Im Fokus der Sicherheitsforschung – Feuerwehr der Zukunft

Seit 2022 engagiert sich die Feuerwehr Luckenwalde neben vielen weiteren Akteuren der B101-Region und darüber hinaus im Wir! Bündnis „Feuerwehr der Zukunft – Region B101“. So hat sich die Stadt Ludwigsfelde stellvertretend für die Region der B101 um die Förderung beim damaligen BMBF, heute BMFTR (Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt) beworben und den Zuschlag erhalten.
Im Rahmen dieses Bündnisses verfolgen die Bündnispartner echte Innovationen für die Feuerwehren und der Bevölkerung zu entwickeln.

Die Feuerwehr Luckenwalde ist ein fester zukunftsweisender Baustein im Bündnis und selbst aktiv in zwei Forschungsprojekten. So konnte im Juni 2025 mit dem Projekt „MRFireMACHINIST“ (Mixed-Reality-fokussierte und adaptive Interventionen zur realistischen multisensorischen Aus- und Weiterbildung an charakteristischen Instanzen von Schulungen und Trainings der FEUERWEHR DER ZUKUNFT) der Startschuss für eine neuartige Ausbildung von Einsatzkräften eingeleitet werden. Diese untersuchen und entwickeln zusammen mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft und der Firma mixed.world aus Berlin eine Lernumgebung für angehende und bereits ausgebildete Maschinisten in der Feuerwehr. Dazu wird eine tragbare Pumpe der Feuerwehr in eine virtuelle Umgebung eingebunden, hinzu kommt eine künstliche Intelligenz und der Einfluss haptischer Handschuhe. In dieser Art und Weise wurden Feuerwehren in Brandenburg und vermutlich auch Deutschlandweit noch nie ausgebildet.

Ein erster Prototyp wird am 16. Juni 2026 ab 15 Uhr auf den Marktplatz in Ludwigsfelde präsentiert werden. Dort wird es die dritte Auflage der „Transfer on Fire“ mit Forschung zum Anfassen geben, zu welcher das Wir! Bündnis „Feuerwehr der Zukunft – Region B101“ einlädt.

Am 25. und 26. April konnte die Feuerwehr Luckenwalde das „Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR)“ in der Feuerwache Luckenwalde begrüßen. Das DLR entwickelt zusammen mit weiteren Partnern eine Sende- und Empfangseinheit ähnlich einer Armbanduhr, welche am Fuß getragen wird. Ziel war es nun, der Einheit die Fortbewegungsmuster von Einsatzkräften beizubringen, sodass der Einsatzleiter in der späteren Nutzung eine Information bekommt, wo sich die Kräfte im Objekt befinden und welche Bereiche des Objektes bereits erkundet wurden. Im Notfall ein erheblicher Mehrwert, wenn es um Sekunden und die Rettung von Menschenleben geht. Die Feuerwehr Luckenwalde und Ludwigsfelde unterstützen die Projektidee bei der Umsetzung und Entwicklung. Neun Angehörige der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Luckenwalde fuhren somit zusammen mit den Begleitern des DLR zur Berufsfeuerwehr Potsdam, wo sie herzlich aufgenommen wurden und die dortige Atemschutzübungsstrecke nutzen durften. Alle Einsatzkräfte haben sofort nach einem weiteren Termin gefragt, welcher auch definitiv zustande kommen wird, aber zuvor werden weitere praktische Versuche mit den Kameraden aus Ludwigsfelde notwendig werden. So muss unter anderem vorher geprüft werden, in welchen Einsatzsituationen der Sensor ordnungsgemäß seine Arbeit verrichtet. Hier können die Einsatzkräfte aus Ludwigsfelde weiteres Input geben, sodass eine gemeinsame Übung mit Luckenwalde und Ludwigsfelde durchgeführt werden kann.


Seite drucken | Autor: Layla Sternstein, André Schulz | zuletzt geändert am: 29.04.2026