Tag der offenen Baustelle in der alten Postschule
Die alte Postschule wird zu einem großzügigen, funktionalen und modernen MehrGenerationenhaus umgebaut. Davon konnten sich am Sonnabend zur "Schaustelle-Baustelle" viele Interessierte überzeugen.
Bei strahlendem Wetter war der Andrang am 28. Februar groß. Zahlreiche Nachbarn, Stadtverordnete und Neugierige aus Luckenwalde und Umgebung nutzten die Gelegenheit, einen Blick auf die Baustelle zu werfen und zu erfahren, was hier alles entsteht. Das ehemalige Schulgebäude in der Poststraße 20 wird derzeit aufwändig saniert und in einen zentralen Standort für etliche Einrichtungen verwandelt. Obwohl das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, soll der historische Charme erhalten bleiben und dabei trotzdem Anforderungen einer modernen Nutzung erfüllen. Zu diesem Anspruch kamen Herausforderungen mit der Statik, Abstimmungen mit dem Fördermittelgeber und den diversen künftigen Nutzern, Probleme mit einzelnen Baufirmen und der anhaltende Frost der letzten Wochen, der das Verputzen verzögert hatte. Dennoch soll das Gebäude im September bezogen werden.
Dann werden hier das MehrGenerationenhaus der Diakonie, das Haus Sonnenschein, der Hort Poststraße, der Jugendclub KLAB, die Eltern-Kind-Gruppe, die Kita Menschenskinder sowie der Senior*innenbeirat und der Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Luckenwalde zusammenkommen. Das Angebot richtet sich an alle Generationen. Eine neugestaltete Außenanlage wird alle Häuser verbinden und eine Durchwegung zwischen Poststraße und Grabenstraße herstellen. Hier wird der erste inklusive Spielplatz Luckenwaldes entstehen und die Freiflächen sollen die Nutzergruppen zusammenbringen.
Das Hauptgebäude entlang der Poststraße wurde um 1900 als höhere Mädchenschule errichtet und stand in den letzten 15 Jahren leer. Nach einer umfangreichen Schadstoffsanierung mussten die Fundamente und Tragbalken verstärkt werden, die historischen Kappendecken konnten leider nicht erhalten bleiben und die sehr unterschiedlichen Fußbodenhöhen wurden angeglichen. In Richtung Hof entstand ein neues Treppenhaus, das Platz für einen Aufzug bietet und die barrierefreie Erschließung ermöglicht.
Links daneben wird ein Anbau künftig Platz für den Jugendclub KLAB bieten, der in einer denkmalgeschützten und nicht barrierefreien Villa im Beelitzer Tor bisher eher ungeeignet untergebracht ist. Am zentralen Standort in der Poststraße entstehen hohe, multifunktional nutzbare Räume mit eigenen Sanitäranlagen und Außenfläche. Große Oberlichter und einige hohe Fenster sorgen für Privatsphäre und im Hinblick auf das umliegende Wohngebiet wurden die Lärmschutzmaßnahmen verstärkt. Die Räume werden gerade verputzt und verkabelt, zum Teil fehlt auch die Dämmung noch. Die alte Turnhalle auf dem Gelände war einsturzgefährdet und wird als Mehrzweckraum neugestaltet. Der Sanitärtrakt davor wird abgerissen.
Vor und nach der öffentlichen Baustellenbesichtigung hatten auch die Mitarbeitenden der Einrichtung und die künftigen Nutzer des Jugendclubs die Möglichkeit, sich den Baufortschritt vor Ort anzuschauen. Der neue Bildungsstandort soll nicht nur für alle offenstehen, sondern auch Synergien zwischen den verschiedenen Einrichtungen unterstützen.