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15.08.2017

Von 101 auf 140 - Vorgestellt: Kitaplatzerhöhung in Planung

Im Herbst 2018 könnten bis zu 39 Kinder einen zusätzlichen Platz in der Kita Rundbau erhalten. Auf dem 10.000 qm großen Gelände soll an dem denkmalgeschützten Rundbau ein Anbau entstehen. Um das Bauvorhaben im Wertumfang von 850.000 EUR stemmen zu können, ist die Stadt auf Förderung angewiesen.

Erst am 17. Juli war die Richtlinie für Fördermittel aus dem Bundesinvestitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 - 2020“ veröffentlicht worden. Bereits bis zum 7. August mussten die Anträge gestellt sein. Die Stadt Luckenwalde hatte allerdings planerischen Vorlauf geschaffen. In der Stadtverordnetenversammlung am 30. Mai stellten die Stadtverordneten außerplanmäßige Mittel für Planungsleistungen bereit. „Weil ein Anbau günstiger als ein Neubau ist, hatten wir überlegt, wo er am besten platziert werden könnte.“, so die Bürgermeisterin. Die Auswahl fiel auf die Kita Rundbau, die derzeit für 101 Kinder ausgelegt ist, jedoch mit einer sehr großzügigen Außenanlage ausgestattet ist. Besondere Sorgfalt verlangt das unter Denkmalschutz stehende Bestandsgebäude. Die Untere Denkmalschutzbehörde zeigte sich sehr konstruktiv und formulierte zügig die einzuhaltenden Bedingungen: Die einmalige Wirkung des Rundbaus müsse ohne Abstriche erhalten bleiben. Der Anbau müsse mindestens 10 m vom Haupthaus abgerückt sein und dürfe in einer Größe von bis zu 250 qm das Haupthaus nicht überflügeln.

Kerstin Hohnke (5. von links) als Leiterin der Kita beschrieb das Anforderungsprofil aus Betreibersicht: „Wir wünschen uns einen großen Bewegungsraum, so dass die jetzt genutzte kleine Einheit wieder zu einem Gruppenraum werden könnte. Auch für die Kinder der Wachgruppe (die, die keinen Mittagsschlaf halten) wäre ein Gruppenraum im Anbau ideal, da dann die Ruhephase im Haupthaus für die Schlafkinder viel besser gewährleistet werden könnte.“ Drei beauftragte Architekturbüros stellten am 21. Juli ihre jeweiligen Konzepte für die Umsetzung der Vorgaben vor. Einhellig kamen Vertreter der Stadtverwaltung, der Kita und der Unteren Denkmalbehörde zu der Auffassung, dass das Architekturbüro Civitas aus Berlin die Kriterien am besten erfüllt habe. „Kleine Nachbesserungswünsche setzte das leistungsfähige Büro in Höchstgeschwindigkeit um“, so Frau Herzog-von der Heide.

„Die Entwurfsplanung des ausgewählten Büros beinhaltet jetzt einen ca. 80 qm großen Bewegungs-/Sportraum, eine 15 qm große Lagerfläche, einen Gruppenraum (ca. 55 qm), einen Wasch/-Sanitärraum und eine Garderode sowie ein Foyer und für das Kitapersonal einen Teamraum. „Mit diesem Vorhaben sollen 39 zusätzliche Kitaplätze geschaffen werden.“, erläutert Petra Hartfuß (4. von links) von der Technischen Gebäudeverwaltung, „20 Plätze für Kinder im Krippen- und 19 für Kinder im Kindergartenalter.“

Die vorhandenen Spielgeräte im hinteren Teil des Geländes, auf dem der Anbau errichtet werden soll, können umgesetzt werden.

Dass mit der zusätzlichen Betreuung von Kindern auch mehr Personal gebunden werden muss, sieht die Kitaleiterin als lösbares Problem an: „Im Moment haben wir noch einen Puffer bei der nicht ausgeschöpften Stundenzahl des vorhandenen Personals.“

Nachdem neben den Planunterlagen auch die Kostenschätzung ausgearbeitet war, wurde der Förderantrag für den Rundbau-Anbau vollständig und fristgemäß am 7. August beim Landkreis eingereicht. Der Jugendhilfeausschuss berät am 27. September über alle eingegangenen Anträge. Die Beschlussfassung durch den Kreistag ist für den 23. Oktober 2017 vorgesehen. Zu verteilen ist ein Budget von 2,2 Millionen EUR.

Seite drucken | Autor: Britta Jähner | zuletzt geändert am: 15.08.2017