Stadtbad Luckenwalde: Nächster Meilenstein für Sanierung, Nutzung und Mitgestaltung
Die denkmalgerechte Sanierung und Entwicklung des Stadtbads Luckenwalde ist einen wichtigen Schritt weiter. Bei einem Vor-Ort-Termin im leergeräumten Gebäude stimmten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Luckenwalde mit Lars-Christian Uhlig und Matthias Pöhler vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die letzten Punkte für die Freigabe der baulichen Maßnahme durch den Bund ab.
Die noch offenen fachlichen und verfahrensbezogenen Fragen konnten vor Ort geklärt werden. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, dass der Bund den Vorgang zur Freigabe der Baumaßnahme abschließen kann.
„Wir haben heute einen entscheidenden Schritt für das Stadtbad erreicht. Bau, spätere Nutzung und Betrieb werden von Beginn an zusammen gedacht. So entsteht nicht nur eine denkmalgerechte Sanierung, sondern ein Ort, der dauerhaft funktioniert, offen ist und für unsere Stadtgesellschaft einen echten Mehrwert schafft“, sagt Bürgermeister Jochen Neumann.
Das Stadtbad ist eines der im Jahr 2022 ausgewählten Projekte im Bundesprogramm „Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“. Das BBSR setzt das Programm im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen um und begleitet die Kommunen bei der Qualifizierung ihrer Vorhaben. Für die denkmalgerechte Sanierung und Entwicklung des Stadtbads sind zwei Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen, die Stadt Luckenwalde beteiligt sich mit einer Million Euro.
Ziel ist die behutsame Revitalisierung des denkmalgeschützten ehemaligen Stadtbads für die Stadtgesellschaft, insbesondere als Ort für Kultur- und Kreativwirtschaft. Als bedeutendes Zeugnis des Neuen Bauens soll das Gebäude erhalten, für neue Nutzungen geöffnet und mit dem benachbarten E-Werk zu einem wachsenden, kreativen E-Campus verbunden werden. Zum Vorhaben gehört ausdrücklich auch die Entwicklung eines kooperativen Betriebsmodells. Deshalb werden Betrieb und Bauplanung frühzeitig verzahnt: Fragen der künftigen Nutzung, der Trägerschaft und eines dauerhaft tragfähigen Betriebs fließen in die bauliche Entwicklung ein.
Ein besonderer Erfolg des Projekts ist das starke bürgerschaftliche Engagement. Kurz vor dem Termin hatten Bürgerinnen und Bürger das Stadtbad gemeinsam leergeräumt und damit die notwendige Baufreiheit geschaffen. Diese praktische Unterstützung steht beispielhaft für eine Beteiligung, die in Luckenwalde nicht bei Information und Beratung endet. Unter dem Titel „Stadtbad für Alle – Luckenwalde gestaltet Zukunft“ entwickeln Stadt, E-Werk Luckenwalde, Akademie 2. Lebenshälfte und Bürgerschaft gemeinsam Perspektiven für Nutzung und Trägerschaft.
„Das Stadtbad bewegt viele Menschen in Luckenwalde und dieses Engagement ist eine große Stärke des Projekts. Die Bürgerinnen und Bürger bringen nicht nur Ideen ein, sondern übernehmen Verantwortung und packen konkret mit an. Genau diese besondere Art der Beteiligung gibt dem Stadtbad eine überzeugende Zukunftsperspektive“, so Bürgermeister Neumann.