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Wohngeld (Wohnen/Soziales)

Beschreibung

Wohnen kostet Geld - oft zu viel für den, der über ein geringes Einkommen verfügt. Deswegen gewährt der Staat in solchen Fällen eine finanzielle Hilfe: Das Wohngeld!
Es wird als Zuschuss gezahlt und sollte nicht als Almosen angesehen werden. Wer zum Kreis der Berechtigten gehört, hat darauf einen Rechtsanspruch. Detaillierte Fachinformationen zum Wohngeldrecht finden Sie auf dem Internetportal Wohngeld.

Wohngeld gibt es als Mietzuschuss (für Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers) und als Lastenzuschuss (für Eigentümer eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung).

Wohngeld können Sie nur erhalten, wenn Sie einen Antrag stellen und die Voraussetzungen nachweisen.

Ob und in welcher Höhe Ihnen Wohngeld zusteht, hängt von drei Faktoren ab:

1. der Zahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder,
2. der Höhe des Gesamteinkommens der berücksichtigten Haushaltsmitglieder,
3. der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung abzüglich der Beträge für Heizkosten und Warmwasseraufbereitung.

Wohngeld wird grundsätzlich vom Beginn des Antragsmonats und in der Regel für 12 Monate geleistet. Normalerweise bleibt es während des laufenden Bewilligungszeitraumes konstant

Gründe, die zur Erhöhung, Reduzierung bzw. zum Wegfall Ihres bereits bewilligten Wohngeldes führen können:

Im laufenden Bewilligungszeitraum ist auf Antrag eineErhöhung des Wohngeldes möglich, wenn

  • sich die Zahl der zum Haushalt rechnenden Mitglieder erhöht,
  • sich das Gesamteinkommen um mehr als 15 % verringert (z. B. Arbeitslosigkeit, Altersrente) oder
  • sich die zu berücksichtigende Miete oder Belastung abzüglich der Beträge für Heizkosten und Warmwasseraufbereitung um mehr als 15 % erhöht hat.

Im laufenden Bewilligungszeitraum kann das Wohngeld auch gekürzt werden, wenn

  • Ihr Einkommen sich um mehr als 15 % erhöht,
  • Ihre Miete oder Belastung abzüglich der Beträge für Heizkosten und Warmwasseraufbereitung sich um mehr als 15 % verringert oder
  • wenn sich die Anzahl der berücksichtigten Haushaltsmitglieder verringert oder sich die Anzahl der vom Wohngeld ausgeschlossenen Personen erhöht.

Ihr Wohngeld wird dann neu berechnet, überzahlte Zuschüsse sind zu erstatten.
Die Beträge, die eine solche Mitteilungspflicht auslösen, sind auf Ihrem Wohngeldbescheid ausdrücklich angegeben.

Wird der Wohnraum vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes vom Antragsteller und allen vom Wohngeld berücksichtigten Personen nicht mehr benutzt oder das Wohngeld nicht zur Bestreitung der Wohnkosten verwendet, kann Ihr Wohngeldanspruch aufgehoben werden.

Es besteht die Möglichkeit, das Formular "Veränderungsmitteilung" zu verwenden.

Notwendige Unterlagen

Dem Antragsformular Wohngeld (Mietzuschuss) (siehe Formulare) sind folgende Nachweise beizufügen:

1. Nachweise der Einkommen aller wohngeldberechtigten Haushaltsmitglieder, zum Beispiel:
- Verdienstnachweise der letzten drei Monate (zusätzlich Nachweis Weihnachts- bzw. Urlaubsgeld) anhand von Lohn-/Gehaltsstreifen bzw. Anwendung der vom Arbeitgeber auszufüllenden Verdienstbescheinigung (siehe Formulare),
- Bei Selbständigkeit Steuerbescheid Finanzamt und betriebswirtschaftliche Abrechnung,
- Nachweis Nebenverdienst,
- Rentenbescheid,
- Nachweis über erhaltenen Unterhalt/Unterhaltsvorschuss,
- Einnahmen aus Kapitalvermögen (Gewinnanteile, Zinsen usw.),
- Bescheid über Arbeitslosengeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Erziehungsgeld oder weitere Lohn- und Einkommensersatzleistungen

2. Nachweis der aufzubringenden Miete:
- Mietvertrag/Mietänderungsbescheid,
- Mietbescheinigung (auszufüllen durch den Vermieter) (siehe Formulare),
- Nachweis Mietzahlungen (Mietquittungen, Kontoauszüge o. ä.)

3. Weiterhin:
- Nachweis über gezahlten Unterhalt,
- Nachweis über Werbungskosten je Familienmitglied und Einkommensart,
- Nachweis über Schwerbehinderung/Pflegebedürftigkeit/Zugehörigkeit als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung,
- Nachweis der Entrichtung von Steuern vom Einkommen (z. B. Lohnsteuern, Kirchensteuern),
- Nachweis der Leistungen von Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- oder Rentenversicherung,
- Nachweis laufender Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen (z. B. Kranken-, Renten- und Lebensversicherungen),
- Versicherungspolicen mit Zahlungsnachweis

Dem Antragsformular Wohngeld (Lastenzuschuss) (siehe Formulare) sind folgende Nachweise beizufügen:

1. Nachweise der Einkommen aller wohngeldberechtigten Haushaltsmitglieder, zum Beispiel:
- Verdienstnachweise der letzten drei Monate (zusätzlich Nachweis Weihnachts- bzw. Urlaubsgeld) anhand von Lohn- und Gehaltsstreifen bzw. Anwendung der vom Arbeitgeber auszufüllenden Verdienstbescheinigung (siehe Formulare)
- Bei Selbständigkeit Steuerbescheid Finanzamt und betriebswirtschaftliche Abrechnung,
- Nachweis Nebenverdienst,
- Rentenbescheid,
- Nachweis über erhaltenen Unterhalt/Unterhaltsvorschuss,
- Einnahmen aus Kapitalvermögen (Gewinnanteile, Zinsen usw.),
- Bescheid über Arbeitslosengeld/-hilfe, Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Erziehungsgeld oder weitere Lohn- und Einkommensersatzleistungen,

2. Nachweis der aufzubringenden Belastung:

- Eigentumsnachweis,
- Grundsteuerbescheid,
- Angaben zur Ermittlung der Belastung aus Kapitaldienst und Bewirtschaftung (siehe Formulare),
- Angaben zur Wohnfläche,
- Nachweis Eigenheimzulage

3. Weiterhin:
- Nachweis über gezahlten Unterhalt,
- Nachweis über Werbungskosten je Familienmitglied und Einkommensart,
- Nachweis über Schwerbehinderung/Pflegebedürftigkeit/Zugehörigkeit als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung,
- Nachweis der Entrichtung von Steuern vom Einkommen (z. B. Lohnsteuern, Kirchensteuern),
- Nachweis der Leistungen von Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- oder Rentenversicherung,
- Nachweis laufender Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen (z. B. Kranken-, Renten- und Lebensversicherungen),
- Versicherungspolicen mit Zahlungsnachweis

Seite drucken | zuletzt geändert am: 29.05.2017