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03.11.2017

Fernwärme für den Sportkomplex Mozartstraße

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Luckenwalde und der Städtische Betriebswerke Luckenwalde GmbH (SBL):

Energieeffizienz, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit als gemeinsames Ziel

Das 2013 erarbeitete Klima- und Energiekonzept der Stadt Luckenwalde erhält heute einen weiteren großen Baustein in der praktischen Umsetzung. Auch wenn es im Volksmund heißt: “Papier ist geduldig“, führt es in Luckenwalde zu Lösungen, die sich sehen lassen können.

Die Wärmeversorgung des Sportkomplexes Mozartstraße wurde am 2. November 2017 vom klassischen Gaskessel auf Fernwärme umgestellt. Die Fernwärme enthält einen Wärmemix aus Deponiewärme vom Südbrandenburgischen Abfallzweckverband (erneuerbare Energie) und vom Erzeugungsstandort Berkenbrücker Chaussee aus Kraft-Wärmekopplung (Strom und Wärme) sowie ein kleiner Anteil aus den dortigen Gaskesseln für die ganz kalten Tage.

Neben dem umweltfreundlichen und hocheffizienten Mix vor Ort, was die technische Erzeugung betrifft, liefert SBL seit dem 1. Januar 2017 über das „Öko plus“ Label CO2 neutrale Fernwärme für alle Fernwärmekunden. Allein der Wärmebedarf des Sportkomplexes von 3,2 Mio kWh entspricht einem Äquivalent von 160 Einfamilienhäusern.

Der Umweltaspekt mit CO2 neutraler Wärme heizen zu können, ist nur eine Facette der Entscheidung für die Fernwärme. „Mit SBL haben wir nachgewiesenermaßen einen kompetenten Dienstleister für alle Aspekte um die Energieversorgung in der Stadt, der ein ganzheitliches Konzept für die Umstellung der Wärmeversorgung vorgelegt hat. Sofort spürbar ist die Reduktion der Heizkosten um rund 8.000 €/a. Auf lange Sicht ist die Entlastung für den städtischen Haushalt größer, da die Ersatzinvestitionen und Unterhaltungskosten für die Heizzentrale künftig entfallen.“, so Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide.

Der größte kommunale Energieverbraucher der Stadt Luckenwalde hat damit in den beiden letzten Jahren eine rasante Veränderung im Sinne des Klima- und Energiekonzeptes hinter sich, die mit der Errichtung der Photovoltaik-Anlagen durch die Bürgerenergiegenossenschaft begonnen und mit dem Fernwärmeanschluss einen vorläufigen Abschluss gefunden hat. „Eine anspruchsvolle Leistung von allen Beteiligten mit einer steilen Lernkurve und einem tollen Ergebnis“, freut sich Ingo Reinelt, Amtsleiter für Gebäude- und Beteiligungsverwaltung. Der neue Wärmeanschluss bietet auch noch Reserve für das angedachte Solefreibecken.

Alles zusammen verbessert letztlich auch die Bilanz beim Umweltaudit, dem sich die Fläming-Therme unterzieht und ist gelebte Praxis im Sinne des Ökoprofit Standards der Mitarbeiter der Therme.

Nicht zu vergessen ist ein Dankeschön an die beteiligten Firmen des Bauvorhabens, angefangen von der Planung über den Trassenbau bis zur Errichtung der Wärmeübergabestation.

Seite drucken | Autor: Stadt Luckenwalde | zuletzt geändert am: 03.11.2017