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19.11.2018

Erfolgreiche Saison im Nuthepark

Es war ein schöner Sommer im Luckenwalder Nuthepark. Auch hier zu trocken; die Pflanzen haben leiden müssen, mit dem Gießen kam man nicht hinterher. Dennoch fällt das Resümee sehr positiv aus, wenn die Stadt Luckenwalde auf die Monate zurückblickt, in denen der Park zum Sitzen, Flanieren und Picknicken einlädt.

„Wir haben wirklich etwas erreicht. Die Maßnahmen und die zusätzlichen Haushaltsmittel haben Wirkung gezeigt.“, bekräftigt Frank Dunker, Leiter des Bauhofes. Denn noch im letzten Jahr sah es leider anders aus. Regelmäßig gab es Beschwerden der Anlieger über Lärm, Vandalismus, Müll und das oft in Verbindung mit Jugendlichen, die den Nuthepark zu ihrem Lieblingsort erkoren. Die Verwaltung erarbeitete daraufhin einen Maßnahmenplan, der in diesem Jahr umgesetzt wurde.

In den Nachtstunden kontrollierte ein Sicherheitsunternehmen täglich den Nuthepark und verstärkte damit die Streifen des Ordnungs- und Rechtsamtes. Dieses wurde einmal im Monat von der Polizei unterstützt, um gemeinsam vor Ort nach dem Rechten zu sehen.

Auch optisch hat man dem Nuthepark in diesem Jahr einige Verbesserungen angedeihen lassen: Alle Bänke wurden aufgearbeitet, neue Abfallbehälter aufgestellt, einige neue Pflanzen gesetzt, die wassergebundene Wegedecke sowie das Teichdeck erneuert. 38.000 Euro hat das gekostet, die Leistung des Bauhofes nicht eingerechnet. Für diesen wird der Nuthepark auch im nächsten Jahr Arbeitsschwerpunkt bleiben. Dann sollen das kleine Deck in der Nuthe und weitere Wege erneuert werden.

Einige Verbesserungen sind auch durch den Austausch mit Anliegern und Stadtverordneten entstanden. So war vom Ausschuss für Gesundheit, Soziales und öffentliche Ordnung der Vorschlag gekommen, die Bankstandorte zu überdenken. Nun, da die Bänke nicht mehr direkt an den Durchgangswegen stehen, werden die Nutzergruppen getrennt. Parkbesucher, die sich länger dort aufhalten, wie z. B. Jugendliche, sitzen nicht mehr direkt an den Wegeverbindungen und stören diejenigen nicht, die den Park nur durchqueren.

Viele kleine Maßnahmen haben dazu beigetragen, den Nuthepark wieder zu einem idyllischen Ort zu machen, der von allen Luckenwaldern gern genutzt wird.

Den größten Anteil daran hat aber unbestritten Peggy Kämper. Sie wurde als Saisonkraft beim Bauhof eingestellt, um sich ausschließlich um den Nuthepark zu kümmern. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Anlieger nennen sie „die gute Seele des Nutheparks“. Sie selbst bezeichnet den Nuthepark inzwischen als ihren Garten. Von früh bis spät hat sie hier Rasen gemäht, Laub gerecht, Pflanzen gepflegt, Unkraut gejätet und bergeweise Müll gesammelt. „Sie macht das mit so viel Herzblut. Sie war ein absoluter Glücksgriff!“, betont Astrid Mai vom städtischen Straßen-, Grünflächen- und Friedhofsamt. Um effektive Arbeitsbedingungen für sie zu schaffen, wurde ein Container für das Arbeitsmaterial aufgestellt. Dieser fügt sich gut ein und fällt deshalb kaum auf. „Es hat mir so viel Spaß gemacht und ich freue mich schon darauf, im nächsten Jahr wieder zu kommen!“, fasst Peggy Kämper ihren Einsatz zusammen.

Die Hinweise im Maerker-Portal, die Beschwerden der Anlieger und sonstiger Luckenwalder, die noch im letzten Jahr ihren Unmut ausgedrückt hatten, sind deutlich zurückgegangen. Der Nuthepark ist wieder eine schöne zentrale Grünfläche, die dazu einlädt, in der Sonne zu sitzen, zu plaudern und die Enten zu beobachten (bitte nicht füttern!). Wir freuen uns schon auf den Frühling!

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 19.11.2018