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11.12.2019

Historischer Fund auf dem Gaswerkgelände

Das ehemalige Gaswerkgelände fördert immer wieder Überraschungen zutage. Gestern wurde dort eine Splitterschutzzelle gefunden. Bei Erdarbeiten in der Nähe des Bahndammes fanden die Bauarbeiter ein Betongehäuse, das nicht nur optisch Ähnlichkeiten mit einer Zeitkapsel hat.

Splitterschutzzellen, auch Einmannbunker genannt, wurden im Zweiten Weltkrieg zum Schutz einzelner Soldaten auf freier Fläche gebaut. 1943 wurden tausende davon entlang von Bahngleisen aufgestellt. Es handelt sich um Gehäuse aus dickem Beton, in die man durch eine Stahltür hineinklettern musste. Von der Form her ähneln sie einer Litfaßsäule. Sie boten gerade so Platz für einen Soldaten, der damit nicht vor Bombenangriffen, aber im Notfall vor Splittern geschützt war. Aufgestellt wurden sie überall dort, wo es in der Nähe keine Bunker oder Rückzugsmöglichkeiten gab.

Die Stahltür fehlt, aber ansonsten ist das massive Fundstück intakt. Es wurde vorerst zum Luckenwalder Bauhof gebracht, um die Arbeiten auf dem Gaswerkgelände fortsetzen zu können. Bislang steht nicht fest, was damit passieren soll.

Seite drucken | Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 11.12.2019