Luckenwalder Hartmut Schulze mit dem Veltener Teller ausgezeichnet
Der „Veltener Teller“, eine Auszeichnung für ehrenamtlich besonders engagierte Seniorinnen und Senioren im Land Brandenburg, wurde am 5. Dezember zum 30. Mal verliehen. Sozialministerin Britta Müller und Lutz-Peter Anton, Vorsitzender des Seniorenrates des Landes Brandenburg e. V., überreichten ihn am internationalen Tag des Ehrenamtes an zehn Preisträgerinnen und Preisträger, darunter auch Hartmut Schulze aus Luckenwalde. Die Auszuzeichnenden werden jedes Jahr von den Mitgliedsorganisationen des Landesseniorenrates vorgeschlagen und wurden dieses Jahr in das Sozialministerium nach Potsdam eingeladen.
Ins Leben gerufen wurde die ehrenamtliche Auszeichnung im Jahr 1995 von Regine Hildebrandt, Brandenburgs erster Sozialministerin. Der „Veltener Teller“ hat die Form einer Schale mit Fuß und wurde einst in der Werkstatt von Hedwig Bollhagen in der Stadt Velten entworfen, die der Auszeichnung auch den Namen gab.
In der Laudatio für Hartmut Schulze hieß es:
„Der Name Schulze hat einen guten Klang in der Stadt Luckenwalde und im Landkreis Teltow-Fläming. Zu verdanken ist dies dem langjährigen ehrenamtlichen Engagement von Hartmut Schulze. Als Beauftragter der Stadt Luckenwalde für Senioren und Behinderte, als Mitglied des Kreisseniorenbeirats Teltow-Fläming oder als Mitglied im Bundesvorstand Selbsthilfe Körperbehinderte e.V. geht es ihm mit Engagement und Verlässlichkeit darum, die immer wieder beschworene bessere Teilhabe von Älteren und behinderten Menschen am gesellschaftlichen Leben auch tatsächlich umzusetzen. Beispielhaft ist auch seine aktive Mitwirkung im Netzwerk „Barriererfrei" des Landkreises Teltow-Fläming. Seine Expertise ist überall gefragt.
Hilfsbereitschaft, ein offenes Ohr für die Nöte anderer Menschen und ein stets sachliches Agieren haben ihm Vertrauen und eine hohe Wertschätzung bei seinen Mitbürgern eingebracht. Er kann aber auch mal deutlich werden. So im Frühjahr bei einem Luckenwalder Supermarkt, der sein Flächenmanagement am Eingangsbereich optimieren wollte. Der für Behinderte gekennzeichnete PKW-Stellplatz wurde teilweise mit Verkaufsregalen für Blumen bestückt. Daneben sogar noch als Anleinpunkt für wartende Hunde ausgewiesen. Eine Dreifachnutzung, die nicht nur ihm unangenehm aufstieß.
Der jährlich im Mai stattfindende Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist in Luckenwalde nicht nur ein symbolischer Termin im Kalender. Hartmut Schulze sorgt mit vielen Gleichgesinnten dafür, dass durch Mitmachaktionen in der Fußgängerzone die Forderung nach Gleichstellung lebendig und für jedermann sichtbar wird. „Gemeinsam statt einsam“ ist ein neues, auch von ihm unterstütztes Format, das Menschen ohne familiären Anschluss die Möglichkeit einer gemeinsamen Feier zu Weihnachten bietet und dazu einlädt. Danke Hartmut!“