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27.07.2016

Deutsch im Tierpark

Seit Ende Februar läuft nun schon das Projekt „Laien als Lehrer - Deutsch für Flüchtlinge“ der Stadt Luckenwalde.
Die Lerngruppe „Alpha 1“, 10 - 15 Teilnehmer aus Afghanistan, Somalia, Eritrea und Palästina, trifft sich seitdem einmal in der Woche, um die deutschen Buchstaben lesen und schreiben zu lernen und sich schrittweise einen Wortschatz für den Alltag anzueignen. Das ist anstrengend für alle Beteiligten und die drei Laienlehrer bemühen sich um Anschaulichkeit und Auflockerungen.

So war es eine willkommene Abwechslung, dass ein Besuch im Luckenwalder Tierpark ermöglicht wurde.

Aber auch hier war Stift und Notizblock angesagt. Schon am Anfang gab es Erklärungsbedarf: Was ist der Unterschied zwischen Park und Wald, Bach und Fluss, Teich und See?

Zum Teil war Hilfe beim Lesen der Namen der Tiere und ihrer Herkunft nötig, weil einige Buchstaben unbekannt waren. Im Streichelzoo, beim Füttern kamen dann Fragen, welche Tiere in Deutschland leben. Nein, es gibt keine Bären in den Wäldern, nicht mehr. Luchse; ja. Nein, Esel waren hierzulande als Reit- und Lasttiere nicht üblich. Nein, Stachelschweine sind keine großen Igel. Sind Stachelschwein-Babys auch schon gefährlich? Man sollte es wohl lieber nicht herausfinden …

Der absolute Star des Tages war eindeutig der Pfau. Nicht nur weil er im Orient eine hohe Wertschätzung genießt, er war außergewöhnlich freigiebig und ausdauernd und schlug wieder und wieder sein Rad, so dass jeder sein persönliches Foto mit ihm bekommen konnte.

Zu schnell waren zwei Unterrichtsstunden vorüber und der Rundgang schon zu Ende.
Alle bedanken sich herzlich bei Herrn Geißler vom Verein der Freunde und Förderer des Tierparks Luckenwalde e.V. und bei der Stadt Luckenwalde für diesen besonderen Nachmittag!

Seite drucken | Autor: Anke Habelmann | zuletzt geändert am: 27.07.2016