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19.03.2019

Luckenwalder Krankenhaus hat neuen Träger

Das Unternehmen KMG-Kliniken wird neuer Träger des Luckenwalder Krankenhauses. Groß war der Schock als am 19. Dezember 2018 das vorläufige Insolvenzverfahren auch über das Luckenwalder Krankenhaus eröffnet wurde. Drei Monate später steht nun fest, dass es weitergeht und mit wem.

Die KMG-Kliniken sind ein Brandenburger Gewächs, das seine Wurzeln in Bad Wilsnack hat. Der private Gesundheitskonzern ist seit seiner Gründung in 1991 angewachsen auf sechs Akutkliniken, zwei Rehabilitationskliniken, zehn Pflegeheime für Senioren und für Menschen mit Behinderung, medizinische Versorgungszentren und ambulante Pflegedienste mit rund 2.800 Betten und Plätzen. Das Unternehmen beschäftigt etwa 3.600 Arbeitnehmer. Damit ist es einer der größten privatwirtschaftlichen Arbeitgeber im Land Brandenburg.

Drei Akutkliniken werden in Brandenburg betrieben, nämlich in Kyritz, Pritzwalk und Wittstock, eine in Havelberg (Sachsen-Anhalt) und zwei in Mecklenburg-Vorpommern. Dazu gehört die in Boizenburg und als bisher größte Klinik die in Güstrow, die auch Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Rostock ist. Darin deutet sich an, dass Ausbildung offenbar auch für die KMG einen hohen Stellenwert hat. So werden bereits jetzt in der staatlich anerkannten Schule für Kranken- und Altenpflege der KMG Bildungsakademie in Pritzwalk in den Berufen Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Krankenpfleghilfe und in den Berufen Altenpflege und Altenpflegehilfe ausgebildet. Dieser Fakt dürfte für die in Planung befindliche Akademie für Gesundheitsberufe am Standort Luckenwalde von Interesse sein.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide hält es für vorteilhaft, dass der neue Träger mit den Brandenburger Verhältnissen vertraut ist und sich mit seinen Einrichtungen erfolgreich entwickelt hat. Der Standort Luckenwalde passt von seiner Größe her in die Kliniklandschaft der KMG, die räumliche Distanz zu den weiteren sechs KMG-Akutkliniken lässt keine Konkurrenz befürchten. Sie schätzt ein, dass die neue Trägerschaft gute Chancen für eine Stabilisierung und zukunftsfeste Entwicklung unseres Luckenwalder Krankenhauses und seiner Beschäftigten zum Wohle der von ihm versorgten Menschen in unserer Region bietet.

Auch Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij und Teltow-Flämings Landrätin Kornelia Wehlan zeigten sich über diese Entscheidung sehr erfreut: „Das ist eine sehr gute Nachricht für die ganze Region. Der Krankenhausstandort Luckenwalde ist damit langfristig gesichert. Wir danken besonders allen Ärztinnen und Ärzten und dem gesamten medizinischen, pflegerischen und technischen Personal, die trotz der schwierigen Situation in den zurückliegenden Wochen alles dafür getan haben, dass der Klinikbetrieb uneingeschränkt fortlaufen konnte. Sie haben jetzt wieder Sicherheit. Es geht in Luckenwalde weiter.“

 

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 19.03.2019