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18.10.2017

Ordnung und Sauberkeit für den Nuthepark - Ausschuss berät Lösungsansätze der Stadt

Der Ausschuss für Gesundheit, Soziales und öffentliche Ordnung traf sich am 9. Oktober im Nuthepark. Dieser wird in letzter Zeit von vielen Jugendlichen als Treffpunkt genutzt und damit verbunden von etlichen Anwohnern als Schwerpunkt in Sachen Lärm, Vandalismus, Kriminalität und Müll empfunden. Die Ausschussmitglieder machten sich vor Ort ein Bild von den örtlichen Bedingungen.

Polizeihauptkommissar Axel Tritt, Revierleiter in Luckenwalde, kann das subjektive Empfinden der Anwohner nachvollziehen, aber anhand der Einsatzstatistik nicht bestätigen: „Wir haben dazu interne polizeiliche Recherchen gemacht und anhand der vorliegenden Zahlen müssen wir wirklich sagen, dass es für uns kein kriminalitätsrelevanter Schwerpunkt ist. Ich sehe im Nuthepark einen Jugendtreffpunkt mit den damit verbundenen Nebenwirkungen was Ordnung und Sauberkeit angeht.“ Die Anzahl der Einsätze und das Anzeigenaufkommen im Zusammenhang mit dem Nuthepark rechtfertigen die Befürchtungen der Anwohner nicht. Insgesamt sei Luckenwalde eine sehr ruhige Stadt, in der auch die Anzahl der Wohnungseinbrüche, die im Bereich des Speckgürtels in der Kriminalitätsstatistik zugenommen hätte, vergleichsweise gering sei.

Die Stadt nimmt die Sorgen der Anwohner sehr ernst und hat eine Reihe von Lösungsansätzen erarbeitet, die für mehr Ruhe und Sauberkeit im Nuthepark sorgen sollen.

Die schon jetzt enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und städtischem Ordnungs- und Rechtsamt wird weiter ausgebaut. So soll es ab sofort wöchentliche gemeinsame Streifen von Revierpolizisten und Ordnungsamtsmitarbeitern während der Abendstunden geben. Das hat den Vorteil, dass sofort Personalien aufgenommen werden können, wenn Verstöße und Ordnungswidrigkeiten festgestellt werden.

Außerdem wird man mit Vertretern der Stadt Wildau Kontakt aufnehmen, die gute Erfahrungen mit einer sogenannten Citystreife hat. Dabei handelt es sich um eine Sicherheitspartnerschaft zwischen der Stadtverwaltung und Gewerbetreibenden sowie einem Wachdienst. Eventuell kann dieses Modell auch auf Luckenwalde übertragen werden. Des Weiteren wird überlegt, die Sonntagsreinigung des Boulevards, die nach der Sanierung wieder aufgenommen wird, auf den Nuthepark auszuweiten, da die Jugendlichen am Wochenende oft viel Müll hinterlassen.

Die Ausschussmitglieder betonten, dass weitere Abfallbehälter im Nuthepark notwendig seien. Dies wurde vom Bauhof bereits erkannt und demnächst werden zusätzliche Behälter aufgestellt. Über den Winter werden die Parkbänke aufgearbeitet und im Frühjahr ist eine Grundauffrischung für den Nuthepark geplant. Sie umfasst u. a. die Erneuerung des Stegs am Nutheteich, die professionelle Reinigung (inkl. Graffiti-Entfernung) aller Mauern und die Wildwuchsbefreiung des Uferbereichs und der Insel.

Im Ausschuss wurde vorgeschlagen, die Anordnung der Bänke zu überdenken, was direkt an den Bauhof weitergeleitet wurde. Insgesamt muss man betonen, dass es erfreulich ist, dass der Nuthepark so gut angenommen wird und dass er für alle Altersklassen als Aufenthaltsort gedacht ist.

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 19.10.2017