ausgewiesenen - aber auch in den anderen Städten, deren Funktionen und Qualitäten von großer Bedeutung für die regionale Wirtschaftsentwicklung sind. Die Städte werden als Anker im Raum zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen.
In einem bevölkerungsmäßig weiter schrumpfenden Land und unter den absehbaren Bedingungen eines sich weiter verschärfenden finanziellen Konsolidierungsdrucks des Landes sind die Kräfte und Potenziale der Daseinsvorsorge im Sinne des "Stärken stärken"-Leitbildes weiterhin auf die Städte und ihre Kerne zu lenken und zu konzentrieren. Alle Entwicklungs- und Fördermaßnahmen des Landes sind darauf auszurichten, vorrangig die Städte in ihren Funktionen zu stärken.
An Brandenburgs Stadtentwicklung wird sich die Zukunft des Landes entscheiden. Die Brandenburgischen Städte stärken heißt deshalb, Brandenburg und seine Zukunftsfähigkeit zu stärken.
Vor diesem Hintergrund treten die drei der integrierten Stadtentwicklung verpflichteten kommunalen Arbeitsgemeinschaften, in deren Mitgliedsstädten die Hälfte der Einwohner des Landes leben, gemeinsam auf. Die drei kommunalen Arbeitsgemeinschaften verstehen sich als Vertreter der Städte, die zum einen Ankerpunkte und Motoren der Landesentwicklung sind und die zum anderen die Lasten des Schrumpfungs- und Umstrukturierungsprozesses primär zu tragen haben.

Hierzu ist notwendig:

1.) Priorität für die Städte = Stärkung des Landes !
o Den Städten erwachsen weiter steigende Lasten aus der Infrastrukturbereitstellung, -anpassung und -bewirtschaftung sowie aus steigenden Sozialausgaben. Eine aufgabengerechte Finanzausstattung der Städte muss in den anstehenden Konsolidierungsprozessen und Haushaltsplanungen oberste Priorität haben.
o Stärkung der Städte heißt auch Stärkung und Stabilisierung des ländlichen Raumes und damit des gesamten Landes. Eine stabile Raumentwicklung setzt starke Städte voraus.

2.) Städtebauförderung ist als erfolgreiches Schlüsselinstrument unverzichtbar !
o Die Städtebauförderung ist eines des wirksamsten Förderinstrumente, das der Bund und die Länder bereitstellen. Die Programme des städtebaulichen Denkmalschutzes, der städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen, der Sozialen Stadt, des Stadtumbaus und der Aktiven Zentren dienen der weiteren Funktionsstärkung und Attraktivitätssteigerung der Kerne im Land. Die Förderungen initiieren vielfache Effekte mit sehr großer regionaler Wirkung und Wertschöpfung.
Die Landes- und Bundesanteile der Bund-Länder-Programme müssen 2011 und in den Folgejahren weiterhin vollständig kofinanziert werden. Wir unterstützen die Intention des Landes, noch mehr Flexibilität in die Fördersystematik zu bringen.
o Die kommunale Kofinanzierung der Städtebauförderung hat bei allen Schwierigkeiten der städtischen Haushalte auch weiterhin höchste Priorität und dokumentiert so auch die besondere Verantwortung, die die Städte für die Landesentwicklung übernehmen.
o Die dringend erforderliche Fortsetzung des Stadtumbaus Ost wird nur dann erfolgreich sein, wenn künftig jede abgerissene Wohnung von Altschulden entlastet wird. Diese Entlastung muss in einer notwendigen Anschlussregelung für die 2010 auslaufende derzeitige Altschuldenhilferegelung festgeschrieben werden. Die Landesregierung wird daher aufgefordert, sich beim Bund für eine entsprechende Regelung einzusetzen.
o Der EFRE-finanzierte integrierte Förderansatz der nachhaltigen Stadtentwicklung als Umsetzung des "Stärken stärken"-Leitbildes hat sich bewährt und sollte in der Interventionsperiode 2014 - 2020 konsequent weitergeführt werden.

