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Go7 ganz Ohr!

Dass war eine unerhört gute Woche zum Thema Hören.

Wer in der Woche vom 26.02. bis 02.03.2018 das Jugendzentrum Go7 besuchte, der konnte schon von weitem ein Quietschen, Klingeln, Rasseln und gelegentlich richtig laute Schreie hören. Beim letzteren konnte der Besucher aber sicher sein, dass hier kein Mensch gepeinigt wurde. Eher ging es darum, wer im Go7 „die größte Klappe“ hat. So konnten die Jugendlichen den Umgang mit einem digitalen Schallpegelmessgerät erlernen. Da war auch klar, dass natürlich der lauteste Besucher herausgefunden werden musste. Bei diesem Wettbewerb lagen eher die Mädchen in Front (Vanni 102,4 dB). Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
Das gleiche dann noch als Teamwettbewerb und schon war man das Team Rico und Tim auf 126,8 Dezibel (dB). Sehr beachtlich aber auch gefährlich. Lernten doch die Gäste der Themenwoche, dass ab 80 dB Hörschäden geschehen können und ab 120 dB die Schmerzgrenze erreicht ist.

Stündlich wurde im Saal der Lautstärkepegel gemessen. Das Maximum war am Dienstag um 17 Uhr zur besten Schach-AG-Zeit. Mit 88,2 dB war es ein Wunder, dass die Schach-Leute sich überhaupt konzentrieren konnten. Dieser Wert ist vergleichbar mit einem vorbeifahrenden LKW. Der Durchschnittswert über die Woche gemessen beträgt 65,3 dB.
Jeden Tag kamen neue Spiele oder Experimente wie beispielsweise das Hörmemory dazu. So wurde auch ein Parcour aufgebaut, durch den die Besucher mit verbunden Augen mittels Klingeln und Hupen gelenkt wurden. Ein Quiz mit Fragen rund um das Hören musste beantwortet werden. Oder die tierischsten Schreihälse bzw.. die besten Lauscher mussten mittels Bilder geordnet werden.
Praktikant Patrick Prümnow brachte ein Hörduell mit. Mit verbunden Augen sollten die Jugendlichen ein Glas, eine Blechdose oder eine Kanne mit Wasser füllen und erhören, wann das Gefäß voll ist.
Die Hörtests konnten online über das Internet gemacht werden. Bei einigen Jugendlichen zeichneten sich schon leichte Beeinträchtigungen ab.

Kai Hähnel unterstützte das Go7-Team aktiv bei der Station „Wörter bilden mit Gebärdensprache“. Da er Gebärdensprache auf Grund seiner Familiensituation kann, war es ihm ein Leichtes, uns das Gebärdenalphabet zu zeigen. Die einzelnen Buchstaben, die Kai mit der Hand formte, wurden fotografiert, ausgedruckt und dann konnten die Besucher der Hörwoche ihren Namen mit Hilfe dieser Bilder darstellen.

An der Spruchwand zur Hörwoche konnte jeder Teilnehmer ein Sprichwort oder geflügeltes Wort zum Thema Ohr bzw. Hören anpinnen. Da konnten viele Teilnehmer etwas beitragen, aber auch neu lernen. So waren viele im wahrsten Sinne des Wortes „noch grün hinter den Ohren“.

Seite drucken | Autor: Erik Paprotta | zuletzt geändert am: 09.04.2018