Was bewegt die Menschen im Volltuchviertel?

Das wollte die Stadt Luckenwalde wissen und initiierte eine Befragung der Bewohnerinnen und Bewohner. Mitarbeitende der Lokalen Konfliktbearbeitung von Demos führten im letzten Jahr rund 60 Interviews.

Eindeutiges Ergebnis: Den meisten Menschen im Volltuchviertel ist ein tolerantes Miteinander und guter Kontakt wichtig. Doch wie geht das? Das diskutierten am 25.06.2022 rund 20 Bewohnerinnen und Bewohner mitten in ihrem Viertel mit Mitarbeitenden des befragenden Instituts Demos, dem evangelischen Pfarrer Jonathan Steinker, ehrenamtlich Helfenden und Anke Habelmann von der Stadt Luckenwalde.

In Kurzform: Das Geheimrezept wurde nicht gefunden. Aber viele Zutaten zu einer guten Nachbarschaft wurden besprochen. Vor allem braucht es Begegnungen, um miteinander zu sprechen, eben auch über Konflikte. Doch wo kann man sich begegnen, möglichst zwanglos und spontan? Da gab es schon einige Ideen, von ein paar Bänken über eine Facebook-Gruppe bis zum Kiezfest.

Und noch was war wichtig: Die Bewohnerinnen und Bewohner wollen informiert sein über das, was mit ihrem Viertel passiert. Zum Beispiel, dass das Volltuchviertel seit 2021 Sanierungsgebiet ist und was das eigentlich heißt.

Einige Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung haben ihr Interesse bekundet, um auch über den Samstag hinaus aktiv zu sein: Zum Beispiel um beim Arbeitstreffen „Leben in Luckenwalde“ im Herbst dabei zu sein oder mal bei der Politik in der Stadtverordnetenversammlung vorbei zu schauen… Es bleibt spannend.

Seite drucken | Autor: Jördis Nagel | zuletzt geändert am: 13.12.2024