Jugendumweltrat entscheidet über weitere Anträge
Vergangene Woche traf sich der Jugendumweltrat in der Bibliothek im Bahnhof. Die jungen Luckenwalder und Luckenwalderinnen zwischen 10 und 18 Jahren beteiligen sich freiwillig an diesem Gremium, um in der Stadt den Klima- und Umweltschutz voranzubringen. Ausgewählt wurden sie zufällig aus den Daten des Einwohnermeldeamtes. Gemeinsam entscheiden sie über die Verteilung des Umweltbudgets, das die Stadt Luckenwalde Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen für Klimaschutzprojekte zur Verfügung stellt.
Zunächst zeigte Anke Stöckigt-Wolter, Amtsleiterin für Jugend und Bildung, den Ratsmitgliedern, wie sich die Projekte entwickelt haben, für die bei der letzten Sitzung Fördermittel bewilligt wurden. Die Kita Poststraße schickte Fotos von den ersten Tomaten, die dank der Unterstützung für Gemüsepflanzen und Samen mit den Kitakindern geerntet werden konnten. Auch die Ernst-Moritz-Arndt-Grundschule kann bereits Ernteerfolge vorweisen, nachdem mit den Mitteln aus dem Umweltbudget ein Schulgarten mit Hochbeeten angelegt werden konnte. Die Friedrich-Ludwig-Jahn-Oberschule hatte einen Antrag gestellt, um mit einer 8. Klasse Loungemöbel aus Paletten zu bauen. Wie gut das geklappt hat, konnte der Jugendumweltrat direkt in der Bibliothek testen. Die Bibliothek hat das Projekt unterstützt und dort kann man Probe sitzen. Baldige Umsetzung versprach Frau Stöckigt-Wolter auch für den vierten Antrag, der beim letzten Treffen beschlossen wurde. Das Jugendzentrum Go7 hatte sich eine energiesparende neue Beleuchtung gewünscht.
Anschließend tauschten die jungen Menschen eigene Ideen aus und beratschlagten über neue Anträge, die eingereicht wurden. Nach einer spannenden Abstimmung steht fest:
Der Juniorclub 30 Freunde erhält 1.200 Euro, um einen Naschgarten mit Hochbeeten anzulegen und Heckenpflanzen als Sichtschutz zu pflanzen. Die Kita Vier Jahreszeiten darf sich über Unterstützung für Hochbeete und einen Barfußpfad freuen. Und auch der Hort Glückskinder will von den bewilligten 800 Euro einen Barfußpfad bauen und außerdem ein Insektenhotel und Vogelhäuschen.
Der Jugendumweltrat wog die Kosten ab und gab gute Hinweise zu möglichem Vandalismus und künftiger Nutzung. Als kleines Geschenk und Dankeschön durfte sich jedes Kind ein Buch aussuchen.