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15.06.2018

Bienen auf dem Friedhof

Der Friedhof Jüterboger Tor ist das neue Zuhause von 60 Bienenvölkern. Mitten in der Nacht hat Imker Christian Skambraks die Magazinbeuten hier her gebracht. Die sensiblen Insekten vertragen so eine Reise am besten im Schlaf.

Die Stadt Luckenwalde hat dem Berufsimker aus Niedergörsdorf die Flächen auf dem hinteren, inzwischen fast ungenutzten Teil des Friedhofs zur Verfügung gestellt. Hier finden sie ausreichend Futter, werden nicht durch Verkehrslärm gestört und fühlen sich laut Herrn Skambraks sehr wohl. Wie er versichert, müssen die Friedhofsbesucher keine Angst vor den fleißigen Insekten haben. Es handele sich um eine sehr freundliche Sorte, die nur selten sticht. Deswegen kann er auch ohne Schutzkleidung imkern. „In der Nähe von Bienen sollte man keine hektischen Bewegungen machen, dann hat man nichts zu befürchten“, rät er. Ein Schild weist auf die ungewöhnliche Nutzung im hinteren Teil des Friedhofes hin.

Auch am ehemaligen Fichtesportplatz und im Heinrichsweg stehen Paletten mit Magazinbeuten aus dem Bestand von Herrn Skambraks. Seine Bienen haben ein Gesundheitszeugnis vom Veterinäramt. Diese Bescheinigung gemäß Bienenseuchenverordnung versichert, dass die Bienen von Herrn Skambraks gesund sind. Nur dann dürfen sie von einem Standort zum anderen wandern. Mindestens bis zum nächsten Frühjahr will er die Flächen der Stadt Luckenwalde nutzen. Je nach Vegetation und Ertrag wandern die Bienen dann vielleicht weiter in die Nähe eines Rapsfeldes.

Die Stadt Luckenwalde hat sich zum Ziel gesetzt, bienenfreundlicher zu werden. Mit vielen kleinen Maßnahmen will sie dazu beitragen, dass Insekten hier Nahrung finden und reagiert so auf das weltweite Bienensterben.

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 15.06.2018