3.) Chance zur Verzahnung von Stadtentwicklung und Entwicklung der ländlichen Räume aktiv nutzen !
o Das Land Brandenburg hat mit der Neuausrichtung auf eine integrierte, d. h. ressortübergreifende Förder- und Stadtentwicklungspolitik einen erfolgreichen Weg eingeschlagen. Der in der Stadtentwicklung erfolgreich umgesetzte integrierte Ansatz muss nun durch eine gezielte räumliche Verzahnung von Stadt- und ländlicher Entwicklung ergänzt werden. Hierzu sind integrierte Strategien und Konzepte für den ländlichen Raum zu entwickeln, die auf interkommunaler Kooperation basieren und insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Städten und Umlandkommunen befördern.
o Die Förderung der ländlichen Entwicklung muss auch die Städte stärker einbeziehen, d.h. Die Mittel des ELER sind nicht nur für die Dörfer, sondern auch für die Städte im ländlichen Raum nutzbar zu machen. Eine entsprechende Öffnung und weitere Flexibilisierung des ELER sollte vom Land gegenüber der EU gefordert werden.
o Der neue Ressortzuschnitt des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft bietet hervorragende Voraussetzungen für die bessere Verzahnung von Städtebauförderung und Förderung der ländlichen Entwicklung. Diese Chance sollte genutzt werden.

Die kommunalen Arbeitsgemeinschaften als Akteure und Partner der Landesregierung werden die Zusammenarbeit beim Beschreiten "neuer Wege" weiter intensivieren.
Die AGs und ihre 54 Mitgliedsstädte setzen den strukturellen und demographischen Wandel durch Modellprojekte und Aktivitäten weiter erfolgreich um.


Online-Befragung zur Lebensqualität 2009

Luckenwalder Bürger beteiligten sich an der Bewertung
Umfrage-Plakat

Vom 15. Oktober bis zum 30. November 2009 wurde bereits zum wiederholten Mal eine Onlinebefragung zur Lebensqualität von der Arbeitsgemeinschaft "Städtekranz Berlin-Brandenburg" in den sieben Mitgliedsstädten Brandenburg an der Havel, Cottbus, Frankfurt (Oder), Eberswalde, Luckenwalde, Jüterbog und Neuruppin durchgeführt. Das Thema war die Bewertung unterschiedlicher Aspekte des städtischen Lebens unter dem Gesamtthema "Lebensqualität". Die Auswertungen wurden zwischenzeitlich abgeschlossen und die Ergebnisse im Rahmen der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft vorgestellt und diskutiert.

Dabei wurde insbesondere nochmals Folgendes herausgestellt:

  • Die Befragung erfolgte nicht mit dem Ziel, Sieger und Verlierer unter den Mitgliedsstädten zu küren, sondern durch die Einbeziehung der subjektiven Sichtweisen ihrer Bürger Entwicklungstendenzen aufzuzeigen und gegebenenfalls Handlungsbedarfe abzuleiten.
  • Die Beteiligung konnte zwar durchschnittlich um ca. 14 % gesteigert werden. Aus wissenschaftlicher Sicht sind die Ergebnisse dennoch nicht als repräsentativ anzusehen. Für Politik und Verwaltung sind sie trotzdem wichtige Indikatoren zur Feststellung von Entwicklungstrendsund zur Reflektion der öffentlichen Wahrnehmung von Entwicklungsprozessen in den Städten.
    Die Gegenüberstellung 2009 und 2004 der Ergebnisse sind auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft "Städtekranz Berlin-Brandenburg" abrufbar.


"Mut zur Lücke" in Berlin ausgezeichnet

Peter Mann (l.) erhält Auszeichnung

Lebenswerte Innenstädte - Initiativen, die bewegen!

