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21.09.2017

Bring mich zum Rasen! - Neuer Kunstrasen für das Werner-Seelenbinder-Stadion

Das Werner-Seelenbinder-Stadion in Luckenwalde verfügt seit Anfang September über einen Kunstrasenplatz auf Bundesliganiveau. Der FSV 63 und die Stadt Luckenwalde feierten das am 9. September unterstützt durch die Wohnungsgesellschaft DIE LUCKENWALDER und den Stadtmarketingverein mit einem großen Familien-Sport-Fest.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide betonte bei der Eröffnung, wie lange man für einen neuen Kunstrasenplatz gekämpft hatte: „Auch wenn die Arbeiten, um die 'Auslegware' hier fachgerecht zu installieren, nur vier Wochen dauerten, so ist der Weg zum neuen Kunstrasenplatz sehr viel länger und als wahre Graswurzelarbeit zu bezeichnen.“ Der bisherige Kunstrasen war damals der erste in der Region gewesen. „Er wurde intensiv bespielt, aber auch intensiv gepflegt, was natürlich nicht verhindern konnte, dass sich seine Nutzungsdauer irgendwann dem Ende zuneigte.“, so die Bürgermeisterin. Ein Gutachter wurde beauftragt, der die Restnutzungsdauer einschätzte und ermittelte, dass die Sanierung über 300.000 Euro kosten würde. Diese Summe für eine freiwillige Aufgabe habe mit dem städtischen Haushalt nicht finanziert werden können. Nachdem das Projekt bei mehreren Förderprogrammen abgelehnt wurde, gelang es schließlich, die Finanzierung über das kommunale Infrastrukturprogramm 2016-2019 des Landes Brandenburg zu sichern.

Der FSV 63 Luckenwalde stellte den Antrag und in einer beeindruckenden Zusammenarbeit von Verein, Stadt, Stadtsportbund, Kreissportverband und Landessportverband sowie durch die Mittelbereitstellung durch die Stadtverordneten konnte der Kunstrasenplatz endlich gebaut werden. Die ausführende Firma Polytan ist nicht nur Sportstättenbauer, sondern auch Hersteller und Entwickler von Kunstrasen, so dass das Luckenwalder Grün auf dem neuesten Stand der Kunstrasentechnik ist. „Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass unsere Platzwarte durch ihre gute Pflege des alten Platzes maßgeblich dazu beigetragen haben, dass der ursprüngliche Unterbau so gut wie keine Schäden aufwies und für den neuen Kunstrasenplatz weiter verwendet werden konnte.“, lobte Frau Herzog-von der Heide. Dadurch konnte Geld gespart werden. Trotzdem belaufen sich die Kosten für Planung und Bau auf 270.000 Euro. Das Land Brandenburg unterstützte das Projekt mit 190.000 Euro und die Stadt Luckenwalde mit weiteren 80.000 Euro.

Bedauerlich sei nur, so die Bürgermeisterin, dass der Rat von Trainerlegende Udo Lattek hier nicht weiterhelfe. Der motivierte seine Spieler mit den Worten: „Geht raus, fresst Gras und beißt in die Pfosten.“

Nach der offiziellen Eröffnung des strahlenden Grüns bot der Tag Live-Musik, Leckeres vom Grill und natürlich viel Sport. Der Kreissportbund Teltow-Fläming nahm das Sportabzeichen ab, der FSV 63 Luckenwalde stellte die Vereinschronik vor und jeder, der Lust hatte, konnte ausprobieren ob auf einem Kunstrasen auf Bundesliganiveau das Toreschießen leichter fällt.

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 21.09.2017