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"Stolpersteine" erfolgreich gestartet - Stolpersteinverlegung

Die Verlegung der ersten drei Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig in Luckenwalde erfolgte am 22. August 2009 um 11.00 Uhr.
Neben den Initiatoren, dem CDU-Stadtverband, nahmen die Bürgermeisterin und der israelische Botschafter in Deutschland an der Zeremonie teil.
Sven Petke (re. - MdL; Vorsitzender CDU-Stadtverband) begrüßte die Teilnehmer. "Die Anwesenheit des israelischen Botschafters in Deutschland Exzellenz Yoram Ben-Zeev an der Verlegung der Stolpersteine gibt der Veranstaltung einen besonderen Rahmen". Er erinnerte daran, dass "der Holocaust an den Orten begann, wo die Opfer lebten. Die Verlegung von Stolpersteinen ist auch Erinnerung an die anderen Opfer der NS-Zeit. Stolpersteine sind auch Orte der Erinnerung."

Er dankte Pfarrer Detlev Riemer führ seine jahrzehntelangen Forschungen zur Geschichte der Luckenwalder Juden. Ohne diese Arbeit wäre die Verlegung nicht möglich gewesen.
Pfarrer Riemer (li.) erinnerte an beiden Verlegungsorten an die Biografien der Geehrten.
Die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Frau Dr. Heidemarie Migulla gedachte mit dem Gedicht von Max Zimmering "Einmal noch schaue zurück" sehr emotional dem Anlass und seinem Inhalt. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte am 26. Mai 2009 dem Vorhaben zu und unterstützt es.

Bevor Gunter Demnig die ersten Stolpersteine in der Poststraße einsetzte, resümierte er Werdegang, Ausmaß und Inhalt der von ihm initiierten Aktion. Diese nimmt jetzt auch internationalen Charakter an. Luckenwalde ist die 474. Kommune in Deutschland, wo Stolpersteine an jüdische Mitbürger erinnern. "Bürger tragen das Ganze. Über die Stolpersteine finden auch viele ehemalige jüdische Mitbürger und ihre Nachfahren wieder nach Hause. Stolpersteine: Man stolpert mit Kopf und Herzen und beim Lesen muss man sich verbeugen."

An folgenden Orten im Stadtgebiet wurden Stolpersteine vor den letzten Wohnsitzen der ehemaligen jüdischen Einwohner in den Gehweg eingesetzt:

In der Poststraße 27 für Herrn Dr. med. Leo Schwarzweiß und seine Frau Else Schwarzweiß, geb. Josephson und in der Puschkinstraße 48 für Frau Charlotte Rieck, geb. Scherokosz.
Zum Abschluss legte Frau Torda Rietdorf eine Rose und, einem jüdischem Brauch folgend, einen Kieselstein an beiden Orten des Gedenkens nieder.
Die Aktion Stolpersteine soll fortgesetzt werden, um mit einer möglichst großen Zahl an Stolpersteinen in unserem Stadtbild die Namen der Opfer auf dem Merkzeichen "lebendig" werden zu lassen.

Der israelische Botschafter in Deutschland Exzellenz Yoram Ben-Zeev (l.) erhält vom Ehepaar Ruth und Herbert Fiedler zur Erinnerung an seinen Besuch in Luckenwalde das von ihnen herausgegebene Buch "Hachschara . Vorbereitung auf Palästina . Schicksalswege".

Zum Beitrag: Verlegte Stolpersteine - Benennung der Geehrten

Seite drucken | Autor: Stadt Luckenwalde | zuletzt geändert am: 13.11.2015