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19.02.2019

Neues Clubgebäude für den Tennisverein

Während die Leichtathleten von der LLG die Förderzusage für eine Tartanbahn im Werner-Seelenbinder-Stadion feiern, müssen die Tennisspieler vom LTC noch bangen. Auch der Tennisverein hatte einen Antrag auf Mittel aus dem Kommunalen Infrastrukturprogramm des Landes gestellt, um ein neues Clubgebäude bauen zu können. In der letzten Ausschusssitzung für Bildung, Kultur und Sport wurde das Vorhaben vorgestellt.

Geplant ist ein Neubau als Ersatz für den alten Holzbungalow, der hinter dem Stadion im Wald bei den Tennisplätzen steht. Das Gebäude ist 25 Jahre alt, war von der Stadt zur Verfügung gestellt worden und ist heute in keinem guten Zustand. „Wir hatten mehrere Wasserschäden, aber die Dachdecker weigern sich, das Risiko einzugehen und das Dach zu betreten.“, beklagt Jacqueline Scholz, die Vorsitzende des Tennisclubs. Es gibt dort einen kleinen Gemeinschaftsraum, eine Dusche und ein WC – bei Wettkämpfen reicht das bei weitem nicht. Trotz der Mitgliederbeiträge sei es nicht denkbar gewesen, eine Investition selbst zu stemmen. Lizensierte Trainer und die alljährliche Wiederherstellung der fünf Sandplätze müssen finanziert werden. „Unsere Ansprüche sind nicht groß; wir müssen auch an die Unterhaltung denken. Das Förderprogramm hat uns eine neue Perspektive eröffnet. Das ist eine unwahrscheinliche Chance.“, betonte Scholz.

Architekt Christoph Arnold, selbst Mitglied im Verein, stellte den geplanten schlichten und funktionellen Bau vor. Die Planung war in enger Abstimmung zwischen dem Verein, dem Architekten und der Stadtverwaltung entstanden. Lange hatte man sich um einen Umbau des Bestandsgebäudes bemüht, aber der dichte Baumbestand ringsherum macht das schwierig. Das neue Gebäude soll zwischen den Tennisplätzen und der Tribüne an der Aschenbahn auf einer Freifläche entstehen. Es wird 95 Quadratmeter groß, umfasst einen kleinen Vereinsraum mit Küche sowie Umkleiden und Sanitärbereiche für Damen und Herren. Aufwändiger wird die Erschließung des rechteckigen Flachbaus, da neue Leitungen verlegt werden müssen. Da das Gebäude 1,20 m unter dem Niveau der Tennisplätze liegen wird, hatte Arnold die Idee, eine kleine Dachterrasse auf dem Flachdach zu ergänzen, von der man die drei Tennisplätze im Blick hätte.

Insgesamt wird der Neubau etwa 197.000 Euro kosten. Die Förderung des Landes würde sich auf 100.000 Euro belaufen. Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet am 5. März, ob die Stadt außerplanmäßig weitere 70.000 Euro zusteuert, den Rest übernimmt der Verein in Eigenleistung. Eine Teilnahme am Förderprogramm war möglich geworden, da der Kreissportbund Teltow-Fläming das Vorhaben unterstützt und darin gemeinsam mit der neuen Tartanbahn eine Aufwertung des Werner-Seelenbinder-Stadions als Sportstätte insgesamt sieht.

Die Förderzusage wurde in Aussicht gestellt, liegt aber noch nicht vor. Auch die Baugenehmigung lässt auf sich warten. Da die Fördermittel bis zum 31. Oktober dieses Jahres verwendet sein müssen, steht das Projekt schon vor dem Baubeginn (voraussichtlich im Mai) unter Zeitdruck.

 

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 19.02.2019