Das Projekt "Mut zur Lücke" wurde am 2.7.2007 im Rahmen des Kongresses "Auf dem Weg zu einer Nationalen Stadtentwicklungspolitik" als beispielhafte Initiative für lebenswerte Innenstädte ausgezeichnet. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Achim Großmann überreichte Peter Mann  (l.), Stadtplanungsamtsleiter der Stadt Luckenwalde, die Urkunde.
Der Parlamentarische Staatssekretär Achim Großmann hat am 2. Juli 2007 in Berlin 25 gute Projektbeispiele der Innenstadtentwicklung ausgezeichnet. Die Projekte und Initiativen wurden für ihre innovativen Ansätze und vorbildlichen Beiträge zu lebenswerten Innenstädten gewürdigt. Anlässlich des Auftaktkongresses für eine "Nationale Stadtentwicklungspolitik" wurde auch die Dokumentation der ausgewählten Innenstadtprojekte veröffentlicht. Der programmatische Titel lautet: "Lebenswerte Innenstädte - Initiativen, die bewegen! Gute Beispiele für Projekte und Initiativen der Innenstadtentwicklung".
Zu den ausgezeichneten Initiativen gehört auch das Projekt "Mut zur Lücke". Eine große Brachfläche im Zentrum Luckenwaldes verstärkte lange Zeit die negativen Tendenzen der Innenstadtentwicklung. Mit einem Zwischennutzungsvertrag und der Umgestaltung der Brachfläche zu einer innerstädtischen Grünfläche konnten der öffentliche Raum aufgewertet und neue Freizeitangebote realisiert werden. Durch Spenden, Patenschaften, Arbeitsleistungen der Bürger und die Einbeziehung von Arbeitslosen konnte mit relativ geringen Mitteln aus der Gemeinschaftsinitiative URBAN II ein gravierender städtebaulicher Missstand behoben werden.

Gruppe der Ausgezeichneten in Berlin

Angesichts der Bedeutung der Innenstädte hatte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung dazu aufgerufen, Beispiele für lebenswerte Innenstädte zu benennen. Dieser Aufruf wurde von der Bauministerkonferenz des Bundes und der Länder, von kommunalen Spitzenverbänden und Fachverbänden unterstützt. Die Resonanz auf den Projektaufruf war beeindruckend. Innenstadtakteure aus Städten unterschiedlicher Größe und Struktur aus dem gesamten Bundesgebiet haben über 180 Projektvorschläge eingereicht.
Insgesamt ist ein großes Spektrum an Lösungsansätzen für die Herausforderungen in den Innenstädten zusammen gekommen. Die Projektansätze reichen vom Standort- und Innenstadtmarketing über die Aufwertung öffentlicher Räume, Kultur und Bildung bis hin zu regionalen Einzelhandelskonzepten. Für die Auswahl war entscheidend, dass es sich um fachübergreifende und kooperative Ansätze verschiedener Innenstadtakteure hantelte. Zugleich sollten die Projekte zukunftsweisende Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, die auch anderen Städten und Akteuren als Anregung dienen können.
Die dokumentierten Innenstadtprojekte zeigen, welch positive Wirkung konzertiertes Handeln von Bürgerschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand auslösen kann. In ihrer Auszeichnung und Dokumentation anlässlich des Auftaktes für eine "Nationale Stadtentwicklungspolitik" drückt sich der Stellenwert der Innenstädte aus. Letztlich spielen die Innenstädte eine herausragende Rolle für die Zukunft unserer Städte insgesamt. Dementsprechend wird die Innenstadtentwicklung auch ein zentrales Element der "Nationalen Stadtentwicklungspolitik" werden.


