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26.01.2018

Barrierefreiheit auf dem Waldfriedhof

Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Verwaltung ausführlich mit dem Problem der Barrierefreiheit auf dem Waldfriedhof beschäftigt. Im September besichtigte der Ausschuss für Gesundheit, Soziales und öffentliche Ordnung die Friedhofskapelle, deren Haupteingang über zwei Stufen zu erreichen ist. Der Wunsch, diese mit einer dauerhaften, massiven Rampe auszustatten, entspricht nicht den denkmalrechtlichen Bestimmungen.

Hier ein Auszug aus der Stellungnahme der Unteren Bauaufsichts- und Denkmalschutzbehörde des Landkreises Teltow-Fläming vom 30.11.2017:

„Zu Ihrer Anfrage vom 02.11.2017 hinsichtlich einer ortsfesten Rampe an die Haupteingangstreppe der Friedhofskapelle des Luckenwalder Waldfriedhofs möchte ich wie folgt Stellung nehmen:

Der Luckenwalder Waldfriedhof mit Pförtnerei, Gärtnerei (Toranlage) und der Friedhofskapelle ist als Denkmal in die Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragen und unterliegt damit den Bestimmungen des Brandenburgischen Denkmalschutzgesetzes (BbgDSchG). (...)

Der Waldfriedhof weist neben seiner garten- und baugeschichtlichen Bedeutung insbesondere auch einen hohen künstlerischen Wert auf und gründet darauf seinen Denkmalwert. (...)

Die Errichtung einer festen Rampe an dieser Eingangstreppe zur Gewährleistung eines (weiteren) behindertengerechten Zugangs würde das Erscheinungsbild erheblich in einer denkmalfachlich nicht akzeptablen Weise stören. Aus Sicht des Landesdenkmalamtes wäre diese nicht denkmalverträglich. Auch seitens der unteren Denkmalschutzbehörde kann die Erteilung der Erlaubnis nach dem BbgDSchG für die Errichtung einer festen Rampe direkt an der Haupteingangstreppe nicht in Aussicht gestellt werden.“

Dementsprechend wird man sich doch mit einer mobilen Rampe behelfen müssen, die im Bedarfsfall hingestellt werden kann, um die Stufen zu überwinden. Für die mobilitätseingeschränkten Bürgerinnen und Bürger ist dies sicherlich nicht die Vorzugsvariante. Die Untere Denkmalschutzbehörde würde sich aber mit dieser Lösung einverstanden erklären: „Solche Rampen haben sich bereits in vielen vergleichbaren Situationen bewährt.“

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 26.01.2018