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Stolpersteinverlegung in der Parkstraße

Gerade wurden vor dem Gebäude Parkstraße 73 in Luckenwalde fünf neue Stolpersteine verlegt. Sie erinnern an die jüdische Familie Steinhardt, die dort ein Geschäft hatte, bevor sie nach Palästina flüchten musste.

Künstler Gunter Demnig hat die Steine angefertigt, reist aber aus Pandemie-Gründen nicht mehr quer durch Deutschland, um sie zu verlegen. Den Einbau übernahm Andreas Zimmermann vom städtischen Bauhof.

Jochen Neumann, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, machte auf einen Jahrestag aufmerksam, der den Startpunkt zu großem Unrecht gebildet hatte. Heute vor 86 Jahren wurden die Nürnberger Rassegesetze erlassen, die das Leben von jüdischen Menschen stark einschränkten und ihnen im Prinzip alle Menschenrechte absprachen. Er dankte den Spendern aus der Stadtverordnetenversammlung, die die Finanzierung der Stolpersteine übernommen haben.

Detlev Riemer erzählte anschließend in gewohnter Weise aus dem Leben der Familie Steinhardt, wodurch das Einzelschicksal dieser Luckenwalder Bürger deutlich wurde. Julius und Malka Ester Steinhardt lebten mit ihren drei Söhnen Willi, Max und Karl Heinz über ihrem Geschäft in der Parkstraße. Die Jungen spielten hier Fußball oder Geige, bevor der Stempel "J" für Jude in den Pässen ein normales Leben unmöglich machte.

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 16.09.2021