Das zukünftige MehrGenerationenhaus – Baufortschritt und moderiertes Nutzerkennenlernen
Schritt für Schritt verwandelt sich die alte Postschule in der Poststraße 20 in ein modernes, funktionales MehrGenerationenhaus. Am 9. September konnten sich Stadtverordnete und sachkundige Einwohner vor Ort einen Eindruck von der Baustelle und dem Baufortschritt machen.
Während die nicht historischen Nebengebäude der alten Turnhalle abgerissen wurden, die Pläne für die Außenanlagen konkretisiert werden und in der Grabenstraße eine Fernwärmeleitung verlegt wird, finden die meisten Arbeiten derzeit im Hauptgebäude statt. Das alte Treppenhaus wurde abgerissen und eine neue Glas-Konstruktion vorgesetzt, die Platz für einen Aufzug bietet. Beim Abriss wurden Schäden am Dach entdeckt, das nun außerplanmäßig auch ersetzt werden muss. Auch wenn damit der Zeitplan nicht mehr einzuhalten ist, geht es auf der Baustelle voran.
Im unteren Stockwerk entsteht die „Wohlfühletage“. Hier findet ein großzügiges Kiezcafé mit Außenterrasse Platz, wo man später auch sitzen kann, wenn man nichts verzehrt. Ein Willkommensbüro bietet Informationen darüber, was im Gebäude alles zu finden ist. Außerdem bekommt hier die Eltern-Kind-Gruppe Räume, die sich derzeit noch in der Trebbiner Straße befindet.
Im 1. Stock findet man Beratungsangebote und Büroräume für den Senioren- und den Behindertenbeirat der Stadt Luckenwalde, sowie die Selbsthilfegruppen, die sich derzeit noch im Haus Sonnenschein in der Schützenstraße treffen.
Im obersten Stockwerk entsteht die Geschäftsstelle der Diakonie Teltow-Fläming, die für diesen Bereich auch Miete zahlen wird. Weiterhin gibt es Computer- und Lagerräume. Der Keller wurde ertüchtigt, ist aber nur eingeschränkt nutzbar.
Seitlich schließt sich ein flacher Neubau an, in dem der Klab perfekte Bedingungen vorfinden wird. Der Jugendclub befindet sich derzeit noch in einer alten, nicht barrierefreien Villa im Beelitzer Tor. Im neuen Gebäude erwartet die Jugendlichen ein großer Raum, der in drei kleine teilbar ist, mit Fußbodenheizung, kleiner Küche und Sanitärräumen. Die Fassade des Neubaus besticht schon jetzt mit schimmernden, dunklen Klinkern.
Das Besondere an dem Großprojekt ist neben einer enormen Förderung aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), dass an dem Standort viele Nutzer zusammenkommen werden. Die Außenanlagen, auf denen unter anderem der erste inklusive Spielplatz Luckenwaldes entstehen wird, werden außer von den Genannten auch vom Hort Poststraße und der Kita Menschenskinder genutzt werden. Alle sollen von den Neuerungen, aber auch von Synergien untereinander profitieren.
Da dies viel Abstimmungsbedarf und Konfliktpotenzial mit sich bringt, wird der Prozess vom Büro „stadt.menschen.berlin“ moderiert. In zahlreichen Kerngruppentreffen, Steuerungsrunden und einem Workshop hat man im vergangenen Jahr gemeinsam ein Nutzungskonzept, eine Hofordnung und erste Ideen für Kooperationen entwickelt. Lisa Schütze vom MehrGenerationenhaus, Maximilian Jagoda von der Kita Menschskinder und Franziska Kullina vom Hort Poststraße betonten, wie viel das allen Beteiligten gebracht hat.
„Das ist ein einzigartiges, tolles Projekt. Ein großer Dank dafür, dass man uns mitgedacht hat.“, so Maximilian Jagoda, pädagogischer Leiter der Kita Menschenskinder.