Integriertes Stadtentwicklungskonzept Luckenwalde 2020 - INSEK

Struktur des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts

Mit der Neuausrichtung der Struktur- und Förderpolitik des Landes Brandenburg unter dem Motto "Stärken stärken" sind auch die Städte aufgefordert, ihre Stadtentwicklungspolitik an diesen Maßstäben auszurichten. Mit der Ausweisung der Regionalen Wachstumskerne (RWK) und der aktuellen Diskussion der Überarbeitung des Zentralen-Orte-Systems (ZOS) ist es für die Stadt Luckenwalde - wie auch für die anderen Städte im Land - erforderlich geworden, ihre Entwicklungsziele klar zu definieren und überzeugend gegenüber dem Land darzulegen. Das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept" (INSEK) liegt im Entwurf vor. Das INSEK ist in drei Arbeitspakete unterteilt:
  • Modul A - Grundlagenanalyse
  • Modul B - Leitbildprozess
  • Modul C - Strategie Luckenwalde 2020

Das erste Arbeitspaket - die Grundlagenanalyse - ist bereits abgeschlossen. Der Ergebnisbericht (download Ergebnisbericht Modul A als pdf-Datei - 1,8 MB) enthält eine Situationsanalyse sowie die Bewertung von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der perspektivischen Entwicklung der Stadt Luckenwalde.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Grundlagenanalyse wurde der Prozess der Erarbeitung eines Leitbildes für die künftige Entwicklung der Stadt Luckenwalde gestartet. Gerade vor dem Hintergrund der sich ändernden Rahmenbedingungen braucht die Stadt eine zukunftsfähige Vision mit Perspektiven für die Bürgerinnen und Bürger, für die Politik, die Wirtschaft und die Stadtverwaltung. Wie soll das künftige Profil der Stadt aussehen? Welche Strategien verfolgt die Stadt im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels? Wie werden sich die Stadt- und Ortsteile entwickeln? Welches sind die wichtigsten Schlüsselmaßnahmen der Stadtentwicklung, deren Umsetzung oberste Priorität haben soll, um die Stadt in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zu stärken und eine lebenswerte Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger zu sein?

All diese Fragen will die Stadtverwaltung gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern, mit den in der Stadt ansässigen Wirtschaftsunternehmen, mit Vereinen und Verbänden sowie den politischen Vertretern im Rahmen des Leitbildprozesses diskutieren. Am 2. Juni 2007 fand hierzu die Auftaktveranstaltung statt, deren Ergebnisse in einer Veranstaltungsdokumentation zusammengefasst (download Dokumentation Auftaktveranstaltung als pdf - 3,5 MB) veröffentlicht werden. Ein von der Potsdamer Ernst Basler + Partner GmbH auf dieser Basis erarbeiteter 1. Leitbildentwurf wurde im Juli 2007 in den Ausschüssen der Stadt vorgestellt. Hier können Sie den Entwurf des Leitbildes als pdf-Datei herunterladen.

Alle Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen, Vereine und Verbände sind aufgerufen, ihre Meinung und ihre Vorschläge zur strategischen Ausrichtung der künftigen Stadtentwicklung aktiv in den Diskussionsprozess einzubringen. Für die Einbeziehung in die Leitbilderarbeitung wurde ein Fragebogen entwickelt, welchen Sie direkt hier bearbeiten können:

Hier geht es zum Fragebogen (pdf-Formular)

Darüber hinaus bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Meinung zum INSEK-Entwurf öffentlich zur Diskussion zu stellen. Hierfür haben wir ein Gästebuch eingerichtet. Dieses finden Sie hier.


winterliche Stimmung in der denkmalgeschützten Siedlung Am Anger

Gestaltungskataloge für die Siedlungen der 20-er Jahre

Die Stadtverordnetversammlung hat in ihrer Sitzung am 7.12.2004 die Gestaltungskataloge für die denkmalgeschützten Siedlungen aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts beschlossen. Die Inhalte der vier Gestaltungskataloge "Siedlung Am Anger", "Siedlung Auf dem Sande", "Volksheim-Siedlung" und "Mendelsohnsiedlung" sind bei künftigen Planungen und eigenen Baumaßnahmen als verbindliche Vorgaben zu beachten. Beratungen Dritter sollen auf dieser Basis erfolgen. Der Katalog soll dabei als Information und Anschauungsmaterial verwendet werden.


Stadt Luckenwalde aktualisiert: 08.05.2012

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