Seiteninhalt
Inhalt

"Stolpersteine - Weitere Stolpersteine  in Luckenwalde"

Gemäß dem Gedanken "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist." erinnert der Künstler Gunter Demnig seit Jahren an Menschen, die während der NS-Zeit vertrieben, verfolgt oder getötet wurden. Sein Projekt Stolpersteine führt ihn durch ganz Europa. Vor dem letzten frei gewählten Wohnsitz der Menschen lässt er Steine mit einer Messingplatte in den Boden ein, die mit den Daten an die Opfer der NS-Herrschaft erinnern.

In Luckenwalde werden seit 2009 regelmäßig Stolpersteine auf Initiative des CDU-Stadtverbandes unter Mithilfe von Herrn Detlev Riemer verlegt. Seit dem 11. Juni erinnert vor dem Haus Poststraße Nr. 13 ein Stolperstein an das Schicksal von Gerhard Boche. Dieser Luckenwalder wurde 1921 geboren. 1944 wurde er verhaftet und wegen "wehrkraftzersetzender Äußerungen" zum Tode verurteilt. 1944 wurde er im Alter von 23 Jahren in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Auch der Rest seiner Familie hat schwer unter der Zeit der NS-Herrschaft gelitten.

Vor dem Gebäude Parkstraße 73 verlegte Demnig drei Stolpersteine zur Erinnerung an die Familie Rindenau. Frau Dora Rindenau wurde 1883 als Dora Preminger geboren und im Alter von 59 Jahren nach Riga deportiert. Ihr weiteres Schicksal, sowie das ihrer Kinder Berta und Philipp Rindenau, ist unbekannt. Berta Rindenau wurde 1938 mit 19 Jahren in die Heil- und Pflegeanstalt Teupitz eingewiesen. 1942 wurde sie ebenfalls nach Riga deportiert. Ihr ein Jahr jüngerer Bruder Philipp wurde 1938 nach Polen abgeschoben. Von dort konnte er 1939 in die Sowjetunion fliehen.

Zum Beitrag: Verlegte Stolpersteine - Benennung der Geehrten

Seite drucken | Autor: Stadt Luckenwalde | zuletzt geändert am: 13.11.2015