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Vorbereitende Untersuchung - Karree

Beschluss über den Beginn vorbereitender Untersuchungen gemäß § 141 Absatz 3 BauGB zur Prüfung der Sanierungsbedürftigkeit des Gebietes „Karree“

Auf Grundlage des § 141 Absatz 3 Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl.. I Seite 3634) hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Luckenwalde in ihrer Sitzung vom 10.04.2018 den Beginn vorbereitender Untersuchungen zur Prüfung der Sanierungsbedürftigkeit für das Gebiet „Karree“ beschlossen (Vorlagennummer B-6337/2018). Das Untersuchungsgebiet „Karree“ wird folgendermaßen grob begrenzt:

im Osten:
entlang der Bahnhofsstraße (Böschungsfuß des Bahndammes) bis zur Woltersdorfer Straße;

im Süden:
vom Postbahnhof aus kommend, die linke Seite der Goethestraße, über die Puschkinstraße hinweg verspringt die Grenze ständig rückwärtig der Käthe-Kollwitz-Straße (südliche Grenze ist der Geltungsbereich des förmlich festgelegten Sanierungsgebietes „Innenstadt“);   

im Westen:
auf der Seite des Vierseithofes am Haag beginnend verspringt die Grenze im weiteren Verlauf beginnend an der Poststraße bis zur Beelitzer Straße (westliche Grenze ist der Geltungsbereich des förmlich festgelegten Sanierungsgebietes „Zentrum“);

im Norden:
die Grenze verläuft an der Woltersdorfer Straße/Neue Beelitzer Straße/Beelitzer Straße (nördliche Grenze bilden die Teilräume der Kernstadt von Luckenwalde nämlich der Teilraum „Nordost“ und der Teilraum „Puschkinstraße/Schützenstraße“).

Als vorläufige Ziele und Zwecke der Sanierung wurden bestimmt:

Im Quartier Karree steht die Sicherung, Sanierung, Aufbereitung und Wiedernutzung von stadtbildprägenden, aber leer stehenden Gebäuden sowie von bisher ungenutzten Brachflächen im Fokus der Funktionsstärkung. Das Karree als Verbindung zwischen Zentrum, Bahnhof und den umliegenden Quartieren nimmt bei der weiteren Stadtentwicklung eine wichtige Rolle ein. Hier sind zudem relevante Entwicklungspotenziale vorhanden, die auch für die Umsetzung der Zuzugsstrategie genutzt werden sollen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Aktivierung von Gewerbebrachen in den Teilräumen Karree und Innenstadt. Diese stellen in ihrem desolaten Zustand in Bereichen, in denen die umliegende Bebauung entwickelt werden soll, Investitionshindernisse für die Nachbargrundstücke dar.

Geltungsbereich

Die genaue Gebietsabgrenzung ist dem Lageplan (Stand: April 2018) zu entnehmen und erstreckt sich über eine Fläche von ca. 35,2 ha. Der Lageplan des Untersuchungsgebietes „Karree“ war zu jedermanns Einsicht vom 03.05.2018 bis zum 08.06.2018 im Stadtplanungsamt ausgelegt. Gemäß § 29 BauGB beantragte, bauliche Maßnahmen und andere Vorhaben sowie die Beseitigung von baulichen Anlagen können in entsprechender Anwendung des § 15 BauGB zurück gestellt oder vorläufig versagt werden.

Hinweise

  1. Der Beschluss über den Beginn der vorbereitenden Untersuchungen ist nicht gleichbedeutend mit der förmlichen Festsetzung des Sanierungsgebietes. Diese bedarf einer besonderen Sanierungssatzung.
  2. Gemäß § 138 Absatz 1 BauGB sind Eigentümer, Mieter, Pächter und sonstige zum Besitz oder zur Nutzung eines Grundstücks, Gebäudes oder Gebäudeteils Berechtigte sowie ihre Beauftragten im Untersuchungsgebiet „Karree“ verpflichtet, der Gemeinde oder ihren Beauftragten Auskunft über die Tatsachen zu erteilen, deren Kenntnis zur Beurteilung der Sanierungsbedürftigkeit des Gebietes oder zur Vorbereitung oder Durchführung der Sanierung erforderlich ist.

 

Seite drucken | Autor: Gabriele Rupsch | zuletzt geändert am: 08.06.2018