Letztes Erdmännchen im Tierpark verstorben

Quelle: Tierpark Luckenwalde

Das letzte Erdmännchen ist im Tierpark Luckenwalde altersbedingt verstorben. Das Tier zeigte bis zuletzt ein normales Fressverhalten, suchte regelmäßig den Kontakt zu seinen Tierpflegern und schlief in der Nacht zum 17. Dezember 2025 friedlich ein, teilte kürzlich Tierparkleiter Philipp Herrmann mit. 

Aufgrund des hohen Alters des Tieres und des bereits absehbaren Endes der Erdmännchenhaltung an diesem Standort hatte sich der Tierpark frühzeitig mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Gemeinsam wurde entschieden, die Anlage nicht nachzubesetzen und die Einzelhaltung verantwortungsvoll auslaufen zu lassen, solange dies mit den Grundsätzen des Tierwohls vereinbar war.
Bereits seit dem ersten Konzeptentwurf „Tiere hautnah“ aus dem Jahr 2019 besteht Einigkeit zwischen Tierpark, Betreiber, Förderverein und der Stadt Luckenwalde, die Flächen der ehemaligen Bären- und Erdmännchenanlagen perspektivisch für einen modernen, zukunftsfähigen Tierparkeingang zu nutzen. Aus tierbestandlicher Sicht ist dieser Weg nun frei, da bereits 2022 auch die letzte Bärin des Tierparks verstorben ist. Derzeit wird über eine zeitnahe Übergangs- bzw. kurzfristige Lösung beraten.

Mit dem Tod des letzten Erdmännchens verlässt eine besonders beliebte Tierart den Tierpark Luckenwalde. Für die Zukunft ist jedoch die Haltung einer anderen, ebenfalls sehr verspielten Mangustenart vorgesehen. Die für das Jahr 2026 verfügbaren Spenden und Mittel sind bereits für andere Maßnahmen eingeplant. Ob und in welcher Form bereits ab 2027 eine neue Mangustenanlage entstehen kann, wird sich nach weiteren Gesprächen mit Partnern und Sponsoren in den kommenden Monaten klären.
Unabhängig davon wird der Tierpark auch ohne Erdmännchen in diesem Jahr neuen und interessanten Tierarten ein Zuhause bieten, verspricht das Ende der traurigen Mitteilung aus dem Tierpark.

Seite drucken | Autor: Britta Jähner | zuletzt geändert am: 23.01.2026