2 Millionen Euro Fördermittel für das alte Stadtbad
Am 9. September ist der Fördermittelbescheid für die denkmalgerechte Sanierung und Entwicklung des Stadtbades Luckenwalde angekommen. Die Stadt erhält 2 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus und hat selber einen Eigenanteil in Höhe von einer zusätzlichen Million Euro bereitstellen müssen.
Der Zuwendungszweck besteht in der Revitalisierung und behutsamen Transformation des denkmalgeschützten ehemaligen Stadtbads in Luckenwalde zu einem Standort der Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Gebäude soll als besonderes Zeugnis des Neuen Bauens wesentlicher Bestandteil für die städtebauliche Entwicklung des umgebenden Areals sein. Es sind punktuelle bauliche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am Stadtbad vorgesehen, die unter dem Gesichtspunkt eines nachhaltigen Ressourceneinsatzes umgesetzt werden sollen, um die zukünftigen Anforderungen an z. B. Nutzbarkeit, Brandschutz und Erschließung zu erfüllen. Die baulichen Maßnahmen sollen durch einen breit angelegten Beteiligungsprozess und die Entwicklung eines Betreibermodells begleitet werden.
Förderziele sind:
• Erhalt und Entwicklung des historisch und baukulturell wertvollen Stadtbades durch denkmalgerechte Sanierungsmaßnahmen und behutsame bauliche Anpassungen im Inneren, die neue Nutzungen ermöglichen, insbesondere für die Kultur- und Kreativwirtschaft,
• Schaffung von Räumlichkeiten für ein regionales Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft mit bundesweiter Strahlkraft und Vorbildfunktion im Umgang denkmalgeschützter Gebäude und deren Transformation,
• Erarbeitung eines kooperativen Betreibermodells, das Nutzungen und Veranstaltungen vorsieht und ermöglicht,
• Vernetzung mit dem benachbarten E-Werk, einem Zentrum für zeitgenössische Kunst, um einen sukzessive wachsenden kreativen E-Campus zu etablieren, der einen Anziehungspunkt für Kulturschaffende über Luckenwalde hinaus bildet,
• Reaktivierung der ursprünglichen Wärmeversorgung über das benachbarte E-Werk sowie Stromproduktion durch E-Werk und Stadtbad auf Basis erneuerbarer Energien für eine CO2-Neutralität im Bereich Strom und Wärme. Perspektivisch soll so ein Nahwärmenetz entstehen, das sich an der historischen Wärmeversorgung orientiert und in der Lage ist, auch weitere umliegende Gebäude zu versorgen.
Derzeit wird an der Ausarbeitung der Planungsunterlagen gearbeitet. Man stimmt sich eng mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und der Bauaufsicht ab und bereitet eine weitere Beteiligung der Nachbarn und der Öffentlichkeit vor. Mit der Sanierung kann begonnen werden, sobald die Planungen abgeschlossen sind und die Baugenehmigung vorliegt.