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20.03.2019

Pläne für Hortneubau werden konkreter

Der Vorentwurf für den neuen Hort auf dem Gelände des Friedrich-Ludwig-Jahn-Schulkomplexes ist überarbeitet worden. Im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport stellten Sonja Hermann vom Büro °pha Architekten und Garten- und Landschaftsarchitekt Christof Staiger vom Büro Freianlage.de den neuen Stand vor.

Die Vorentwurfsplanung war im Dezember in der Mensa der Schule öffentlich vorgestellt worden. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide fasste die Kritikpunkte zusammen, die damals von Lehrern, Eltern und Schülern genannt wurden. Zum einen wurde von vielen die Sorge geäußert, der Hort könne den Unterricht in den Klassenräumen der Oberschule im Mensagebäude stören. Schon jetzt sei der Lärm des Mensabetriebs für Lehrer und Schüler schwierig. Des Weiteren wurden ausreichende Stellplätze und ein Ausweichquartier für den Geräteschuppen des Hausmeisters gefordert. Mit diesen Kritikpunkten haben sich die Planer auseinandergesetzt und im Gespräch mit Hortbetreiber, Ober- und Grundschule nach Lösungen gesucht. Auch mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat es Abstimmungen des Entwurfs gegeben.

Die gefundenen Lösungen haben Einfluss auf den gesamten Schulkomplex. Die Schulleitungen halten es für eine gute Lösung, im Schulkomplex Klassenzimmer zu tauschen. So sollen im Mensagebäude künftig nur noch Grundschüler Unterricht haben. Zu den Zeiten, in denen der Hort besonders lärmintensiv betrieben wird, ist der Grundschulunterricht bereits beendet und für die Kleinen ist der Weg zum Hort außerdem kürzer. Die größeren Kinder und Jugendlichen, die länger Unterricht haben und sich konzentrieren müssen, werden in anderen Klassenzimmern im Schulhauptgebäude untergebracht.

Bestandteil wird auch die Verlagerung der Haupteingangssituation am Schulgebäude sein, da seit vergangenem Jahr die „Buskinder“ von der Bushaltestelle „Straße des Friedens“ aus das Schulgebäude ansteuern. Wäre der Haupteingang am jetzigen Seiteneingang, hätte das Vorteile für den Bring- und Holverkehr und die Stellplatzsituation. Der derzeitige Seiteneingang liegt in Richtung des Parkplatzes gegenüber dem Werner-Seelenbinder-Stadion. Immer wieder zeigt sich, dass die schmale Ludwig-Jahn-Straße recht unübersichtlich wird, wenn die Kinder morgens zum Unterricht gebracht, vor dem Haupteingang abgesetzt und nachmittags dort wieder abgeholt werden. Eine Verlagerung des Haupteingangs könnte das entzerren. Die Fläche der jetzigen Zufahrt zwischen Schulgebäude und Mensa könnte dadurch den Außenanlagen und Parkplätzen zugeschlagen werden.

Auch für den Geräteschuppen ist ein Standort gefunden worden. Architektin Sonja Hermann erklärte außerdem, dass einige Raumschnitte im Rahmen der Abstimmungsgespräche verändert wurden. Das Hortgebäude wird Oberlichter bekommen, um bestimmte Teile des Gebäudes mit mehr Tageslicht versorgen zu können. Ansonsten wurde die Planung der Außenanlagen konkretisiert. Zwischen Mensa und Schulgebäude soll es künftig keine Treppen mehr geben. Durch umfangreiche Aufschüttungen werden die Hauptverkehrswege auf eine Ebene gebracht, was auch den Weg für mobilitätseingeschränkte Lehrer und Schüler vereinfacht. Geplant sind ein Hortgarten, ein tiefer gelegter Platz mit Sitzstufen und ein Lesegarten, wo man zwischen Bäumen auf Holzdecks sitzen kann.

Die verschiedenen Anpassungen der Vorplanung haben bereits den Zeitplan verschoben. Als nächstes werden die Fachplaner beauftragt. Bis Ende des Jahres sollen die Ausschreibungen fertig sein, damit bei einem Jahr Bauzeit der neue Hort etwa Ende 2020 fertig werden kann. So weit möglich sollen Bauteile im Werk vorgefertigt und die lärmintensiven Arbeiten in die Schulferien gelegt werden, damit der Schulbetrieb durch den Bau nicht mehr als notwendig gestört wird.

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 20.03.2019