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13.03.2019

Archäologische Funde in der Parkstraße

Bei der Suche nach dem alten Schmutzwasserkanal im nächsten Teilabschnitt der Boulevard-Baustelle wurden weitere mittelalterliche Holzbefestigungen gefunden.

Archäologe Kai Schirmer von der Firma Altum, den die Stadt mit der archäologischen Begleitung der Baustelle beauftragt hat, geht davon aus, dass die Fundstücke aus der Zeit zwischen 1346 und 1620 stammen. Genauere Aussagen lassen sich erst treffen, wenn das Material unter dem Mikroskop liegt. Gefunden wurden alte Eichenbalken und Pfähle entlang der Parkstraße. Der Abschnitt, in dem der Experte weitere Funde erwartet hatte, wurde frühzeitig komplett freigelegt, um genügend Zeit für die archäologischen Untersuchungen zu gewährleisten. Erst wenn diese abgeschlossen sind, kann es mit dem Kanal- und Straßenbau weitergehen.

Denkbar wäre, dass es sich bei den Befestigungen um einen alten Grabenverlauf handelt. „Dann hätte man aber Schwemmsedimente finden müssen.“, erklärt Herr Schirmer. Deshalb geht er davon aus, dass es sich um die Unterkonstruktion eines befestigten mittelalterlichen Weges handelt. „Unter den Wegen verliefen oft Holzbalken, damit die Kutschenräder nicht im Dreck versinken konnten.“ Tiefbau von anno dazumal sozusagen.

Bereits im Sommer letzten Jahres wurden im Bereich der Breiten Straße zahlreiche Holzbohlen gefunden, die auf eine Uferbefestigung schließen lassen. Die archäologische Begleitung der Bauarbeiten findet in enger Absprache mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises statt. Bislang konnten die Bauarbeiten stets zügig wiederaufgenommen werden, so dass der Zeitplan der Baumaßnahme eingehalten werden konnte.

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 14.03.2019