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11.07.2017

»Städte im 2. Ring am Zug!« - Diskussionsplattform Städtekranz Berlin-Brandenburg

Der Städtekranz Berlin-Brandenburg bot am 23.06. eine Diskussionsplattform zur Rolle der 2. Ring – Städte für eine nachhaltige Metropolenraumentwicklung Berlin-Brandenburg. Rund 50 Vertreter aus Städten, Regionen, der Landesregierung sowie Akteuren und Verbänden aus den Bereichen Mobilität, Wohnen und Wirtschaft diskutierten in der neuen Feuerwache über aktuelle Entwicklungen, Strategien und notwendige konkrete Maßnahmen.

Wohnen – Mobilität – Arbeiten in der Metropolregion Berlin-Brandenburg; beinahe täglich werden Mobilitätsengpässe und Wohnungsmarktentwicklungen in den Medien reflektiert. Der Handlungsbedarf ist hoch und den Städten im 2. Ring kommt eine wachsende Verantwortung zu. Sie sind nicht allein „Schlafstädte“, sondern bieten urbane Qualitäten an den Regionalexpresslinien.

Der Städtekranz Berlin-Brandenburg als Zusammenschluss von sieben Brandenburger Ober- und Mittelzentren fordert insbesondere eine Stärkung der Rolle der Städte des 2. Ringes in der Landesentwicklung, wie beispielsweise dem Landesnahverkehrsplan, der aktuell fortgeschrieben wird. Frau Ministerin Schneider (MIL) betont insbesondere den eingeschlagenen Weg, die aktuellen Instrumente der Landesplanung, der Mobilität, der Stadtentwicklung und des Wohnens noch stärker zu verzahnen und in Formaten wie dieser Diskussion gemeinsam weiter zu entwickeln. Die Städte im 2. Ring sieht sie auf gutem Weg und betont deren Bedeutung für die Wachstumsregion.

Aber auch der Handlungsdruck für die Städte ist bereits sehr hoch. So erkennt Frau Herzog- von der Heide (Bürgermeisterin Stadt Luckenwalde) bereits „Wachstumsschmerzen“, die nur durch einen zügigen Ausbau der Kitakapazitäten therapiert werden können. Die bessere Anbindung mit dem Schienenpersonennahverkehr stellt für die Städte des 2. Rings eine zentrale Forderung dar: Bürgermeister Golde (Stadt Neuruppin und künftiger Vorsitzender des Städtekranzes) fordert endlich einen verlässlichen Zeitplan für die Durchbindung des RE6 von Berlin nach Neuruppin. Die von Frau Ministerin Schneider angekündigte Priorisierung der Etappe von Hennigsdorf bis Berlin Tegel begrüßt er ausdrücklich. Herr Scheller (Bürgermeister Stadt Brandenburg an der Havel) betont insbesondere auch die Potenziale der Stadt als prosperierender Wirtschafts- und Bildungsstandort und fordert die angekündigte Taktverdichtung auf dem RE 1 zwischen den Oberzentren Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) durchgängig umzusetzen.

Die Stadt Fürstenwalde/Spree verfügt noch über hochwertige bahnhofsnahe Wohnbauflächen, die sukzessive entwickelt werden. Herr Hengst (Bürgermeister Stadt Fürstenwalde) bekräftigt aber auch die notwendige Stärkung als Wirtschaftsstandort, wozu auch in wirtschaftsnahe Infrastrukturen wie z. B. der Schleuse weiter investiert werden muss. „Wir wollen die Berliner“ war die Botschaft von Frau Maren Kern, Vorstand BBU – Verband Berlin-Brandenburger Wohnungsunternehmen e.V. „Dazu müssen die Verkehrsanbindungen weiter verbessert und auch das Image von Land und Städten als Wohnorte verbessert werden. Dann können die Wohnungsunternehmen mit ihren nachfragegerechten Wohnangeboten richtig punkten.“

Die Diskussion um eine zukunftsorientierte Entwicklung der Metropolregion Berlin-Brandenburg und der 2. Ring – Städte ist weiter hochaktuell und wird noch an Dynamik gewinnen, darüber waren sich die Teilnehmer einig. Das angebotene Dialogformat des Städtekranzes und MIL wird eine Fortsetzung erfahren.

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 11.07.2017